13. November 2019

Kampf gegen den Klimawandel und gegen „rechts“ Deutschland, irres Vaterland

2019 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Deutschen endgültig den Verstand verloren

von Frank W. Haubold

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Bildquelle: Alexandros Michailidis / Shutterstock.com Inzwischen wieder auf den Klimarettungszug aufgesprungen: Carola Rackete

Ein Schriftsteller, der noch ausgangs des 20. Jahrhunderts die bundesdeutsche Realität des Jahres 2019 als Zukunftsvision beschrieben hätte, wäre entweder ausgelacht oder für verrückt erklärt worden.

Wie hätte er dem Leser auch plausibel machen können, dass relevante Teile der Bevölkerung einer von einer gestörten Halbwüchsigen (und ihren Einflüsterern im Hintergrund) angefachten Kampagne verfallen, darunter Hunderttausende von Medien und Lehrerschaft aufgestachelte Schulkinder, die bar jeglicher Sachkunde gegen die angeblich drohende Klimakatastrophe in den Schulstreik treten. Dass besagte Katastrophe eine reine Fiktion ist, behaupten indes nicht nur die als „Klimaleugner“ verunglimpften Skeptiker, sondern lässt sich auch an den besonnenen Stellungnahmen etablierter Klimaexperten wie den Professoren Jochem Marotzke und Hans von Storch entnehmen.

Nur ficht das weder die Initiatoren und Propagandisten der Kampagne noch deren gläubiges Publikum an, dessen intellektuelle Verfassung den Schluss zulässt, dass materieller Wohlstand und Intelligenz bestenfalls Stiefgeschwister sind. Was ist beispielsweise von Eltern zu halten, die ihren hoffnungsvollen Nachwuchs mit Plakaten wie „Destroy my pussy, not my earth!“ (für Schöngeister eigentlich unübersetzbar) auf die Straße lassen? Oder von Mitbürgern, die im Land mit einer der höchsten Abgabenquoten weltweit und horrenden Energiepreisen eine zusätzliche Kohlendioxidsteuer fordern? Dass die der Untätigkeit gescholtene Politik diese Steilvorlage auch angesichts der Multimilliardenkosten für den Unterhalt importierter Leistungsempfänger dankbar aufnahm, war dann fast zwangsläufig.

Sachliche Einwände wie der, dass die Bundesrepublik nur für zwei Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich ist (bei durchaus sinkender Tendenz) und dem globalen Klima die deutsche Selbstkasteiung herzlich gleichgültig ist, verfangen naturgemäß nicht bei einer Bevölkerung, die die Realität propagandabedingt weitgehend ausblendet.

Wenn es dazu noch eines Beweises bedurft hätte, wäre dieser die kollektive Begeisterung für eine junge Dame namens Carola Rackete, deren Passion zunächst dem Computerspiel „World of Warcraft“ galt (womit sie wenigstens keinen Schaden anrichtete), bevor sie beschloss (oder ihr nahegelegt wurde), sich unter anderem als „Seenotretterin“ in den Dienst des vermeintlich Guten zu stellen. Weniger wohlwollend könnte man allerdings postulieren, dass besagte „Seenotrettung“ vornehmlich darin bestand, in mutmaßlicher Absprache mit libyschen Schlepperbanden überwiegend nicht asylberechtigte, zumeist männliche Afrikaner nach Europa zu befördern, darunter offenbar auch Folterer und mutmaßliche Mörder. Aber mit derlei Details beschäftigt sich der fortschrittliche Bundesbürger nur ungern, so dass die Vorwürfe aus Italien der Popularität der eloquenten Dame, die inzwischen wieder auf den Klimarettungszug aufgesprungen ist, keinerlei Abbruch taten.

Interessanterweise ist der selbstzerstörerische Wahnwitz in unserem Land jedoch nicht auf die Masse der Mediengläubigen beschränkt. In der Politik kann das angesichts der jahrzehntelangen Negativauslese und Protagonisten wie Merkel, AKK, Stegner, Lauterbach oder gar Chebli kaum verwundern, von den grünen Studienabbrechern (nein, einige haben tatsächlich einen Abschluss) ganz zu schweigen.

Was aber das Management eines Weltkonzerns wie VW dazu bringt, auf das kaum marktfähige Pferd Elektromobilität zu setzen und stolz ein 45.000 Euro teures Elektroauto als Modell der Zukunft vorzustellen, für das es nie einen relevanten Markt geben wird (es sei denn, durch staatliche Repression und horrende Kaufzuschüsse), will sich mir partout nicht erschließen. Schon heute müssen Autozulieferer Personal abbauen oder ganz schließen, während Angela Merkel im fernen Indien „Fachkräfte“ anwirbt, und es ist absehbar, dass die gesamte Branche den sinnfreien Abschied vom Verbrennungsmotor nicht überleben wird, aber die Konzernlenker, die durchaus die Möglichkeit hätten, gegenzusteuern, kriechen brav vor dem politmedialen Komplex zu Kreuze und pfeifen auf ihre wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

In einem ist der mediengestählte Bundesbürger jedoch gnadenlos, im Kampf gegen „rechts“, paradoxerweise der einzigen Gefahr, die ihm tatsächlich Angst macht. Nach den letzten drei Landtagswahlen weiß er nun auch, dass der Feind nicht nur rechts, sondern auch im Osten steht (dem er im Übrigen nie getraut hat), und so empören ihn nicht etwa die 46.000 einheimischen Opfer von Zuwandererkriminalität allein 2018, sondern ausschließlich die beiden mutmaßlich rechtsextremen Anschläge der letzten Wochen und Monate. Fairerweise muss man dazu allerdings anmerken, dass deren mediale Präsenz auch weitaus höher war als die der unzähligen Gewalttaten der obengenannten Klientel. Dass der Fall Lübcke eine ganze Reihe von Ungereimtheiten aufweist, die fatal an den NSU-Komplex erinnern, und der Anschlag von Halle von einem offensichtlich gestörten Soziopathen ohne Verbindung zur rechten Szene verübt wurde, ficht ihn dabei nicht an (sofern er überhaupt davon weiß). 47 Prozent der Bundesbürger glauben gemäß einer Umfrage, dass die größte Gefahr für die Demokratie der Rechtsextremismus sei, und das, obwohl die amtlich registrierte Zahl islamistischer Gefährder (690) mehr als zehn Mal so hoch ist wie die der rechtsextremistischen (43). Schuld an allem ist natürlich die AfD, das sagen ja auch Sarah Connor, Grönemeyer und Böhmermann, die es schließlich wissen müssen...

So weit der Blick ins Irrenhaus Deutschland, und da sich der Tag dem Ende zuneigt, singen wir jetzt alle gemeinsam das Nachtlied des Michels:

Für Greta und Rackete

ich jeden Abend bete.

Dank „Tagesschau“ und „heute“

hass ich die rechte Meute

und spare tüchtig CO2.

Wenn man mich ruft, bin ich dabei.

So schlaf ich ruhig in der Nacht,

denn über mir Frau Merkel wacht.

„Dresdner Neueste Nachrichten“: „Vorwurf: Folterer kamen mit Kapitänin Rackete nach Italien“

„Zeit Online“: „Mehrheit der Bevölkerung sieht die Demokratie in Gefahr“

„Zeit Online“: „Nur 43 gefährliche Rechtsextremisten in Deutschland? Eher nicht“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Geolitico“.


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