11. Juni 2018

Mord an Susanna Feldman Angela Merkel war nicht die Mörderin

Sie hat nur im weitesten Sinne Beihilfe geleistet

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: shutterstock Verstehen die Kanzlerin nicht: Opfer

Nein, Angela Merkel hat die 14-jährige Susanna Maria Feldman aus Mainz, deren Leiche an einem Gleis in Wiesbaden gefunden wurde, nicht ermordet. Es war einer von ihren zahlreichen Gästen, der es tat, ein 20-jähriger Iraker (der anfangs als Mittäter verdächtigte türkische Kurde ist inzwischen auf freiem Fuß), der als sogenannter Flüchtling hier im Land weilte. Susanna wurde kurz nach ihrem Verschwinden vergewaltigt, getötet und verscharrt. Der Iraker, Ali Baschar geheißen, war einschlägig polizeibekannt: wegen bewaffneten Raubes, Schlägerei, Widerstand gegen die Polizei, Verdacht der Vergewaltigung einer Elfjährigen in der Flüchtlingsunterkunft. Nach Angaben der Polizei habe aber kein Grund für eine Inhaftierung vorgelegen, also lieferte er ihn nach und machte sich stracks davon, praktischerweise in jenes Land, aus dem ihn bittere Not ins deutsche Asylysium getrieben hatte, denn Bitterkeit sollst du kosten, spricht der Herr. Dieser edle Wilde war im Oktober 2015 im Zuge der Öffnung der Grenzen durch Merkel und des daraufhin einsetzenden Migrantenstroms hierher gestromert. Seinen Asylantrag lehnte das BAMF zwar ab, doch ein beflissener Rechtsanwalt in Wiesbaden legte Widerspruch ein, Baschar durfte in Deutschland bleiben und erhielt eine Aufenthaltserlaubnis, jammerschade für Susanna.

Nein, Merkel hat das Mädchen nicht ermordet, sie hat nur im weitesten Sinne Beihilfe dazu geleistet. Um es korrekt zu formulieren: Hätte man Ali Baschar 2015 an der Grenze zurückgewiesen, wie Recht und Gesetz es vorsehen, wäre Susanna noch am Leben. Wenn jemand im städtischen Zoo die Gehege der Raubkatzen – pardon, liebe Löwinnen und Löwen, es sind ja nur die Gehege der Hyänen und Schakale – übers Wochenende offenlässt, gibt es am Montag eben ein paar Schlagzeilen. (Natürlich ist dieser Vergleich, der eigentlich nur ein Bild ist, viel schäbiger und verurteilenswerter als der unglückliche Einzelfall Susanna.) In gewissem Sinne hat auch die Polizei Beihilfe geleistet, und sofern der Anwalt ein Gewissen besitzt, sollte er es benutzen. Aber vielleicht gehört er auch zu jenen edlen Seelen, die die Welt in Reine und Unreine scheiden – der Skandal um die Bremer Zweigstelle des Umvolkungshauptamtes hat ja unter anderem eine emsige Beteiligung muslimischer Anwälte an der Anfechtung abschlägiger Asylbescheide ans Tageslicht gebracht –, wobei letztere ungehemmt verachtet werden dürfen.

Es stimmt übrigens definitiv nicht, dass Merkel gesagt haben soll: „Mir doch egal, ob ich schuld bin, jetzt isse halt tot.“ Sie hat wahrscheinlich überhaupt nichts gesagt. Sie wird sich hüten, dergleichen Vorfälle auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Gerade die Mütter der Toten verstehen einfach nicht, dass die Kanzlerin doch nur in humanitären Notsituationen helfen will. Und dann gibt es eben auch mal „Verwerfungen“ (so bekanntlich der Harvard-Spitzbube Yascha Mounk in den „Tagesthemen“), über die man nicht so viel Geplärr machen soll, denn das ist bloß Wasser auf die Mühlen der Nazischlampen und -opas. Aber woher fließt es eigentlich, dieses böse böse Wasser?

Gerade in Fällen wie dem schrecklichen Ende der zu Tode geschändeten 14-Jährigen – über den linke Kommentatoren schreiben werden, dass es doch erstaunlich sei, wie sehr er die Gemüter bewege, wo doch die meisten Vergewaltiger aus dem näheren Umfeld der Opfer stammen, und schon ist es nicht mehr nur Wasser auf Mühlen, sondern auch ein Lackmusbeweis für die herrschende Fremdenfeindlichkeit –, gerade in solchen seit Herbst 2015 sich häufenden Fällen, sage ich, tritt übrigens ein altes linkes Klischee in seine Rechte: die Schuld der Gesellschaft. Denn in der Tat ist das gesellschaftliche Klima mitverantwortlich dafür, dass junge Mädchen die Hyänen streicheln und mit ihnen spielen wollen. Die Gesellschaft hat ihnen eingeredet, dass die Possierlichen ihnen nichts tun werden, und zwar durch die Bank, Eltern, Politiker, Lehrer, Journalisten, TV-Kasper, Pfaffen, Komödianten, NGO-Fatzkes, Unternehmensführer, alle raten sie unisono: Geh‘ auf die neuen Einwohner unseres durch diese Ankömmlinge erst richtig lebenswerten Landes zu, nimm Kontakt zu ihnen auf, freunde dich mit ihnen an, sei kein dumpfdeutscher xenophober Frosch, büße deine Erbschuld in tätiger Fernstenliebe. Alle Schutzinstinkte sind einem solchen Kind abtrainiert worden. All diese Mias, Marias und Susannas wussten nichts davon, dass in der tribalen Welt vieler Goldstücke die Frau bei der ersten Berührung in den Besitz des sogenannten Mannes übergeht, dass sie ihm zu gehorchen hat und, sofern europäisch, christlich, jüdisch oder konfessionslos, ohnehin nur eine ungläubige Schlampe ist. (Ob sie etwas ähnliches von der Kanzlerin denken, entzieht sich meiner Kenntnis; die Vermutung liegt allerdings nahe. So weit, Brüder der Wüste, sind wir im Geiste vielleicht bisweilen gar nicht auseinander!)

Für die künftige Kriminalitätsentwicklung, nein: für die Entwicklung der Kriminalstatistik habe ich aber noch eine gute Prognose auf der Pfanne. Die Gewalttaten werden nämlich zurückgehen. Zum einen spricht sich die Sache mit der totalen Inbesitznahme mählich herum, der darwinistische Mechanismus beginnt zu wirken, und dem Tod der Unvorsichtigen folgt eine erhöhte Vorsicht der anderen. Außerdem befördern solche Taten auch die ethnische Trennung, also die Separierung und Ghettoisierung der so unverhofft zahlreich zu uns Hereingeschneiten. Und in diesen Vierteln findet ohnehin keine registrierbare Kriminalität mehr statt, aus Gründen, die ich andernorts hinreichend beschrieben habe. Und nun freue dich, Wiesbaden! Mainz bleibt ja sowieso Mainz.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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