18. Oktober 2019

Forderungen nach strengeren Schusswaffengesetzen Schaffen Waffenverbote Sicherheit?

Sie dienen nur dem Gewaltmonopolisten

von Frank Jordan

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Bildquelle: shutterstock Dienen dem Schutz: Schusswaffen

Szenerie 1: Ein schwerbewaffneter Mann geht durch die Straße. Er gibt Schüsse auf ein Haus ab und erschießt eine Person. Menschen schreien, rufen die Polizei, filmen. Der Mann geht weiter und nimmt einen Laden unter Beschuss. Er erschießt eine weitere Person. Polizei trifft ein. Der Mann flieht. Er bedroht und gefährdet Menschen und stiehlt ein Fahrzeug. Während anderthalb Stunden ist der Mann auf der Flucht. 700 Polizisten sind im Einsatz. Der Mann stirbt schließlich bei einer Frontalkollision.

Szenerie 2: Ein schwerbewaffneter Mann geht durch die Straße. Er gibt Schüsse auf ein Haus ab und erschießt eine Frau. Mindestens die Hälfte aller Autofahrer und Passanten ballern auf den Mann los. Er ist sofort tot.

Sowohl in Szenario 1 als auch in Szenario 2 rufen Politiker, Medien und eine Mehrheit sofort nach strengeren Waffengesetzen. Nach Waffenverboten. Waffenverbote würden endlich die totale Sicherheit schaffen, sagt man uns. Das ist Schwachsinn.

Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb der Sklavereigegner und Anarchist Lysander Spooner (1808-1887): „Waffen zu verbieten, weil Kriminelle sie benutzen, bedeutet, den Gesetzestreuen zu erzählen, dass ihre Rechte und Freiheiten nicht von ihrem eigenen Verhalten abhängen, sondern von dem der Schuldigen und der Gesetzlosen.“ Damit ist eigentlich alles gesagt.

Denn genau das passiert, wenn man den Leuten Waffen verbietet. Wer einen IQ knapp über dem einer Salatschleuder hat, wird sich, wenn er will, illegal eine Waffe besorgen können. Außerdem zeigen sämtliche verfügbaren Zahlen: Die höchste Dichte an Taten mit Waffeneinsatz gibt es in jenen Staaten, die die restriktivsten Waffengesetze haben. Im Gegenzug ist dort die Anzahl der Taten mit Schusswaffen am geringsten, wo die liberalsten Waffenrechte den privaten Waffenbesitz erleichtern.

Wäre es nicht so, müsste sowohl die Schweiz als auch Israel und andere Staaten zu den barbarischsten der Welt gehören. Ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Der Grund: Der überwältigende Teil der Menschen, die eine Waffe besitzen wollen, tun dies, um sich und andere zu schützen und zu verteidigen, und nicht, um irgendjemanden anzugreifen.

Wenn einer ausschließlich angreifen will, dann kann er das – wie gesagt – mit einer illegalen Waffe, einem Auto, einem Messer oder indem er einen Brand legt. Fazit: Ein Waffenverbot dient nicht dem normalen Bürger, sondern einzig jenen, die das Gewaltmonopol beanspruchen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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