04. März 2018

Gesetz zur Enteignung weißer Farmer in Südafrika Schwarzer Nationalsozialismus

Viertelintellektuelle sehen Rassismus nur bei Weißen

von Michael Klein

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Bildquelle: shutterstock Wieder staatlicher Rassismus: Südafrika

An deutschen Hochschulen treiben sich derzeit Viertelgebildete herum, die der Ansicht sind, Rassismus sei etwas, das nur vorkomme, wenn Weiße Täter seien. Im Einklang mit diesem Unsinn können Schwarze oder Andersfarbige dann zwangsläufig nur Opfer sein. Einerseits belegt dieser Unsinn, dass man heute an Hochschulen sein kann, obwohl man nicht konzeptionell denken kann, andererseits zeigt er, wie rassistisch diese Viertelgebildeten sind, verweigern sie Schwarzen oder Andersfarbigen doch, was sie Weißen so bereitwillig zugestehen: die Fähigkeit, die eigenen Vorteile auch durch Rassismus zu verfolgen.

Rassismus in der Weise, wie der Begriff derzeit zumeist verwendet wird, ist eine kollektive Irrlehre, die in ihrer Vermengung mit Nationalismus davon ausgeht, dass alle Einwohner eines bestimmten Landes eine gemeinsame „x-heit“ teilen, eine Indischheit oder eine Englischheit. In der kruden Form von Rassismus wird angenommen, dass bestimmte Menschen aufgrund eines einzigen Merkmals nicht nur zu Gruppen zusammengefasst werden können, in Schwarze oder Weiße, sondern dass ihnen auch ein gemeinsames, die Gruppen auszeichnendes und voneinander trennendes Merkmal, eine Eigenschaft zugeschrieben werden kann, wie es die Viertelgebildeten, von denen oben die Rede war, tun, wenn sie Schwarze zu Engeln und Weiße zu Teufeln erklären.

Dass Schwarze genau dasselbe Potential zu Boshaftigkeit und ideologischer Verbohrtheit haben wie Weiße, dass Schwarze genauso zu Rassismus fähig sind wie Weiße und dass Rassismus, der von Schwarzen ausgeübt wird, dieselbe hohe Wahrscheinlichkeit hat, mit anderen kollektiven Ideologien, dem Sozialismus oder dem National-Sozialismus, zu verschmelzen, das kann man derzeit in Südafrika sehen.

Dort hat das Parlament gerade mit 241 zu 83 Stimmen entschieden, dass weiße Farmer ohne Entschädigung enteignet werden können. Die Rhetorik, mit der dies geschehen ist, ist eindeutig. Julius Malema, der Führer der Economic Freedom Fighters, eines marxistisch-leninistischen Verbandes Ewiggestriger, sagt: „Wir müssen sichergehen, dass wir die Würde unseres Volkes wiederherstellen, ohne die Kriminellen, die unser Land gestohlen haben, zu entschädigen.“ Das ist Hitlers oder Goebbels würdig, denn die mystische Gruppenbildung, hier „unser Volk“, die bestohlenen Schwarzen, und dort die diebischen Weißen, das entspricht der Unterscheidung zwischen dem germanischen deutschen Volk und den jüdischen Volksschädlingen, wie sie Hitler in seinem K(r)ampf niedergeschrieben hat. Auch die etwas moderatere Variante von Cyril Ramaphosa, dem derzeitigen Präsidenten Südafrikas, fährt im selben Fahrwasser: „Wir werden uns damit befassen und sicherstellen, dass wir Beschlüsse fassen, die dies ein für alle Mal lösen. Diese Erbsünde, die begangen wurde, als unser Land kolonisiert wurde, muss auf eine Art beseitigt werden, die Südafrika vorwärtsbringt.“ Eine „Erbsünde“ ist ein beliebtes Motiv in den Glaubenskongregationen der Sozialisten und Rassisten.

Unter denen, die Verstand zur Anwendung bringen, wird – wie gewöhnlich – sehr schnell deutlich, dass die Enteignung der Weißen, die mehr als 200 Jahre nach der Kolonisation von Südafrika durch die Niederlande und die Briten zwar ein Mittel ist, um an Neid zu appellieren, Naive und Dumme auf seine Seite zu bringen, um Viertelintellektuelle in Verzückung zu versetzen, aber kein rationales Mittel, das Probleme löst.

Wie so oft wenn Sozialismus, Kommunismus und Rassismus ihre innige Einheit eingehen, sind es moralische und ökonomische Probleme, die letztlich den wirren Ideen in der Realität früher oder später den Garaus machen.

Kommunismus, Sozialismus und Rassismus sind kollektive Ideologien. Ihnen gilt die Gruppe alles, der Einzelne nichts. Deshalb gehen sie nicht sprichwörtlich, sondern tatsächlich über Leichen: Mehr als 100 Millionen im Fall des Kommunismus alleine, die meisten davon Opfer gescheiterter Kolchosivierung oder anderer Formen der Enteignung von Bauern.

Der Irrsinn dieser kollektiven Ideologien und ihr Hang, zur religiösen Eiferei zu werden, wird sehr deutlich, wenn auf die „Erbsünde“ zurückgegriffen wird oder weiße Farmer, die jetzt leben, zu Dieben erklärt werden. Die, die jetzt leben, sind offensichtlich nicht diejenigen, die vor 200 Jahren das Land in Südafrika besetzt und urbar gemacht haben. Sie sind diejenigen, die heute das Land bearbeiten, die ihren Lebensunterhalt als Farmer auf diesem Land verdienen und in ihrer Eigenschaft als Farmer Arbeitgeber sind. Die Lust, derzeit lebende Menschen zu schädigen, um vermeintliches Unrecht wiedergutzumachen, das vor Jahrhunderten oder Jahrzehnten begangen wurde, ist ein Merkmal, das die Rassisten auszeichnet, von Feministen bis zu Kommunisten oder Nationalsozialisten.

Aber sie alle sind Kollektivisten, und deshalb haben sie kein Problem, konkrete Menschen für die große Idee, die sie zu haben glauben oder zu haben vorgeben, leiden und sterben zu lassen.

Die ökonomischen Probleme, die mit einer entschädigungslosen Zwangsenteignung einhergehen, kann man am Beispiel von Simbabwe nachvollziehen. Johann Kirsten und Wandile Sihlobo haben dazu einen sehr guten Beitrag in „Quartz“ geschrieben, einen, in dem sie zeigen, wie Simbabwe nach der Enteignung der weißen Farmer ökonomisch den Berg hinunter gefahren ist. 20 Milliarden Euro Schaden, so schätzen die beiden Agrarwissenschaftler aus Südafrika, seien durch die dortige entschädigungslose Zwangsenteignung der weißen Farmer verursacht worden. Warum dem so ist, kann an zwei Punkten verdeutlicht werden:

Erstens: Kirsten und Sihlobo verweisen darauf, dass der Landwert nur rund zehn Prozent des Wertes von Farmen unter anderem in Südafrika ausmacht. Die restlichen 90 Prozent, die nicht vom verabschiedeten Enteignungsgesetz erfasst sind, setzen sich aus Investitionen, Maschinen, Infrastruktur und so weiter zusammen. Entweder die entschädigungslose Enteignung des Landes geht mit einer Kompensation für die 90 Prozent Restwert, die zum Betrieb einer Farm notwendig sind, einher oder die Regierung von Südafrika muss den Neubauern, die die Farmen der „diebischen Weißen“ übernehmen, die Finanzierung der Maschinen, also die 90 Prozent Restwert, stellen. Kosten in Höhe von zehn Milliarden Euro sind damit verbunden. Hinzu kommen die Hypotheken auf den Farmen. 13,6 Milliarden Euro, so die beiden Forscher, kämen auf diese Weise zusammen. Entweder die Regierung enteignet die Banken gleich mit oder sie kompensiert sie. Die Rechnung wird immer höher.

Zweitens: Und dann sind wir noch nicht beim Humankapital, das Kirsten und Sihlobo in ihrem Beitrag nur am Rande berühren. Auch wenn es den Aposteln der Gleichwertigkeit von Menschen nicht in den Kopf gehen will: Menschen sind in konkreten Sachzusammenhängen nicht gleichwertig. Man nehme einen Absolventen der Gender Studies an der Humboldt-Universität in Berlin (einen schwarzen Absolventen) und mache ihn zum Farmer in Südafrika. Wie lange wird es wohl dauern, bis er die Farm, weil er von Landwirtschaft wie von den meisten anderen Dingen keine Ahnung hat, ruiniert hat?

Farmer haben Humankapital, oft über Jahrzehnte erworben, das sie gegenüber Nicht-Farmern auszeichnet. Was passiert, wenn man Personen, auf Positionen setzt, für die sie nicht qualifiziert sind, kann man in westlichen Gesellschaften am Beispiel der Frauenbevorteilungsprogramme sehen. Oder man kann nach Simbabwe schauen. Ein Land, das einst für seine Landwirtschaft berühmt war und dessen Wachstumsrate mittlerweile negativ ist (2017). Die Enteignung von weißen Farmern hat in Simbabwe zu Einnahmeverlusten aus landwirtschaftlichen Exporten geführt, Arbeitsplätze gingen verloren, Farmen wurden stillgelegt, weil kein qualifiziertes Personal gefunden werden konnte. Die gesamte Gesellschaft hat den Preis für die ideologische Idiotie, weiße Farmer entschädigungslos zu enteignen, gezahlt (Simbabwe) beziehungsweise zu zahlen (Südafrika). Aber Hass und Neid versetzen bekanntlich Berge.

Südafrika ist das neueste Beispiel dafür, dass Sozialismus und Kommunismus mit Rassismus einhergehen, dass sie schnell zum Nationalsozialismus werden, der über die Leichen der anderen geht, und es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Sozialismen, die Marx und Lenin zu verantworten haben, Menschen sich zu lernunfähigen Zombies, die einzig von ihrem Neid und anderen niederen Instinkten angetrieben werden, zurückentwickeln lässt, die nicht einmal aus der Geschichte lernen, die sich direkt vor ihren Augen im Nachbarland abgespielt hat. Es scheint, als seien niedere Instinkte eine größere Triebkraft für menschliches Handeln als rationales Kalkül. Auch deshalb ist es so schlimm, dass sich sozialistische Viertelgebildete wieder an deutschen Hochschulen einnisten konnten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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