09. Oktober 2019

Lkw-Anschlag in Limburg Kraftfahrer gesucht!

Integration als Bereicherung

von Archi W. Bechlenberg

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Bildquelle: shutterstock Überall gesucht: Kraftfahrer

„Kraftfahrer werden überall gesucht!“, simpelte die Kanzlerin im September 2016 und regte an, dass es für die Umschreibung von orientalischen Führerscheinen in nicht-ganz-so-orientalische Fahrlizenzen ein Darlehen geben solle, das es den Chauffeuren, die noch nicht so lange hier fahren, erleichtern könne, ganz legal auf deutschen Straßen unterwegs zu sein.

Nun weiß man von Bildern, die IS-Konvois zeigen (vorübergehend außer Betrieb), dass auch Wüstensöhne durchaus mit dem Steuerrad umzugehen wissen, aber es gelten hierzulande doch einige Regeln, die im Orient unbekannt sind. Dass zum Beispiel auch Ungläubige ein Vorfahrtsrecht haben können, muss den Neuhinzugekommenen klargemacht werden. Letztendlich darf es sich bei der Umwidmung eines Führerscheins wirklich nur um einen lästigen, wenn auch traditionell-deutschen Verwaltungsakt handeln. Damit dieser ganz abgeschafft werden kann, müssen noch einige Gespräche geführt werden; Gespräche, die überfällig sind. Alleine schon die Vorschrift, dass von rechts Kommende Vorfahrt haben, bedarf einer dringenden Revision.

In einem irrte die Kanzlerin allerdings: Nicht überall werden Kraftfahrer „gesucht“. Der wegen Bagatelldelikten (Körperverletzung, Drogenvergehen und Ladendiebstahl) polizeibekannte Syrer, der nun im beschaulichen Limburg einen „Zwischenfall“ („Die Welt“) mit einem „geklauten“ („Bild“) Lastkraftwagen verursachte, musste anschließend nicht gesucht werden, er saß „Auaauh!“ (nicht „Allahu Akbar!“) rufend im Führerhaus des Diesels und wurde umgehend notversorgt.

Nachdem es zunächst eine Nachrichtensperre gab, da die Hintergründe des Remplers noch „völlig unklar“ („Welt“) sind, sind die Hintergründe derzeit völlig unklar. War es psychisches Versagen? Herzliches Versagen? Bremsversagen? Sagen Sie nichts, das wäre reine Spekulation. Jetzt gilt es erst einmal, dem Fahrer und seinen Angehörigen aufrechtes Mitgefühl auszusprechen. Ach ja, ein paar andere sind auch betroffen, denen sei meinetwegen auch kondoliert.

Es ist zu befürchten, dass insbesondere die Sachsen die Sache instrumentalisieren werden, hier gilt es vor allem seitens des Bistums Humbug, der Hetze entgegenzutreten. Immerhin hat der irrlichternde Fahrer, dessen Migrationshintergrund mit dem Bumser nichts zu tun hat, mindestens einen Diesel und etliche Benziner, darunter vermutlich auch SUV, von der Straße geschafft, das sollte im Kohlendioxid-Zeitalter unbedingt zu seinen Gunsten angeführt werden. Zumal der „mutmaßliche Dieb“ („Morgenmagazin“) offenbar konsequent und mit fester Entschlossenheit gehandelt hat, laut Schweizer Feindpresse habe er versucht, gleich mehrere Lkw zu klauen. Wenn das keine Eigeninitiative ist! Statt Ausgrenzung ist hier unbedingte Fernstenliebe angebracht, wir müssen, wie die Kanzlerin es formuliert hat, „Integration als Bereicherung verstehen, als Neugierde und Aufeinanderzugehen.“


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