05. August 2020

Ursachen für die Virus-Hysterie Überwindet die Corona-Angst!

Zeit zu leben, Zeit zu sterben – über die Allgegenwart des Todes

von Benjamin Kaiser

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Bildquelle: maxbelchenko / Shutterstock.com Corona-Hysterie: Die Angst fährt mit

Ist Covid-19 eine ernstzunehmende Gefahr, die jede staatliche Einschränkung der Freiheit rechtfertigt? Nach den Protesten diesen Samstag in Berlin wollen uns die Massenmedien das glauben machen. Aus Verantwortung für das Wohl aller muss der Staat hart durchgreifen und die Bevölkerung vor sogenannten „Covidioten“ schützen.

Dass Massenmedien und Politik damit so erfolgreich sind, hat seine Ursache in einem elementaren menschlichen Instinkt: der Angst vor dem Tod. Diese Urangst des Menschen ist das zentrale Rechtfertigungsmuster aller Corona-Maßnahmen. Die Angst vor dem Tod ist der Grund dafür, warum es den Massenmedien gelungen ist, Corona zu dem zu machen, was es heute ist: ein gefährliches Virus! Die Menschen fürchten sich, die Menschen haben Angst, sie schließen sich ein, sie tragen Masken, selbst da, wo sie es nicht müssten. Immer wieder sieht man Einzelne mit Maske Auto fahren. Rational ist so ein Verhalten nicht zu erklären. Wie sollte sich schließlich ein Einzelner in seinem eigenen Pkw mit einem Virus anstecken?

Doch Ängste sind nicht rational. Werden sie kollektiv geschürt, sind sie in der Regel kaum noch aufzulösen. Was also sagen, wenn einem im Bekanntenkreis ein verängstigter Mensch mit Maske begegnet?

Ich bin da auf einen schönen Text gestoßen. John Lennox zitiert in seinem Buch „Wo ist Gott in dieser Welt? … und was ist mit COVID 19?“ den Schriftsteller C. S. Lewis mit seinem während des Kalten Krieges geschriebenen Aufsatz: „Leben im atomaren Zeitalter“, das sich mit der Angst der Menschen vor einem Atomkrieg auseinandersetzt.

Wörter wie „Atombombe“ oder „Atomkrieg“ ersetzt Lennox durch „Coronavirus“ oder „Pandemie“ und gibt so dem Text von C. S. Lewis eine ganz neue Brisanz:

„Wir denken in gewisser Weise viel zu viel über das Coronavirus nach: ‚Wie sollen wir im Zeitalter der Pandemie noch leben?‘

Ich bin versucht zu antworten: ‚Warum? Genauso, wie Sie im 16. Jahrhundert in London ihr Leben gelebt hätten, als die Pest der Stadt jedes Jahr einen Besuch abstattete, oder wie im Zeitalter der Wikinger, als Plünderer aus Skandinavien jede Nacht landen und ihnen ihren Hals durchschneiden konnten oder, um konkret zu werden, so, wie Sie auch jetzt schon in einem Zeitalter der Krebserkrankungen, dem Zeitalter der Syphilis, dem Zeitalter der Luftangriffe und dem Zeitalter der Verkehrsunfälle leben.‘“

„In anderen Worten fangen wir also nicht damit an, unsere gegenwärtige Situation als etwas komplett Neues und noch nie Dagewesenes zu beschreien. Meine lieben Damen und Herren, glauben Sie mir, sie waren schon lange vor dem Auftreten des Coronavirus zum Tode verurteilt und ein nicht unerheblicher Teil von uns wird eines unangenehmen Todes sterben. Dabei haben wir gegenüber unseren Vorfahren einen nicht unerheblichen Vorteil: Schmerzmittel […]. Es ist also absolut lächerlich, jetzt herumzujammern und lange Gesichter zu ziehen, da das Coronavirus eine weitere Gefahr eines schmerzhaften und vorzeitigen Todes in eine Welt gebracht hat, die immer schon mit solchen Gefahren gespickt war und in welcher der Tod noch nie etwas war, das möglicherweise einmal eintrifft, sondern der Tod war in dieser Welt immer schon eine Gewissheit.“

„Das ist die erste Feststellung, die ich treffen muss: Nehmen wir uns doch bitte zusammen! Wenn wir schon alle am Coronavirus sterben, dann lasst uns doch zumindest, bis uns das Virus schließlich findet, vernünftige und menschliche Dinge tun – beten, arbeiten, lehren, lesen, Musik hören, die Kinder baden, Tennis spielen, bei einem Glas Bier und einen Dartspiel mit unseren Freunden quatschen – und nicht verängstigt zusammenkauern wie eine Schafherde, die den ganzen Tag über das Virus nachdenkt.Sie können vielleicht unsere Körper zerbrechen, aber wir dürfen nicht zulassen, dass sie unseren Geist beherrschen.“

Ich denke, mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

Da mir nur die englische Originalausgabe des Buchs vorlag, erfolgte die Übersetzung ins Deutsche durch mich, Benjamin Kaiser.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Radio Libertas“.


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