13. März 2019

Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Brandenburg Ein gefährliches Land

Vor allem für Deutsche

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: Jarretera / Shutterstock.com Ein gefährliches Land für die, die schon länger hier leben: Brandenburg

Am 8. März hat Brandenburg, ein nach allgemeiner Darstellung für Fliehende, Geflüchtete, Schutzsuchende und Schutzflehende wie überhaupt für Ausländer gefährliches Land, fast so schlimm wie Sachsen, seine Polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 präsentiert. In Brandenburg leben dem Statistischen Bundesamt zufolge rund zweieinhalb Millionen Menschen. Nach Angaben des Brandenburger Arbeits- und Sozialministeriums waren darunter Ende Dezember 2018 genau 124.275 Ausländer, davon 36.902 Flüchtlinge und Geduldete. Der Ausländeranteil betrug Ende 2018 genau 4,97 Prozent, der Anteil der seit den Tagen des freundlichen Gesichts hoffnungsfroh Hereingeschneiten an der Gesamtbevölkerung lag bei 1,47 Prozent.

„Die Anzahl der Straftaten mit Tatbeteiligung von Zuwanderern ist weiter gestiegen bei gleichzeitigem Rückgang der registrierten Gesamtkriminalität im Land Brandenburg“, hält die PKS praktisch im AfD-Duktus fest. Erinnern Sie sich bitte an meinen Merksatz: Wenn offiziell mitgeteilt wird, dass die Kriminalität zurückgeht, heißt das, die Zahl der von Deutschen verübten Straftaten sinkt schneller, als die Zahl der von Einwanderern verübten Straftaten steigt.

Bei den Körperverletzungen im Brandenburgischen verhielt es sich so, dass aus anno 2015 registrierten 12.959 Taten im vergangenen Jahr 15.797 Taten geworden waren – ein Anstieg um etwa ein Viertel binnen dreier Jahre. Hier hat der Rückgang der von Eingeborenen begangenen Delikte den Trend offenbar nicht abfedern können. Über die Straffälligkeit von Zuwanderern (1,47 Prozent der Bevölkerung) heißt es: Von deren 7.050 Taten waren 688 Delikte der „Gewaltkriminalität“ (unter anderem Mord, Totschlag, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung) zuzuschlagen, außerdem gab es 1.706 einfache Körperverletzungen. Das sind zusammengenommen 2.396 Taten, also mehr als ein Drittel. Ausländer sind bei allen Delikten überrepräsentiert. Bei Totschlag und Tötung auf Verlangen waren 54,4 Prozent der Tatverdächtigen anno 2018 Ausländer – gegenüber 11,1 Prozent im Jahr 2017. Ihr Anteil hat sich binnen eines Jahres also fast verfünffacht. Ausländer sind bei Totschlag und Tötung auf Verlangen überrepräsentiert um den Faktor elf.

Noch nicht ganz so weit, aber auf einem guten Weg sind temporäre oder niedergelassene nichtdeutsche Brandenburger auch bei anderen Delikten. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung: 27,8 Prozent. Sexuelle Belästigung: 36,5 Prozent. Körperverletzung: 19,9 Prozent. Drogendelikte: 10,8 Prozent. Einbruch: 28,8 Prozent.

„Opferdelikte“ nennt die Polizei schwere Taten, die sich gegen natürliche Personen richten. Hier vermeldet die brandenburgische PKS, dass deutsche Täter (beziehungsweise Tatverdächtige) zu knapp 94 Prozent Landsleute schädigten, nichtdeutsche Täter (beziehungsweise Tatverdächtige) zu 52 Prozent deutsche Opfer. Unter den 24 Ausländern, die 2018 im Land Brandenburg einer Straftat gegen das Leben verdächtig waren, befanden sich 17 Zuwanderer. Von 66 Opfern waren 50 Deutsche und 16 Ausländer. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren 2018 genau 91,4 Prozent der Opfer Deutsche. Ausländer stellten hier 18,1 Prozent der Tatverdächtigen, von diesen beziehungsweise jenen waren rund zwei Drittel Zuwanderer. Bei den Tatverdächtigen in der Gewaltkriminalität waren 27,5 Prozent Ausländer, davon 62,5 Prozent Zuwanderer (Fliehende, Geflüchtete, Schutzsuchende und Schutzflehende). Bei den Straftaten gegen das Leben waren von 78 Tatverdächtigen 24 Ausländer (31 Prozent aller Tatverdächtigen), darunter 17 Zuwanderer (22 Prozent aller Tatverdächtigen).

Brandenburg scheint für Deutsche ein gefährlicheres Pflaster zu sein als für Menschen, die noch nicht so lange unter uns leben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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