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Athanasios die Glosse: Tag des Besiegers des Vaterlandesvon Athanasios Unser Land, unser Land, welche Schand! Am Donnerstag konnte man zwischen zwei Gedenkfeiern wählen. Da war einerseits der „Tag des Verteidigers des Vaterlandes“, seit dem 23. Februar 1993 wieder als Feiertag für den Mann begangen. Lenin hatte 1922 befohlen, zum Gedenken an die Rote Armee im Kampf gegen die Deutschen jährlich die Arbeit niederzulegen. Und da war andererseits der Tag der nationalen Schande, in diesem Jahr mit Aussicht auf Verstetigung eingeführt. Um 12 schwieg ganz Deutschland. Dann sprach seine Allegorie, die antideutsche Germania: „Die Morde der Thüringer Terrorzelle waren auch ein Anschlag auf unser Land. Sie sind eine Schande für unser Land.“ Dem darf nicht widersprochen werden. Morde, an denen an allen Ecken und Enden das Sekret der Dienste herausfließt, sind natürlich eine Schande fürs Land, in dem sie begangen werden. Zum Anschlag werden sie, wenn man aus ihnen einen Gedenktag herleitet, an dem das deutsche Volk wieder einmal als besiegter Nazi dasteht. Später, so hieß es, habe die Bundeskanzlerin den Opfern „umfassende Aufklärung“ versprochen. Was man wohl dahingehend verstehen muss, dass die Türken aus ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit ausbrechen: den Islam überdenken und im Geiste die Schlacht im Hürtgenwald nachvollziehen. Das ist dem deutschen Staat schon schuldig, wer so liebevoll von ihm in Schutz genommen wird. Oder soll es doch lieber der andere Gedenktag sein? Um die gleiche Zeit (minus Zeitverschiebung) im Olympiastadion zu Moskau. Vom Rasen aus ruft Putin dazu auf, nicht aufs Ausland zu schauen und das Vaterland zu verraten: „Wir werden nicht zulassen, dass uns jemand von außen seinen Willen aufdrängt“, zitiert ihn schockiert „Die Welt“. Putin fragt die 80.000 Russen, ob sie Russland lieben – und alle rufen „Ja!“ Auf die Frage, ob sie Deutschland lieben, hätten sicher mehr Russen mit „Ja“ geantwortet als Deutsche im Olympiastadion Berlin. 25. Februar 2012 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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