03. Januar 2020

Pressemitteilung des Hayek-Clubs Münsterland Freiheitswerte: Seminar zur Einführung in die Österreichische Schule am 22./23. Mai 2020 in Münster

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von Redaktion eigentümlich frei

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Bildquelle: LSE Library/Wikimedia Commons Wollte das Wissen um die „Wiener Schule“ zurückbringen: Friedrich August von Hayek (1899-1992)

Der Hayek-Club Münsterland e.V. wird am 22./23. Mai 2020 im Hotel Münnich in Münster ein Seminar zur Einführung in die Österreichische Schule veranstalten. Mit an Bord werden die Dozenten Prof. Dr. Thorsten Polleit und Dr. Michael von Prollius sein. Die akademische Leitung hat Prof. Dr. Ulrich van Suntum inne.

Es gibt mittlerweile über 40 Hayek-Clubs in Deutschland mit sehr unterschiedlicher Ausrichtung und Größe. Das gemeinsame Ziel aller Clubs ist die Verbreitung der Lehre von Friedrich August von Hayek und weiterer Ökonomen der Österreichischen Schule.

Das Wissen um die sogenannte „Wiener Schule“, nach der Hauptstadt Österreichs benannt, weil hier der Grundstein zur Lehre gelegt worden war, ist in Deutschland spätestens seit der Weimarer Republik verlorengegangen. Friedrich August von Hayek war sehr bemüht darum, dieses Wissen zurückzubringen, musste aber feststellen, dass die meisten Ökonomen dem Keynesianismus folgten. Im Deutschland der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gab es kaum noch Vertreter des Liberalismus. Bei den Ordoliberalen sind Ludwig Erhard und Wilhelm Röpke zu nennen, die in Kontakt mit Hayek standen. Immerhin wurde die Wirtschaftspolitik von Ludwig Erhard zum erfolgreichen Wirtschaftsmodell, zuletzt angewendet in Neuseeland.

Ludwig von Mises war in die Vereinigten Staaten emigriert, weswegen die USA die neue Heimat für den Liberalismus wurden. Bekannte Schüler von Mises waren Murray Rothbard und dessen Zögling Hans-Hermann Hoppe. Mises steht für eine wesentlich klarere Linie im Liberalismus; vor allem die Praxeologie hebt ihn von anderen Ökonomen ab. Währenddessen suchte Hayek immer auch einen Weg, den Liberalismus mit der Realpolitik zu verbinden, und war im Zuge dessen zu Kompromissen bereit.

1974 erhielt Hayek zur eigenen Überraschung den Wirtschaftsnobelpreis, 1992 verstarb der große Denker.

Die Lehre hatte es nicht geschafft, zum alten Glanz zurückzukehren, die sie in den 1920er Jahren noch hatte. Es gibt in Deutschland keine Fakultät mit dem Schwerpunkt „Österreichische Nationalökonomie“, bestenfalls gibt es Kurse eingebettet in die Volkswirtschaftslehre.

Immerhin gibt es diverse Institutionen wie die Hayek-Gesellschaft in Berlin, die sich um die Bildung junger Menschen sehr bemüht.

Der Hayek-Club Münsterland e.V., in dessen Vorstand unter anderem Prof. Dr. Ulrich van Suntum sitzt, hat sich aufgeschwungen, dem Wissensmanko entgegenzuwirken. Üblicherweise werden im Club Vorträge oder Publikumsdiskussionen, wie zum Beispiel im Juli 2019 mit Claudio Grass und dem Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler („Der Euro-Kollaps“) abgehalten.

Diesmal geht der Hayek-Club einen Schritt weiter und bietet ein zweitägiges Seminar zur Wissensvertiefung oder zur Grundlagenbildung an.

Der Titel des Seminars lautet: „Wege aus der Knechtschaft: Freiheitswerte – Die Antwort der Österreichischen Schule auf Sozialismus, die Geldflut der EZB und Voodoo-Ökonomie“. Dies ist eine Anspielung auf den Bestseller von Hayek, mit umgekehrten Vorzeichen, denn nach unserer Meinung befinden wir uns tief im Sozialismus.

Den Teilnehmern werden die Grundlagen der Geld‑, Zins- und Kapitaltheorie vermittelt. Ein großer Block widmet sich der Auseinandersetzung mit dem Keynesianismus und der aktuellen Wirtschaftspolitik.

Interessenten können sich das gesamte Programm nebst Anmeldung unter dem unten angegebenem Link herunterladen.

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Hayek-Club Münsterland e.V.

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