10. März 2020

Staatlicher Umgang mit Corona Was hinter der Virus-Fassade alles möglich wird

Angst funktioniert für die Politik immer

von Frank Jordan

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Bildquelle: shutterstock Alles nur Corona schuld: Börsencrash

Das neuartige Virus wütete in China bereits seit zwei Monaten und hatte Tausende Todesopfer und Zehntausende Infizierte zur Folge, was unsere Behörden und Politiker nicht davon abhielt, bis vor Wochenfrist zu verkünden, hier in Europa würde sich das Virus anders verhalten als „dort drüben“ – würde sich durch eine nur ihnen bekannte Magie benehmen wie eine Grippe Marke „harmlos“. Eine Armlänge Abstand genüge vollauf und Panik, wie man sie in Asien aus guten Gründen sehen könne, sei vollkommen unangebracht und grenzdebiles Prepper-Niveau. Und jetzt soll auf einmal alles anders sein.

Oder anders gesagt: Stellt man das seit bald zwei Monaten verfügbare Informations- und Bildmaterial aus China, die Berichterstattung weltweit, das Verhalten der Anrainerstaaten betroffener Länder sowie die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Coronavirus dem Umgang der hiesigen Behörden mit demselben gegenüber, dann kommt man zu dem Schluss, dass es im Fall Letzterer nur zwei Optionen gibt, die Verhalten und Maßnahmen erklären: grobe Fahrlässigkeit oder böser Wille. Dazwischen ist nichts.

Grenzen werden nicht geschlossen, der Flugverkehr geht fast unvermindert weiter, getestet wird nicht. Jetzt ist das Virus halt da und fordert erste Todesopfer, die Infektionszahlen steigen exponentiell, und die „gute Vorbereitung“ erweist sich als ungenügend. Was noch vor zwei Monaten als Verschwörungstheorie abgehakt wurde, dass nämlich Ausmaß und Auswirkung der Epidemie aufgrund der Erfahrungen in China erst Ende Mai realistisch eingeschätzt werden können, weil dann der frühestmögliche Zeitpunkt eines Krisenhöhepunkts erreicht sei, gilt jetzt als gegeben. Hoppla – konnte ja keiner ahnen.

Meine persönlichen Verschwörungstheorie-Favoriten bleiben indes dieselben, wie sie in der bei Lichtschlag publizierten Jordan-Romantrilogie „Die Ministerin“, „Der Fonds“ und „Das Attentat“ unter anderem anhand eines „Virus-Szenarios“ skizziert wurden: Im Schatten der Angst, die sich breitmacht, verliert alles andere an Dringlichkeit und Wichtigkeit. Und genau das kann zurzeit beobachtet werden: Die Bevölkerung wird darauf eingeschworen, dass harte Einschnitte in die bürgerlichen Freiheiten notwendig sein werden, um als „wehrhafte Demokratien“ gegen die Gefahr anzukämpfen. Ein Beispiel lieferte der zurzeit medial gefragte Experte Marcel Salathé, Professor an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) und Leiter des dortigen Digital Epidemiology Lab: „China hat die unverhinderte Verbreitung gestoppt. Daraus können wir lernen. Klar: Das wurde mit relativ drakonischen Maßnahmen gemacht. Viele sagen, in der Schweiz kann man das nicht. Aber ich glaube, eigentlich schon.“

Das glaube ich auch. Denn bereits jetzt wird das Virus optimal ausgenutzt und werden „Entscheidungen“ gefällt, wie sie noch vor Monatsfrist ohne lästigen demokratischen Diskurs oder gar Aufschrei nicht möglich gewesen wären. Und es spielt dabei absolut keine Rolle, woher das Virus kam, ob es synthetisch oder teilsynthetisch ist oder nicht (Labor Wuhan, Verschwörungstheorie), ob seine „Freilassung“ ein Unfall oder Vorsatz war (beides Verschwörungstheorien) und wie schädlich/gefährlich es in Wirklichkeit ist. Es „funktioniert“ – Angst funktioniert für die Politik immer:

Der Green Deal der EU, im Rahmen dessen 1.000.000.000.000 Euro Steuergelder in die Rettung des „Klimas“ investiert werden sollen und der Brüssel sowie nationalen Regierungen im Schatten der EU massiv erweiterte Durchgriffsrechte gewährt, wird ohne großes mediales Echo rechtskräftig.

In die Eigentumsrechte von Firmen wird durch Ausfuhrstopps für Schutzausrüstung eingegriffen. Merke: Es spielt keine Rolle, wer der Form nach Besitzer der Produktionsmittel ist – entscheidend ist, wer sie kontrolliert. Und hier wurde die Kontrolle gerade, ohne dass es Widerworte gegeben hätte, vom Staat übernommen.

Die Wirtschaft bricht ein, die Börsen stürzen ab, und man hat den perfekten Schuldigen – es ist nicht die permanente „Krisen-Geldpolitik“ der letzten Jahre, die genau diesen Absturz so gut wie sicher gemacht hat. Es ist das Virus. Nur das Virus. Neue unkonventionelle Maßnahmen der Zentralbanken – tiefere Zinsen beziehungsweise Negativzinsen, Anleihekäufe, Bereitstellung von Notkrediten und damit weitere Währungsabwertung und Enteignung von Sparern und Geldhaltern – werden gefordert, angekündigt oder bereits umgesetzt.

Die Abstimmung über das Verfassungsreferendum in Italien zur Reduktion der Anzahl der Parlamentarier wird verschoben. Ein neues Datum wird nicht festgesetzt. Gewonnen wird Zeit. Zeit ist im Zirkus des Politischen eine der wichtigsten Währungen.

Forderungen nach Unterstützung der Wirtschaft in der Krise, aber auch aller anderen Branchen (zum Beispiel der Kulturszene) werden laut und treffen auf entsprechende Bereitschaften der Regierungen. Leichter konnte man eine Wirtschaft noch nie direkt mit (Helikopter‑) Geld versorgen.

Nach China empfehlen auch der Iran und die Uno der Bevölkerung, auf die Nutzung von Münzen und Noten zu verzichten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Daran zum Beispiel, dass IWF, Zentralbanken und NGOs seit Jahren an Konzepten zu effizientem Decashing zwecks Durchsetzung robusterer Negativzinsen und besserer Kontrolle zum „Schutz der Bürger vor Terrorismus und organisierter Kriminalität“ arbeiten.

In der fiktionalen Story meines Romans „Das Attentat“ sind das Virus und seine Verbreitung eine Operation unter falscher Flagge. Im Rahmen der totalen Rettung wird all das Obengenannte und mehr noch „durchgespielt“. Am Ende verdichten sich die „Ermittlungen“ zu der Erkenntnis, dass das Virus seinen Ursprung in Russland hat, was einen Militärschlag gegen das Land rechtfertigt, an dessen Grenzen bereits heute und in der Realität die größte amerikanische Streitmacht seit dem Zweiten Weltkrieg steht.

Frank Jordan: „Die Ministerin“ (amazon.de)

Frank Jordan: „Der Fonds“ (amazon.de)

Frank Jordan: „Das Attentat“ (amazon.de)

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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