09. August 2016

RezensionWilfried Huismann: Schwarzbuch WWF

Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda

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Der 1961 gegründete World Wildlife Fund ist nicht aus einer Graswurzelbewegung entstanden. Er ist ein Elitenprojekt. Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Gründungsvater des WWF, wünschte sich als „tödliches Virus“ wiedergeboren zu werden, um das „Problem der Überbevölkerung“ zu lösen. Innerhalb des WWF gibt es den geheimen „Club der 1001“, gegründet von Prinz Bernhard der Niederlande. Der war Mitglied der Reiter-SS, arbeitete bei der IG Farben und gründete die elitären Bilderberger. Unter den Mitgliedern des Clubs finden sich hochrangige Vertreter von Banken, Industrie, Regierungen und Medien. Huismann dokumentiert, dass die Spendengelder in Jahreshöhe von 500 Millionen Euro bestenfalls in den Taschen der Funktionäre verschwinden. Auch die UNO finanziere den WWF, ebenso die EU und die Weltbank. Die Hälfte decke Personalkosten. Auch wenn die Mitarbeiter vor Ort häufig gute Arbeit leisten, würde der WWF in vielen Fällen mehr Lebensraum und bedrohte Tierarten zerstören als er schützt. Die Klüngelei zwischen korrupten Staaten, Großkonzernen und WWF sorge vielerorts für die Vertreibung der Eingeborenen mit militärischer Gewalt. Anschließend werde das beschlagnahmte Schutzgebiet immer weiter verkleinert und den Konzernen übergeben. Aus Verzweiflung töten die Eingeborenen die bedrohten Tiere. Keine bedrohten Tiere, keine Enteignung. Die Funktion des WWF ist, den Konzernen eine nachhaltige Produktionsweise zu attestieren, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Anbauflächen werden unfruchtbar gemacht, Meere überfischt und das Land verpestet. Dafür revanchiert man sich mit hohen Spendengeldern. Kritische Journalisten werden mundtot gemacht. In Südafrika finanzierte der WWF vermutlich sogar eine folternde und mordende Söldnertruppe. Einzig der latente Antikapitalismus des Autors nervt bei dieser spannenden Analyse einer korrupten Organisation. Ohne das Regierungseigentum an den natürlichen Ressourcen gäbe es keine Umweltzerstörung, weil sie gegenüber dem Privateigentum sehr teuer wäre.


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