14. März 2018

Zeitschrift „Krautzone“ Libertär-konservatives Magazin mit neuem Maskottchen

Oberst Krauti als Staatshasser

von Florian Müller

Artikelbild
Bildquelle: „Krautzone“ Macht beim Logo der „Krautzone“ mit: Oberst Krauti

Die „Krautzone“ ist ein neues libertär-konservatives Magazin, das zwei junge ef-Autoren Mitte letzten Jahres gegründet haben. Ziel ist es, libertäre und konservative Ideen auch jungen Menschen näherzubringen und eine kluge Alternative zu „NEON“, „Vice“ und Co zu etablieren. Kennengelernt haben sich die beiden Autoren übrigens auf dem von André F. Lichtschlag initiierten Autorenseminar auf Usedom, wofür wir uns noch einmal herzlich bedanken möchten.

Im folgenden stellt die „Krautzone“ ihr neues Maskottchen vor: Oberst Krauti. Oberst Krauti klopfte eines Morgens an unsere Bürotür und wollte mitmachen. Warum er nicht weiterhin eine Schar militant-militärischer Buchstaben führte, erklärte er uns nicht. Wir vermuteten Streit mit dem Generalstab, der zu einer Gewissensentscheidung geführt haben muss, seine Kampfkraft anderweitig einzusetzen. Also setzte sich der rüstige Krauti ab und lebt seitdem bei uns.

Als alten Militaristen müssen wir Krauti allzu häufig bremsen – oft will er mit der Pickelhaube durch die Wand oder zumindest mit dem Karabiner testen, ob man Löcher reinschießen kann. Den Karabiner haben wir ihm nach einiger Zeit abgenommen, schließlich wollen wir eine Durchsuchung der Redaktionsräume durch den Verfassungsschutz vermeiden. Wie wir Weicheier es geschafft haben, den tapferen Oberst niederzuringen? Trotz seines schnieken Auftretens ist Krauti ziemlich alt. Er erzählt sogar manchmal vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sein altes Reichsbanner trägt er immer mit sich herum und hütet es wie seinen Augapfel. Krautis Leben war bewegt: Mittelalter, Reformation, Bauernkriege – Napoleon, noch mehr Kriege, Moderne. Über den letzten großen Krieg spricht der Gute gar nicht gern – wir vermuten, er wurde wegen seines altertümlichen Aussehens vom Feind verspottet.

Ganz ohne seinen geliebten Karabiner fühlte sich Krauti ziemlich nackt, also einigten wir uns nach lang andauernder Redaktionssitzung darauf, ihm ein Schwert zu besorgen. Damit kann er, trotz gelegentlicher Hexenschüsse, noch immer ziemlich gut umgehen – angeblich hat ihn Götz von Berlichingen im Schwertkampf unterrichtet. Das ordnen wir aber eher in die Reihe der Sagen und Legenden ein. Bei so vielen Erlebnissen wirft man einiges durcheinander. Munter steht Krauti jeden Morgen um 4:30 Uhr auf, wartet im Büro auf uns Langschläfer und fragt, wie er uns heute weiterhelfen kann. Neben seinem hervorragenden Aussehen, das fortan die „Krautzone“ zieren wird, hat er vor allem einen unschätzbaren Erfahrungsschatz und ein riesiges Wissen über die deutsche Geschichte.

Als wir ihm erzählten, was der deutsche Staat heutzutage alles für Ideen hat, fiel ihm fast die Pickelhaube vom Kopf. Einen solchen Grad an niederträchtiger Repression hatte er noch nie erlebt. Er fluchte drei Tage und drei Nächte, dass selbst Praktikantin Pauline, die mit ihrem losen Schandmaul ganz vorne mit dabei ist, Blatt und Stift zückte, um sich die besten Beleidigungen zu notieren. Die restliche Redaktion war mit Schamesröte im Gesicht bereits geflohen. Ein solches Ausmaß an Staatshass hätten wir von einem alten deutschen Oberst nicht erwartet.

Als er uns aber schilderte, dass man früher niemals auf die Idee gekommen wäre, die Bevölkerung derartig zu tyrannisieren, wurde uns klar, dass es in der deutschen Geschichte mehr Freiheit vor dem Staate gab, als man sich heute überhaupt vorstellen kann. Nach der Schimpftirade besuchte uns sein alter Freund und Arzt Gascogne, ein elsässischer Feldscher aus den deutsch-französischen Kriegen. Nach eingehender Untersuchung und Diagnose – zu hoher Blutdruck – stellte er uns vor die Wahl: Karabiner zurück – oder ein Haustier, um die Nerven zu beruhigen. Wir ließen uns nicht erweichen: Keine Schusswaffen im Büro! Also sprang Krauti auf, marschierte los und kam schließlich mit einer gelben Schlange zurück, die ihm seitdem bei seiner Arbeit für die „Krautzone“-Redaktion unterstützt. Woher er dieses ziemlich bissige Vieh aufgetrieben hat, wissen wir nicht. Wir wollen es auch gar nicht wissen.

Wenn Sie eine aktuelle Ausgabe (Geld und Kapitalismus) der „Krautzone“ gewinnen möchten, beantworten Sie folgende Preisfrage: Wie alt ist Krautis neuer Unterstützer? Antworten an redaktion@kraut-zone.de. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir fünf Hefte.

Dieser Artikel erscheint in der vierten Ausgabe der „Krautzone“, die ab April erhältlich ist. Mehr Informationen oder Bestellungen auf „Krautzone“.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Mediales

Mehr von Florian Müller

Über Florian Müller

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige