29. September 2020

Rassen- und Genderstereotypen in den USA Das Ende des Hasses auf weiße Männer

Die Executive Order von Donald Trump, die Ihnen Mainstream-Medien verschweigen

von Michael Klein

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Bildquelle: Lightspring / Shutterstock.com Executive Order von Trump: Hoffnung auf ein Ende des geschürten Hasses?

Es ist Ihnen unbewusst.
Sie haben Privilegien.
Sie sind weiß.
Sie sind männlich.
Sie sind heterosexuell.
Sie fahren ein Auto.
Sie zahlen Steuern.
Sie rennen nicht für das Klima durch Straßen (schon allein deshalb, weil Sie arbeiten).
Sie reden und schreiben normal.
Sie gehören zur Mehrheit der Gesellschaft.
Sie sind normal.

Deshalb werden Sie bekämpft.

Es hat an Hochschulen begonnen. Erst war es der Genderismus, dann waren es Postcolonial Studies, dann kamen die kritischen Whiteness Studies sowie Critical Race Studies dazu und heute findet sich an Hochschulen ein Gemisch von antidemokratischen, zutiefst kollektivistischen Mystiken, die Studenten auswendig lernen und aufsagen müssen, um gute Noten zu bekommen. Hochschulen sind in weiten Teilen zu Kaderschmieden für Sozialisten verkommen, die Individualismus, Unabhängigkeit, Eigenständigkeit sowie die Ausdrucksform der drei, den Kapitalismus, hassen und darauf aus sind, alles zu zerstören, was nicht dem entspricht, was in der bornierten Enge ihres Gehirns Platz hat.

Der wohl perverseste Ausdruck, den der Hass auf alles, was die modernen Gesellschaften und damit die zumeist überflüssigen Gestalten an Hochschulen, die wir oben beschrieben haben, ermöglicht hat, sind die sogenannten Critical Race oder Whiteness Studies – absurde Ideen, nach denen heute lebende Generationen die Verantwortung für etwas tragen, von dem sich manche vorstellen, dass es sich Hunderte von Jahren vor ihrer Geburt ereignet habe, absurde Ideen, die behaupten, weiße Menschen seien notwendig rassistisch und das sei ihnen so lange unbewusst, bis es ihnen von Spinnern, die sich auch noch dafür bezahlen lassen, kenntlich gemacht wurde. Und es sind Ideen, nach denen das Weißsein ein Privileg sein soll. Wie idiotisch solche Ideen sind, das ist so offenkundig, dass man sich fragt, wie ein derartiger Blödsinn überhaupt in einer Gesellschaft Fuß fassen konnte. (Vielleicht hat ja einer unserer Leser eine Antwort darauf?)

Natürlich ist niemand, der heute lebt, für etwas verantwortlich, das er nicht selbst getan hat – schon gar nicht für ein Ereignis, das diejenigen, die versuchen, aus dem von ihnen erfundenen Schuldkomplex ein einträgliches Geschäft für sich zu machen, willkürlich aus der Geschichte gepflückt und, in Kombination mit einer wilden Interpretation, verzerrt haben.

Natürlich hat niemand, weil er weiß ist, Privilegien, sowenig wie Männer Privilegien haben, weil sie Männer sind.

Und natürlich ist niemand „unbewusst“ rassistisch. Rassismus ist ein Ismus, in dessen Kern ein Überzeugungssystem steht, das vollkommen irrelevant ist, wenn es sich nicht in Handlung niederschlägt. Wer rassistisch handelt, der diskriminiert in einer Handlung jemanden, weil dieser jemand zum Beispiel schwarzer Hautfarbe ist. Um dies zu tun, muss man eine Entscheidung treffen. Dass sich manche vorstellen können, dass man derartige Entscheidungen unbewusst trifft, sagt mehr über ihren geistigen Zustand und ihren Bedarf an psychiatrischer Betreuung aus, als dass es in irgendeiner anderen Hinsicht sinnvoll wäre.

Trotz dieser Offensichtlichkeiten florieren in bestimmten Kreisen die oben genannten Absurditäten, die alle zwei verbindende Glieder haben: Es sind durchweg kollektivistische Ideen, die von Personen geäußert werden, die keinerlei Respekt oder auch nur Empathie für Individuen haben. Da derartige Personen ihrerseits „Individuen“ sind, die offenkundig nicht in der Lage sind, sich als solche zu sehen, sondern eine Anbindung an eine Gruppe, ein Kollektiv benötigen, um die Ansicht zu entwickeln, etwas zu sein, ist das zweitbindende Glied ein Scheitern an den Entwicklungsaufgaben, die Menschen auf dem Weg zum Erwachsensein meistern müssen. Kurz: Unsinn wie die oben dargestellten Ideen kann nur jemand äußern, der eine Persönlichkeitsstörung entwickelt hat und diese nunmehr pflegt.

Was es für Hochschulen bedeutet, dass diese Persönlichkeitsstörungen vornehmlich in den Sozialwissenschaften, aber längst nicht mehr nur dort ausgelebt werden, kann sich jeder selbst ausmalen.

Schon vor genau zwanzig Tagen haben wir darüber berichtet, dass Donald Trump Bundesbehörden und nachgeordneten Institutionen untersagt hat, Mitarbeiter zu Trainings zu schicken, in deren Verlauf ihnen eingetrichtert werden soll, dass sie als Weiße privilegiert und inhärent rassistisch seien – der ganze oben beschriebene Unfug.

Nun, mit Datum vom 22. September, hat Donald Trump eine „Executive Order on Combating Race and Sex Stereotyping“ erlassen, die ein Ende der Förderung von Genderismus und Critical Race Theory / Critical Whiteness Studies und all ihren Perversionen, mit denen sie sich in modernen Gesellschaften bereits festgesetzt haben, bedeutet.

Die Executive Order geht deutlich über das oben angesprochene Verbot für Bundesbehörden und nachgeordnete Institutionen, die eigenen Mitarbeiter zu „Critical Race“-Trainings zu schicken, hinaus. Denn nunmehr wird Bundesbehörden, Bundesunternehmen und nachgeordneten Institutionen verboten, mit Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zu solchen Trainings schicken, Verträge abzuschließen.

Schlechte Zeiten für Ben & Jerry’s: Ihr Eis wird aus den Kantinen des US-Militärs und von US-Behörden verschwinden. Schlechte Zeiten auch für deutsche Unternehmen, deren CEOs gedacht haben, sich einem absurden Blödsinn anzudienen, weil Black Lives angeblich mattern sollen, sei eine gute Idee. Sie werden mit US-Behörden und dem US-Militär keine Verträge mehr schließen können.

Und ganz schlechte Zeiten für die Hochschulangehörigen, die sich von US-Steuerzahlern im Rahmen von Stipendien oder mit Forschungsmitteln des Bundes finanzieren lassen, um den oben beschriebenen Blödsinn zusammenschreiben und verbreiten zu können. Ihre Finanzierung ist nunmehr gestrichen. Vielleicht füllt ja George Soros die entstehende Lücke. Seine Open Society Foundations sind ja immer zur Stelle, wenn es darum geht, gesellschaftliche Gräben zu graben und Konflikte zwischen gesellschaftlichen Gruppen zu schüren.

Die Executive Order ist nicht nur wegen dieser umfassenden Beendigung aller Arten, in denen die Apologeten des neuen Rassenhasses es geschafft haben, sich von denen, die sie hassen, finanzieren zu lassen, bemerkenswert. Die Executive Order ist wegen ihrer Argumentation bemerkenswert. Eine Argumentation, die wir in groben Zügen hier wiedergeben:

Die Gleichheit aller Individuen ist bereits in der US-Verfassung festgeschrieben. Bei der Bewertung und Behandlung einer Person spielen weder Rasse noch Herkunft eine Rolle. Bevor Martin Luther King seinen Traum hatte, dass seine Kinder eines Tages nicht auf Basis ihrer Hautfarbe, sondern auf Basis ihres Charakters beurteilt werden, haben die US-Amerikaner einen blutigen Bürgerkrieg geführt, an dessen Ende die Abschaffung der Sklaverei stand. Seit Martin Luther King öffentlich geträumt hat, sind alle Maßnahmen, gegen die er zu Felde gezogen ist, verschwunden. Aufgetaucht sind dagegen Vertreter einer bösartigen Ideologie, die Menschen in Hierarchien einordnen, die auf deren sozialer Gruppenzugehörigkeit oder politischer Identität basieren, die behaupten, dass Menschen nur wegen ihrer Hautfarbe zu Unterdrückern oder Unterdrückten gehören, die die Gemeinsamkeit aller Individuen, Mensch zu sein, opfern, um ihre kollektivistischen und antiindividualistischen Ideologien, ihren Rassismus gehen Weiße durchsetzen zu können. Um dies tun zu können, lügen sie über die Vergangenheit und stellen eine geistige Eintracht mit Personen wie Stephen A. Douglas her. Douglas war ein Gegenspieler von Abraham Lincoln und im Gegensatz zu Lincoln der Ansicht, dass es eine Rassenhierarchie gebe, die Weiße oben sehe. Die Vertreter der bösartigen Ideologie, die sich „critical race theory“ nennt, sind derselben Ansicht. Sie sind Rassisten im Geiste mit Douglas. 

Diese bösartige und primitive Ideologie, nach der Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Hautfarbe bevorteilt sind und nach der sie aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Hautfarbe und nicht aufgrund ihrer Leistungen beurteilt werden sollen, hat sich wie ein Virus über Trainings in den US-amerikanischen Institutionen verbreitet. Deshalb ist die Executive Order von Trump so notwendig:

„But training like that discussed above perpetuates racial stereotypes and division and can use subtle coercive pressure to ensure conformity of viewpoint. Such ideas may be fashionable in the academy, but they have no place in programs and activities supported by Federal taxpayer dollars. Our Federal civil service is based on merit principles. Instructing Federal employees that treating individuals on the basis of individual merit is racist or sexist directly undermines our Merit System Principles and impairs the efficiency of the Federal service.“

(Auf Deutsch: „Aber ein Training wie das oben diskutierte festigt Rassenstereotypen und -unterschiede und kann von subtilen Zwangsmaßnahmen Gebrauch machen, um eine Übereinstimmung der Standpunkte sicherzustellen. Solche Ideen können an der Hochschule in Mode sein, aber sie haben keinen Platz in Programmen und Aktivitäten, die von föderalen Steuergeldern finanziert werden. Unser föderaler öffentlicher Dienst basiert auf Leistungsprinzipien. Föderalen Mitarbeiter darin zu unterweisen, dass eine auf individueller Leistung beruhende Behandlung von Individuen rassistisch oder sexistisch sei, untergräbt unser System, das auf den Prinzipien der Verdienste basiert, und beeinträchtigt den Wirkungsgrad des föderalen Dienstes.“)

Passagen wie diese sind dafür verantwortlich, dass Linke Donald Trump so sehr hassen. Denn hier werden die Gründungslügen von Genderismus und Anti-Rassismus von all den linken Gruppen, die versuchen, im Wettbewerb um Ressourcen, bei dem sie, wenn er auf Basis von Leistung geführt wird, keine Chancen haben, sich zu Opfern oder zu Sprechern für die Opfer erklären und von Steuerzahlern finanzierte Programme, wie das Professorinnenprogramm oder unzählige Förderprogramme, die Privilegien nicht aufgrund von Leistung, sondern aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung verteilen, initiieren, um sich gegenüber denen, mit denen sie nicht fair konkurrieren können, Vorteile zu verschaffen. 

Sie werden nicht nur offengelegt, sondern diese Form des Rent-Seeking, der Vorteilsnahme durch wenige auf Kosten von vielen, die die Gesellschaft zerstörende Ziele verfolgt, wird nun von Donald Trump vollständig für alle, die am Tropf von Bundesbehörden hängen, beendet.

Die Wirkung dieser Executive Order wird erheblich sein, und sie wird auch in Deutschland zu spüren sein, denn Unternehmen wie T-Online, Daimler, SAP, alle Unternehmen, die auf dem US-amerikanischen Markt aktiv sind und in vertraglichen Beziehungen zu einer Bundesbehörde, einer Bundesbank, dem US-Militär (in den USA und in Deutschland) stehen, müssen sich nun überlegen, was ihnen wichtiger ist: Virtue signalling in der Form, dass sie ihre Angestellten in absurde und blödsinnige Trainings schicken, damit sie dort ihren „unbewussten Rassismus“ entdeckt bekommen, oder Verträge mit der US Army, der US Navy, der Federal Bank, der CDC und und und.

Die Antwort auf diese Frage dürfte eindeutig sein.

Wir sehen das beschleunigte Ende von Genderismus und all den irrsinnigen Spielarten, die nach ihm kamen und allesamt das Bemühen, ihrer Klientel Positionen und Einkünfte zu verschaffen, die sie auf Basis von Leistung nicht erreichen können, und damit das Bemühen um die Zerstörung der Grundlagen demokratischer Gesellschaften gemeinsam haben.

„Executive Order on Combating Race and Sex Stereotyping“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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