31. Januar 2018

Angela Merkel über Spätfolgen des Kolonialismus Höhenluft in Davos

Europäisierung des Schuldkults

von Roy Bergwasser

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Bildquelle: shutterstock Keine Chance für Hausstaubmilben: Davos

Die Frau, die keine eigene Schuld hinsichtlich der Tausenden von Zuwanderungs-Opfern auf deutschem Boden erkennen möchte und die den Angehörigen nicht einmal dann kondoliert, wenn die kausalen Zusammenhänge zwischen der eigenen katastrophalen Entscheidung und den Todesopfern unleugbar auf der Hand liegen, erklärt in Davos, die Europäer hätten „eine tiefe Schuld gegenüber dem afrikanischen Kontinent aus den Zeiten der Kolonisierung“. An die Höhenluft in Davos muss man sich natürlich erst gewöhnen. Davos liegt so hoch, dass dort keine Hausstaubmilben vorkommen. Dieser Frau, der das logische Denken ohnehin schon schwer fällt, scheint es aufgrund dieser Bedingungen kaum noch zu gelingen, einen sinnvollen Gedanken abseits des blanken Irrsinns zu produzieren.

Angesichts dieser willkürlich zusammengeschusterten vererbbaren Kollektivschuld der Europäer dürfte es die Franzosen, Polen und Spanier ja brennend interessieren, dass der Holocaust nun – und das ergibt sich aus der vermeintlich vererbbaren europäischen Kollektivschuld zwangsläufig – auch ein Verbrechen der Franzosen, Polen und Spanier ist – ja, aller Europäer, die heute leben – und wenn Merkel morgen eine neue Schuldgemeinschaft nach Gutdünken aufmacht, womöglich auch die Schuld aller Bart- oder Brillenträger. Woraus genau ergibt sich denn diese Schuldgemeinschaft, die ihre Schuld übers Blut weitergibt? Eine Frau, die in ihren todbringenden Entscheidungen keine eigene Schuld entdecken kann, erklärt über 740 Millionen Europäer zu Schuldigen; sie europäisiert regelrecht den Schuldkult.

Und obwohl dieser unreflektiert ausgesprochene Gedanke einer offenkundig geistig schwer angeschlagenen Kanzlerin eine sofortige Einweisung in die Geschlossene nahelegt, sieht sich die deutsche Märchenpresse kaum veranlasst, diesen Irrsinn zu thematisieren. Aber womöglich geht es ihnen allen nur ähnlich wie der Hausstaubmilbe in Davos.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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