09. Januar 2021

Als „Journalismus“ getarnte Schmierereien Das Recht, Massenverleumdung zu betreiben

Die Angriffe auf Kritiker werden immer schäbiger

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: winnond / Shutterstock.com Bösartige Hetze: Immer häufiger verwendete Munition von Journalisten

Sie dürften gewiss mitbekommen haben, wie das schon seit Jahren in der hiesigen Journalismussimulation läuft: Geht dir die argumentative Munition aus – oder hast du erst gar keine –, bezeichne einfach alles und jeden, der anderer Meinung ist, unterschiedslos als Nazi. Dass dieser unseligen Praxis mittlerweile sämtliche Grenzen zwischen möglichst neutraler Berichterstattung, zwischen Wahrung journalistischer Tugenden und unverhohlener Hetze mit hoher Affinität zur offenen Menschenjagd zum Opfer gefallen sind, ist auch nichts Neues mehr.

„Ja, man darf vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler im oberösterreichischen Braunau gegen Corona-Maßnahmen protestieren“, schreibt Hasnain Kazim in einem notdürftig als Artikel verkleideten Hasskommentar in der „Zeit“ vom 5. Januar („Das Recht, sich wie ein Idiot zu verhalten“). „Doch natürlich muss das Konsequenzen haben“, droht er den „Corona-Leugnern“.

Wieder einmal werde ich in meiner Vermutung bekräftigt: Beim „21. Jahrhundert“ handelt es sich – zumindest auf journalismussimulationstechnischer Ebene – ganz offensichtlich um einen Zahlendreher.

Da es nicht lohnt, solchen üblen Schmierereien unnötig viel Lebenszeit zu widmen, geschweige denn, sich darüber auch noch aufzuregen: So was ist kein Journalismus, sondern einfach nur primitiv.

Die bislang größte deutsche Demonstration gegen die keineswegs auf „wissenschaftlichen Fakten“ basierende „Corona-Politik“ und die von ihr verhängten destruktiven Maßnahmen fand nicht im „oberösterreichischen Braunau“ vor „Hitlers Geburtshaus“ statt, sondern in Berlin. Doch das kümmert eine postfaktische Presse natürlich schon lange nicht mehr. Schließlich gilt es, die eigenen Existenzgrundlagen, ja sogar die eines ganzen Landes, die von den Vorgängergenerationen mühsam erarbeitet wurden, möglichst fanatisch zu zerstören. Sonst wird es nichts mit dem „Großen Reset“, dem „Build Back Better“, einem neuen „Normal“, in dem – wie man in einem Werbevideo des Weltwirtschaftsforums für eben diesen Reset mit eigenen Augen und Ohren bezeugen kann – „Sie nichts besitzen werden, und es wird Sie glücklich machen“.

In den USA kursiert für dieses psychologische Phänomen die Bezeichnung „Vicious Ignorance“: bösartige Ignoranz. Was juckt es denn bitte strammdeutsche „Leitmedien“, wenn Zehntausende von Wissenschaftlern und Medizinern aus aller Welt die Wirksamkeit von Lockdowns infrage stellen, und zwar nicht aus dem Bauch heraus oder weil sie nichts Besseres zu tun hätten, nicht aufgrund von „Staatsskepsis“ oder weil sie persönliche Antipathien gegen die politischen Führungsspitzen ihrer Länder hegten, sondern auf eben jener wissenschaftlichen Grundlage beziehungsweise Methodentreue, die hierzulande zwar rund um die Uhr wortregentänzerisch in allen Blättchen und auf allen Kanälen beschworen, aber dann doch nur zum verdrosteten und -lauterbachten Diminutiv einer phantasmagorischen „Einigkeit“ der „Wissenschaft“ verstümmelt wird?

Was kratzt es denn bitte Journaliban-Kämpfer auf ihrem Kreuzzug im Namen des Leviathan gegen sämtliche Werte der Aufklärung, wenn Mediziner und Wissenschaftler weltweit tonnenweise wissenschaftliche Arbeiten verfassen, die ein ganz anderes Licht auf den vermeintlich nur „Corona“ geschuldeten „neunormalen“ technokratischen Totalitarismus werfen, als in die Dunkelheit ihrer staatsreligiösen Verblendung und ihres zuweilen schon recht hart an der Grenze zu blankem Menschenhass, Verachtung für die „einfachen Leute“ und geistiger Zurechnungsfähigkeit entlangsurfenden Fanatismus zu dringen vermag?

Sei’s drum. Wer nicht will, der hat schon. Genauer: Wer sich nicht weiterbilden will, der hat schon ein Abonnement einer (irre-) führenden Tages- oder Wochenzeitung. Die wirtschaftlichen Konsequenzen, so viel ist jetzt schon klar, werden bitter sein. Es werden bereits noch härtere Maßnahmen gefordert, eine Verlängerung des Lockdowns ist im Gespräch. Das Schlimme daran: Es wird Menschen treffen, die nichts dafürkönnen.

Das Gute daran: Es wird auch diejenigen Idioten treffen, die sich das Recht herausnehmen, auf einer dürftigen und keineswegs „wissenschaftlich“ unbestreitbaren oder unzweifelhaften Grundlage, die sehr viel mehr mit politischen Agenden als mit Wissenschaft zu tun hat, auch allen anderen den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Karma is a bitch.


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