29. Januar 2019

„Talk im Hangar-7“ lässt Klimarealisten zu Wort kommen Michael Limburg bei Servus TV

Es ging fair zu

von Michael Limburg

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Bildquelle: Albert Nowicki / Shutterstock.com Heimat der fairen Diskussion: Hangar-7 in Salzburg

Servus TV ist seit langem der einzige deutschsprachige Fernsehsender, der es wagt, einen Klimarealisten in eine öffentlich ausgestrahlte Talksendung zu holen. In Deutschland ist das seit langer Zeit ein Tabu. Hemmungslos und immer wieder wird dort die Litanei der Klimakirche heruntergebetet. Trotzdem schaffen es diese Propagandasender nicht, ihnen unerwünschte Stimmen mundtot zu machen. Servus TV sei Dank.

Servus TV ist, so mein Eindruck, das hübsche, vielleicht etwas kostspielige Hobby des überaus erfolgreichen Selfmademans Dietrich Mateschitz. Der hat es geschafft, mittels einer zur Kultmarke erhobenen Brause – clever „Energy Drink“ Red Bull genannt – nicht nur zum Milliardär zu werden, sondern auch noch andere Bereiche – insbesondere im Sport – gehörig aufzumischen. Neben Fußball (RB Leipzig) und Formel 1 (Red Bull Racing) gehören auch noch Extremsportarten wie Höchst-Fallschirmspringen zu seinen Aktivitäten. Auch für diese betreibt er sehr kreatives Marketing.

Aber auch als großzügiger Mäzen ist Dietrich Mateschitz bekannt, stiftete er doch bis zu 70 Millionen Euro für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU). „Von den 70 Millionen flossen 20 in die Errichtung eines Querschnitt- und Geweberegenerationszentrums am Bildungscampus ‚Competence Park‘ in Salzburg. Seit 2013 fließen von den restlichen 50 Millionen bis 2023 jährlich fünf Millionen an die PMU für die Rückenmarksforschung. Laut PMU gäbe es ohne Mateschitz die Universität nicht“, liest man bei Wikipedia. Außerdem fördert er auch musikalische Talente für elektronische Musik mit seiner „Red Bull Music Academy“.

Dass die „Süddeutsche Zeitung“ diese vor kurzem als „rechtspopulistisch“ verortete, darf man daher wohl eher als Ritterschlag verstehen. Und mit der Music Academy wird dann im selben Artikel auch der Mateschitz gehörende Sender Servus TV als „Heimatsender der Rechtspopulisten“ bezeichnet.

Na, wenigstens einer – auch wenn es nur ein kleiner österreichischer Privatsender ist –‍, der den Programmauftrag des deutschen Rundfunkgesetzes, „objektiv, umfassend und neutral“ zu berichten, was hierzulande sofort „nazi“, aber mindestens „rechtspopulistisch“ ist, ernst nimmt. Und dies tut eben nicht nur Servus TV, sondern auch die Rechercheplattform „Addendum“, die, wie auch Servus TV, mit der Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH, die ebenfalls zum Red-Bull-Imperium gehört, eng zusammenarbeitet. Diese stellt die Mannschaft und besorgt alle Mittel, um die Sendung „Talk im Hangar-7“ zu produzieren.

Was wichtig für den Sender ist, sagt sein Besitzer Mateschitz: „Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Unbeeinflussbarkeit insbesondere durch politische Parteien, egal welcher Richtung, war von Anfang an ein tragender Pfeiler von Servus TV.“ Und zu dieser geistigen wie finanziellen Unabhängigkeit gehört eben auch, so dachten sich wohl die Macher der Sendung „Talk im Hangar-7“, aus Anlass des für viele so überraschenden Wintereinbruchs mitten im Winter, eine Klimadiskussion anzuberaumen.

In dieser Klimadiskussion – neudeutsch „Talk“ genannt – durften daher nicht nur Anhänger der Klimakirche zu Wort kommen, sondern auch Klimarealisten, wie es der Autor einer ist. Und das auch noch mit der Besetzung 50 zu 50! Denn drei der Gäste waren auf Seiten der Realisten, drei – darunter auch merkwürdigerweise der Chef der österreichischen Wetterbehörde ZAMG, Dr. Michael Staudinger – auf Seiten der Klimakirche. Diese Ausgewogenheit ist wohl eine Selbstverständlichkeit für die Servus-Leute, aber eine Ohrfeige für deutsche Talkmacher, seien sie beim ZDF, der ARD, den dritten Programmen oder sonst wo am Werke.

Die Talkrunde fand am 24. Januar 2019 abends im Hangar-7 neben dem Flughafen Salzburg statt. Servus TV stellte dankenswerterweise die Sendung, auch bei Youtube, in voller Länge ins Internet (siehe Link unten).

Der Name „Hangar-7“ist übrigens aus meiner Sicht die Untertreibung des Jahres. Er besteht nämlich aus einem sehr futuristisch anmutenden Mehrzweckgebäude, in dessen Inneren nicht nur tolle Exponate aus der Flugzeug- und Rennwagenaktivität des Red-Bull-Besitzers zu sehen sind, sondern auch noch ein Spitzenkoch Gourmets bekocht – meine Zeit reichte leider nicht für eine Kostprobe –‍‍, eine gemütliche Bar den Besuchern die Zeit vertreibt und natürlich die Sendung „Talk im Hangar-7“ professionell produziert wird. Machen Sie sich selber ein Bild, und wenn Sie Kritik äußern, bedenken Sie bitte Folgendes: Wenn man den immensen PR-Aufwand der Klimaprediger sieht, die auch vor Kinderkreuzzügen nicht zurückschrecken, dann muss man dem Team von Servus TV sehr dankbar sein, dass sie es überhaupt wagten, einen wie mich in ihre Sendung zu bringen.

So eine Talkrunde ist in Deutschland schon seit Jahren nicht mehr denkbar. Die letzte, zu der ich eingeladen war, fand bei Phoenix im Dezember 2010 statt. Damit hatten sich die Macher aber gehörig die Finger verbrannt – sie mussten circa 25 Absagen verkraften, als die anderen Angefragten hörten, dass Limburg kommt –‍, und danach war die Sache für sie ein für alle Mal gelaufen. Zu viel Tabu, zu viele Probleme! Keiner will sich mehr mit der grünen Klima-Mafia anlegen, selbst wenn man selber mal objektiv sein will und auch andere Meinungen zulassen möchte. Was meistens sowieso nicht der Fall ist.

Daher ist bei Servus TV besonders der Moderator wie auch das ganze Team zu loben, denn es ging fair zu, was man hierzulande wohl eher nicht erwarten kann. Auch wenn der Moderator manchmal dem einen oder anderen Vielsprecher etwas zu lange das Wort überließ. Sei‘s drum.

Daher sollten wir insgesamt zufrieden sein, dass mal wieder ein Klimarealist im deutschsprachigen Fernsehen zu Wort kam, auch wenn es nur bei einem kleinen Sender aus Österreich war.

„Talk im Hangar-7“: „Der Jahrhundertwinter: Ist der Klimawandel abgesagt?“

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).


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