26. November 2018

Die Unterzeichnerliste einer Bundestagspetition lässt auf deutsche Befindlichkeit schließen Ist es Angst?

Aber wovor?

von Jörg Seidel

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Bildquelle: shutterstock In Deutschland vorherrschend: Angst

Nur eine Hypothese. In Deutschland herrscht die Angst – in der „freien Gesellschaft“. Die einen fürchten sich vor Rechten, die anderen vor Linken, jene vor zu vielen Fremden, diese wiederum vor zu großer Homogenität. Kriminelle Flüchtlinge, aggressive Antifa auf der einen Seite, Hetzjagden und Hooligans auf der anderen. Die einen haben Angst, privat ihre Meinung zu sagen, andere fürchten den Verfassungsschutz oder irgendein anderes Netzwerk…

Gerade schaue ich bei der Petition 85565 im Bundestag vorbei. Ihr Text lautet: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Bundesregierung dem globalen Migrationspakt (Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration) nicht beitrete…“

Innerhalb weniger Stunden haben 35.000 Menschen gezeichnet – das Quorum ist nahezu umgehend erfüllt. Schaut man sich aber die Unterschriftenliste an, dann sieht es wie folgt aus: Nummern statt Namen.

Die übergroße Mehrheit der Unterschreibenden tut dies anonym, hat Angst (?), den Namen zu nennen (Mehrfacheintragungen abgezogen). Dabei handelt es sich um einen urdemokratischen Akt, etwas, zu dem man stehen können sollte.

Wenn es Angst ist, Angst wovor? Kann man schon Jobs, Posten, Stellungen verlieren, wenn der Name auf solch einer Liste auftaucht?

Deutscher Bundestag: „Petition 85565 – Vereinte Nationen (UNO) – Global Compact for Migration vom 01.11.2018“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Seidwalk“.


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