09. Januar 2019

Demonstrationen gegen Viktor Orbán in Budapest Wo sind die Gegendemonstranten?

Ein schrecklich repressives Regime

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: Zoltan Galantai / Shutterstock.com Keine Gegendemonstranten in Sicht: Proteste in Ungarn

„In Budapest haben etwa 10.000 Menschen erneut gegen die ungarische Regierung des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orbán demonstriert“, meldet die „Tagesschau“. „Nach einem Marsch durch die Innenstadt zogen sie bei nasskaltem Wetter vor das Parlament.“

Fehlt da nicht etwas? Gegenkundgebungen, Blockaden, Proteste, der Schwarze Block? Angriffe auf die Demonstranten, Polizeiabsperrungen, lautstarke Regierungsclaqueure? Aufgebrachte Politiker, die den Oppositionellen vorwerfen, Stimmung zu machen und die Gesellschaft zu spalten? Zivilgesellschaftliche Initiativen pro Orbán? Künstler, Gewerkschaften, Kirchen, Satiriker gegen Hass und Hetze? Es-reicht!-Kommentare in den Gazetten und im Staatsfernsehen? Nichts? Zumindest wurde nichts dergleichen gemeldet. Daraus kann man entnehmen, dass die ungarische Demokratie anscheinend vorbildlich funktioniert.

„Die Kundgebungen richten sich auch gegen andere Missstände unter der Orbán-Regierung, darunter die als einseitig und regierungsfreundlich kritisierte Berichterstattung des staatlichen Rundfunks“, heißt es weiter. Nein so was! Wahrscheinlich ist dieses Ungarn doch einem schrecklich repressiven Regime in die Hände gefallen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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