04. Februar 2018

Frankfurter Stadtbeamtin gegen rassistische Logos „Afrikanerinnen laufen nicht so rum“

Die „Mohren-Apotheke“ zieht Konsequenzen

von Roy Bergwasser

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Bildquelle: Michaedx (CC BY-SA 4.0)/Wikimedia Commons Virginia Wangare Greiner: Altes afrikanisches Frauenbild?

Virginia Wangare Greiner gehört der Kommunalen Ausländervertretung der Stadt Frankfurt an und fordert in einem Antrag die Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat auf, rassistische Bezeichnungen und Logos aus dem Stadtbild Frankfurts verschwinden zu lassen. Die Frankfurter Apothekerin Karin Schweizer entfernte bereits das Logo – einen schwarzen Frauenkopf – von der Webseite ihrer „Mohren-Apotheke“. Virginia Wangare Greiner hatte der Frau vorher Rassismus unterstellt, da das Wort „Mohr“ nicht mehr zeitgemäß sei. Da sie tief in der Rassismus-Filterblase lebt und ihren rassistischen Spiegel verdammt – der jeden Morgen eine schwarze Frau zeigt –, möchte sie den Einwand, es handle sich um einen „traditionellen Namen für Apotheken“, der ursprünglich auf die Verwendung von Arzneien aus fernen Ländern zurückgehe, nicht gelten lassen. Dass sich so viele Menschen gegen die Umbenennung aussprechen, sieht sie als Bestätigung dafür, dass viele Deutsche rassistisch seien. Angesichts des Logos der Apotheke erklärte sie gegenüber der „Frankfurter Neuen Presse“: „Wenn auf dem Logo eine Schwarze aus der Kolonialzeit dargestellt wird, mit dicken Lippen und dicken Ohrringen, ist das heute nicht normal. Afrikanerinnen laufen nicht so rum.“ Offenkundig verkörpert Virginia Wangare Greiner mit ihrer traditionellen afrikanischen Kleidung und dicken Ohrringen wohl ein altes afrikanisches Frauenbild. Wahrscheinlich laufen heutige Afrikanerinnen auch nicht mehr mit schwarzer Haut herum. Die Entfernung des Logos ist daher nur folgerichtig.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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