10. Juni 2019

Klimaschutzpolitik Die Welt will betrogen werden

Nicht Wissen wird vermittelt, sondern Glauben

von Klaus Peter Krause

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Bildquelle: shutterstock Nicht wissenschaftlich, sondern religiös: Klimaschutz

Immer wieder, immer noch: die Klimaschutzpolitik. Bis zum Überdruss. Unzählige Beiträge unter diesem Stichwort finden Sie auf dieser Webseite. Und doch muss das Thema auch hier weiterhin behandelt werden; es ist mit seinen ruinösen Folgen für unser Land, für die anderen europäischen Länder und für die Menschen einfach zu wichtig, der Überdruss gegen das aufklärende ständige Warnen also zu ertragen. Es liegt gut zwölf Jahre zurück, dass die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) einmal auch über die Gegenbewegung informiert hat – wenn auch irreführend und ironisch herablassend. Die Überschrift damals lautete: „Ist der Klimawandel nichts als Schwindel?“ Das erweckt unterschwellig den Eindruck, als würden die Kritiker der Klimaschutzpolitik einen Klimawandel leugnen, also Klimaveränderungen, die es in der Erdgeschichte immer wieder gegeben hat und weiterhin geben wird. Sie leugnen ihn keineswegs, natürlich nicht, Klimawandel ist keineswegs Schwindel.

Nicht Schwindel nur, sondern massiver Betrug

Wirklicher Schwindel ist dagegen für die Kritiker die praktizierte Klimaschutzpolitik. Schwindel ist die Behauptung der Klimaschützer, das von Menschen emittierte – anthropogene – Kohlendioxid heize die Erde auf und die Erderwärmung lasse sich verhindern, wenn der Mensch die Erde vom anthropogenen Kohlendioxid befreie. Auch ist es nicht bloß harmlose Schwindelei, was sie mit dem vorgeblichen Klimaschutz den Menschen einbläuen und antun, es ist umfassender massiver Betrug. Die Klimaschützer ziehen den Menschen das Geld aus den Taschen und wollen sie in ein industriefernes, also ärmeres Leben (Stichwort „Große Transformation“) zurückzwingen – die einen als finanziell profitierende Gewinnler, die anderen als verblendende Weltverbesserer.

Was im Mittelalter die Ablasshändler, sind heutzutage die Mainstream-Medien

Das Warnen vor ihnen hat bisher nichts genützt. Die Mainstream-Medien verweigern den Warnern das Wort. Die Rolle der Ablasshändler im Mittelalter haben in unserer Zeit diese Medien übernommen, weil sie verbreiten, wovor sich die Menschen fürchten sollen. Deren Redaktionen sind voll von Journalisten, die politisch „grün“ ausgerichtet und daher ebenfalls Klimaschutzgläubige sind. Außerdem, Angstmache verkauft sich. Ideologischem Blendwerk sitzen die Menschen immer noch auf. Man meint, die Zeit des Aberglaubens sei vorbei. Sie ist es nicht. Die Welt will betrogen werden. Wie sehr, belegt in Deutschland der Erfolg der Grünen bei der Wahl zum neuen EU-Parlament. Der Verein NAEB Stromverbraucherschutz konstatiert, das Wahlergebnis zeige, dass Deutschland von Physik nichts mehr wissen wolle: „Deutschland hat Physik abgewählt.“ Was hierzu Prof. Hans-Günter Appel schreibt, gebe ich im Folgenden im Wortlaut wieder.

Deutschland in Physik nicht mehr führend

„Vor hundert Jahren war Deutschland das führende Land in Physik. Wesentliche physikalische Erkenntnisse wurden hier gewonnen. Max Planck, Albert Einstein, Werner Heisenberg sind einige dieser Forscher. Wer auf der Welt Physik studierte, musste Deutsch lernen, weil die neuesten Erkenntnisse auf Deutsch veröffentlicht wurden. Heute müssen die wenigen verbliebenen deutschen Physikstudenten Englisch lernen, denn selbst deutsche Forscher veröffentlichen ihre Ergebnisse in amerikanischen oder englischen Fachzeitschriften.“

Ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse leicht manipulierbar

„In den Schulen wird Physik und Chemie vielfach abgewählt zugunsten von musischen Fächern oder Fremdsprachen. So können Ideologen die Jugend leicht mit unsinnigen Behauptungen über die Klimarettung durch Energieeinsparung beeinflussen. Die Nachprüfung fällt schwer, wenn keine ausreichenden Grundkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern da sind. Die Schülerstreiks ‚Fridays for Future‘ zeigen das. Nur wenige Schüler und Lehrer hinterfragen, ob die Forderungen auch durch die physikalischen Gesetze gedeckt sind. Unwissenschaftliche Äußerungen von Politikern, wie ‚Atomstrom verstopft die Leitungen für regenerativen Strom‘ (Jürgen Trittin, Grüne) oder ‚der Strom wird im Netz gespeichert‘ (Annalena Baerbock, Grüne) oder ‚die niedrigen Börsenpreise würden an die Kunden nicht weitergegeben‘ (Claudia Kemfert) werden von den Medien verbreitet. Physiker und Elektroingenieure kommen nicht zu Wort.“

Unsinnige Grenzwerte der EU

„Die Europäische Union beschließt mit Zustimmung der Bundesregierung verbindliche Richtlinien gegen die Physik und gegen den gesunden

Menschenverstand. Als Beispiel mögen die zukünftigen Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid aus Kraftfahrzeugen dienen. Die Grenzwerte sind nur einzuhalten, wenn das Auto längs halbiert wird, um den Luftwiderstand zu senken, und wenn die maximale Geschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunde herabgesetzt wird. Weiter muss die Treibstoff verbrauchende Abgasreinigung abgeschaltet werden. Wird sich die Kanzlerin in ein solches Auto setzen? Wesentliche Steigerungen des Motorwirkungsgrades können nur mit höheren Motortemperaturen erreicht werden. Dazu fehlen aber geeignete Werkstoffe, die über längere Zeiten den Temperaturen standhalten. Daher muss der Motor gekühlt werden. Es geht ein erheblicher Teil der Verbrennungsenergie als Abwärme verloren. Hier sollten Mittel bereitgestellt werden zur Entwicklung hochwarmfester Werkstoffe für einen höheren Wirkungsgrad der Verbrennungsmotoren.“

Elektroautos brauchen mehr Energie als Benzin- und Dieselfahrzeuge

„Schlimm ist es, den Elektroantrieb als emissionsfrei zu bezeichnen. Das Elektroauto braucht deutlich mehr Energie als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, aus folgenden Gründen: Die Batterie bringt eine zusätzliche Masse von 200 bis 300 Kilogramm, die jeweils mitbeschleunigt werden muss. Im Stadtverkehr bedeutet das mehr Energieverbrauch und mehr Bremsverschleiß. Die Abwärme des Verbrennungsmotors heizt das Auto. Das Elektroauto muss dagegen elektrisch beheizt werden. Folge: deutlich höherer Energieverbrauch. Die Energie für die Elektroautos muss vorwiegend aus den Kohle- und Gaskraftwerken kommen. Es ist ein Wunschdenken, den Strom für die Batterien aus Wind- und Solaranlagen zu liefern. Dieser unstete wetterabhängige Strom ist dafür nicht geeignet. Eine Überschlagsrechnung ergibt: Wenn Deutschland vollständig auf den Elektroantrieb umrüstete, würden 20 neue Großkraftwerke nur für die Pkw gebraucht. Zur Erzeugung der Elektroautos und vor allem der großen Batterien wird deutlich mehr Energie benötigt als für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Elektroautos brauchen in der Gesamtrechnung deutlich mehr Energie und emittieren mehr Schadstoffe als Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor. Eine solche höhere Belastung wird von den EU-Gremien den Bürgern zugemutet und als umwelt- und klimaschonend gepriesen. Einfache physikalische Gesetze werden nicht beachtet.“

Grenzwert: Ein Stickstoffdioxidmolekül auf 50 Millionen Luftmoleküle

„Zu den Unsinnigkeiten der EU-Verordnungen gehört auch der Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das ist ein Stickstoffdioxidmolekül in 50 Millionen Luftmolekülen. Dieser minimale Anteil, der fast an der Nachweisgrenze liegt, soll bereits kritisch für die Gesundheit sein? Nur extrem giftige Verbindungen könnten in einer solchen geringen Konzentration noch einige Wirkung zeigen. Stickstoffdioxid ist jedoch ein harmloses und recht instabiles Molekül. Es zerfällt leicht und bildet dann die stabileren Luftmoleküle Sauerstoff und Stickstoff. Bei der Festlegung dieses Grenzwertes hat man offensichtlich Mikrogramm mit Milligramm (ein Stickstoffdioxidmolekül auf 50.000 Luftmoleküle) verwechselt. Auch bei dieser immer noch geringen Konzentration gibt es keine erkennbare gesundheitliche Beeinträchtigung. Mit solchen unsinnigen und unübersichtlichen Grenzwerten wird die deutsche Autoindustrie zerstört. Der Dieselmotor ist der Antrieb mit der geringsten Umweltbelastung. Doch das können offensichtlich Politiker heute nicht mehr ausrechnen. Ihnen fehlen die naturwissenschaftlichen Grundlagen.“

Kohlekommission ohne Fachkenntnisse

„Die Politik ohne naturwissenschaftliche und technische Fachkenntnisse offenbart sich deutlich in der Zusammensetzung der von der Bundesregierung eingesetzten ‚Kohlekommission‘, die einen Plan für den Ausstieg aus der Kohleverstromung empfehlen sollte. Von den 28 Mitgliedern war keiner ein Fachmann für die Stromversorgung. Kenntnisse über Momentan-Reserve und Blindstromkompensation, die für ein stabiles Stromnetz unerlässlich sind, waren wohl bei keinem der Mitglieder vorhanden. Auch die Natur des wetterwendischen Wind- und Solarstroms dürfte den meisten Mitgliedern nicht klar sein. Die Leistung der Anlagen richtet sich nach dem Wetter und nicht nach dem Bedarf. Daher ist dieser Strom praktisch ohne Wert. Mal gibt es zu viel, mal gibt es zu wenig davon. Und bei nächtlicher Windstille fällt der Strom aus. Wir bezeichnen ihn daher zu Recht als ‚Fakepower‘. Gibt es zu viel davon, muss er kostenpflichtig entsorgt werden. Ostern wurden für Fakepower, die mit 115 Millionen Euro vergütet wurde, noch weitere 17 Millionen Euro für die Entsorgung aufgewendet.“

Parlamentsbeschlüsse gegen die Physik

„In Zukunft sollen Speicher die Lösung bringen. Es wird sich auf die Ingenieure verlassen, die das schon schaffen werden. Denn die Politik hat es ja gefordert. Und ein Parlamentsbeschluss ist bindend auch gegen physikalische Grundlagen! Über Kosten wird nicht geredet. Die politische Grundhaltung in Deutschland wird offensichtlich in der Förderung der Wissenschaften. Kernphysik und Genforschung werden abgelehnt. Lehrstühle auf diesen Gebieten werden nicht mehr mit Forschungsaufträgen bedacht und schrumpfen. Dafür werden soziologische Fächer gefördert und ausgebaut. Laut Wikipedia gab es 2014 an deutschen Hochschulen bereits 188 Gender-Professuren. Die Abwahl der Physik in Deutschland geht weiter.“

Was wäre, wenn sich der Kohlendioxidgehalt der Luft verdoppeln würde?

Soweit Professor Appel vom NAEB Stromverbraucherschutz. Der promovierte Diplomchemiker Hans Penner, der viele Empfänger mit seinen Rundsachreiben nervt, aber deswegen nicht unrecht hat, erläutert in einem solchen Schreiben vom 6. Juni: „Der Klimawahnsinn konnte sich vermutlich deshalb so stark ausbreiten, weil Manager, Politiker, Theologen und Redakteure über keine oder zumindest zu geringe physikalische Kenntnisse verfügen. Das Kohlendioxid der Luft absorbiert tatsächlich Infrarotabstrahlung der Erdoberfläche und wandelt diese in Wärme um. Kernpunkt ist jedoch, dass bereits jetzt die nur 0,04 Prozent Kohlendioxid der Luft fast das gesamte absorbierbare Kohlendioxid verschlucken. Ein verdoppelter Kohlendioxidgehalt der Luft würde die Globaltemperatur nur um 0,6 Grad Celsius ansteigen lassen. Um diese Verdoppelung zu erreichen, müssten mindestens die gesamten fossilen Kohlenstoffvorräte der Erde verbrannt werden. Trotz Anstiegs des Kohlendioxidgehalts der Luft ist in den letzten 30 Jahren die Globaltemperatur nicht angestiegen.“

Nicht Wissens‑‍, sondern Glaubensvermittlung

Für Bruno Bandulet ist die Klimaschutzpolitik „das von der Politik aufgeführte Kunststück, die Betroffenen mit ihrer Zustimmung zur Ader zu lassen“. Nicht Wissen vermitteln die Klimaschützer, sondern Glauben. Zu viele Menschen folgen den Rattenfängern. Nochmals: Die Welt will betrogen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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