23. Juli 2019

Kristin Joachim fordert in den „Tagesthemen“ Maßnahmen gegen den Klimawandel Deutschland steht dritte Totalitarismuswelle bevor

So viel Korruption und Nepotismus in Politik und Presse sind nicht mehr normal

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: shutterstock „Funktioniert nicht über Freiwilligkeit“: Mensch

Wetten, dass „wir“ rein zufällig in die nächste Diktatur „hineinschlittern“ werden? Und wenn ich „zufällig“ sage, meine ich: ganz kopf- und konzeptlos? Also ohne jede Strategie? Ohne, dass irgendjemand auch nur ansatzweise gewusst oder auch nur geahnt haben könnte, was passieren würde? Wirklich niemand, keine Menschenseele?

Da ich davon ausgehe, dass ef-Leser den einen oder anderen Online-Artikel mancher Kollegen von eigentümlich frei sowie meine eigenen zu diesem Thema gelesen haben, in denen die Hintergründe des Propaganda-Narrativs vom „menschengemachten Klimawandel“ und dem fiskalischen Beuteschema namens „Kohlendioxidsteuer“ bereits erläutert wurden (und nicht nur hier, sondern auch auf anderen Portalen), erspare ich mir die Wiederholung der entsprechenden Quellen und Zitate aus prominentem Munde. Mit einer Ausnahme vielleicht, nämlich der Äußerung des ehemaligen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), Michail Gorbatschow: „Die Bedrohung durch die Umweltkrise wird der internationale Katastrophenschlüssel sein, der das Tor zur Neuen Weltordnung aufschließt“ (zitiert nach Larry Bell, „Climate of Corruption: Politics and Power Behind the Global Warming Hoax“).

Um das eigentliche Ziel noch mal in Kurzform zu wiederholen: Es handelt sich um eine moderne Variante des „Ablasshandels“. Zahle jetzt für deine Klimasünden, um nicht im klimakatastrophalen Fegefeuer schmoren zu müssen! Fürchte dich! Und da diese mit aller politmedialen Manipulationsmacht – vor allem massenmedialer Manipulationsmacht – herbeigeschriebene Krise, wie Gorbatschow richtig hervorhob, global sein soll, geht es dabei nicht etwa nur um Kleckerbeträge, also ein paar dürftige Millionen oder Milliärdchen, sondern um Billionensummen pro Jahr. Schmackofatz! Wer möchte sich so was entgehen lassen?

Auch zu den ideengeschichtlichen Ursprüngen dieses Narrativs, die vor allem in einer Denkfabrik namens „Club of Rome“ zu suchen sind, des Weiteren in den (bereits widerlegten) Vorstellungen eines Thomas Malthus sowie einiger anderer politischer Philosophen und Ökonomen, wurde schon viel publiziert. Man braucht die Bücher nur zu lesen, man braucht sich nur mit den dazu verfügbaren Meinungen auseinanderzusetzen.

Genau das findet in der westlichen Wiedergängerin der KPdSU dieser Tage, also der „Kaderpresse der Sowestunion“, leider nicht mehr statt. Im Gegenteil sogar: Der Propagandadruck wurde unlängst noch mal kräftig erhöht. Wurde noch vor wenigen Monaten die Frage gestellt, ob ein solches fiskalisches Beuteschema wirklich sinnvoll sei, also eine Bepreisung beziehungsweise Besteuerung der Atemluft auf ungesicherter, vermeintlich „einhelliger“ wissenschaftlicher Basis (also des vielzitierten „Konsenses“, den es nicht gibt), sind – zumindest laut „Bild“-„Zeitung“ – „wir“ uns nunmehr einig: Ja, das fiskalische Beuteschema muss unbedingt her! So hieß es in der „Bild“: „Wir Bürger sind viel weiter als die Politik! Jeder zweite ist bereit, für die Rettung des Klimas mehr Steuern zu zahlen! Im Schnitt sogar 32 Euro monatlich!“

Jawoll! Stillgestanden! Wir sind bereit! Das ist – politisch beabsichtigtes Wortspiel – alternativlos! Es gibt keinen anderen Weg mehr, sonst werden „wir“ alle verbrennen. Da ist sich die (massenmedial höchst selektiv gefilterte) „Welt der Wissenschaft“ absolut einig! Oder wie der wirre Blauhaarige mit dem grünen Schuh seinen Followern vorflötete: Es gebe dazu „nur eine legitime Meinung!“ Alles andere laufe auf Zersetzung der Einheit und Reinheit der Volksmeinung hinaus, also des „Wir“ (siehe „Bild“-„Zeitung“).

Nun verstieg sich eine andere Volkspädagogin für richtiges Denken im klimaleugnenden falschen zu ganz erstaunlicher, geschichtsvergessener Nostalgie. Die Rede ist von der Hauptstadt-Korrespondentin der politisch erwünschten „Tagesthemen“ des veröffentlichten Meinensollens, Kristin Joachim. Äußerungen, die für einigen Wirbel sorgten, was angesichts der Geschichte totalitärer Systeme, vor allem aber mit Blick auf die Ursachen ihrer Entstehung, vor allem die massenpsychologischen Manipulationsstrategien zur Assimilation in ein zwecks erleichterten Massenmanagements ver-„wir“-tes Kollektiv ja auch nur zu verständlich ist.

Oha, aller schlechten, die nächste Diktatur anbahnenden Dinge sind drei. Erstens: „Fliegen muss teurer werden. Und zwar ordentlich.“ Zweitens: „Der Mensch funktioniert eben nicht über Freiwilligkeit. Er will gezwungen werden.“ Drittens: „Ja, das stimmt. Aber Fliegen ist auch kein Grundrecht.“ (Zitiert nach dem „Focus“-Artikel „Journalistin lässt Spruch zur CO2-Steuer ab – Zuschauer sind wütend“ vom 21.07.2019.)

Die dritte Äußerung Joachims bezog sich auf den höchst verständlichen Einwand, eine solche Verteuerung könne darauf hinauslaufen, dass ärmere Menschen sich Fliegen nicht mehr leisten könnten.

Chapeau, kann ich dazu nur sagen. Nichts gelernt aus der Geschichte. Null. Nada.

Da wird einfach auf Basis einer sehr wohl streitbaren Theorie beziehungsweise eben des Narrativs, der Mensch sei für die angebliche „Klimakatastrophe“ verantwortlich, einfach mal politischer Zwang gefordert. Eine Debatte diesbezüglich findet nicht mehr statt. Und wird sogar unterdrückt, denn andersmeinende, also das tausendjährige heilige Klimareich kohlendioxidbefreiter Globalnation zersetzende Ansichten zahlreicher Naturwissenschaftler aus fachfremden Ressorts wie Physik, Geologie und Meteorologie sowie Klimatologie kommen so gut wie gar nicht mehr zu Wort (von verirrt-vereinzelten Ausnahmetätern abgesehen).

Eigentlich wäre das ja mal wieder ein hübscher Skandal, wäre die Mainstreampresse dieses Landes nicht schon seit geraumer Zeit ohnehin nur noch ein einziger. Und das bekanntlich nicht nur zu Themen wie dem römergemachten Clubwandel zum Aufbau eines totalitären Systems unter dem Tarnmäntelchen angeblicher „Weltrettung“ sowie ökologischer Wohltaten. Die sogenannten „Experten“ und prominentesten Fachleute, die zur Unterfütterung und Bestätigung von der KPdSU herangezogen und zitiert werden, sind zudem durch die Bank Mitglieder eben jener Denkfabriken oder globalistischer Institutionen wie zum Beispiel des IWF, der Weltbank, des IPCC, also des schon öfter der Manipulation und der Lüge überführten „Weltklimarates“ und vor allem auch jenes „Club of Rome“, in dem die Grundlagen dieser „globalen Umweltkrise“ ausgearbeitet wurden.

Wenn Sie gestatten, werte Leser, würde ich diesen Kolumnenbeitrag zum Abschluss gerne mit einem weiteren Zufall nepotistischer Prägung krönen.

Montag, 22. Juli 2019. Ebenfalls im „Focus“. Schlagzeile: „Deutschland steht vierte Hitzewelle bevor: ‚Das ist nicht mehr normal‘“. Und weiter: „Dies sei auch eine Folge des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung.“ Behalten Sie das Argument der „Überbevölkerung“ bitte im Hinterkopf.

Denn jetzt verrate ich Ihnen, welcher Experte hier zitiert wurde: ein Herr namens Mojib Latif. Brauche ich allen Ernstes noch zu erwähnen, welche Position Latif bekleidet? Ich meine, rein zufällig? Eben. Das denke ich auch nicht. Na gut, für alle, die es sich vielleicht noch nicht denken können, und zwar laut gähnend: Latif ist Präsident der „Deutschen Gesellschaft Club of Rome“.


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