20. September 2018

Dokumentation eines Appells des Bonner Aufrufs „Entwicklungshilfe beenden“

Sie verletzt das Subsidiaritätsprinzip und missachtet die Eigenverantwortung der Menschen

von Redaktion eigentümlich frei

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Bildquelle: shutterstock Verletzt die Würde der Menschen in Afrika: Entwicklungshilfe

Auf einer entwicklungspolitischen Konferenz des Bonner Aufrufs am Wochenende in Bonn haben die Teilnehmer nicht nur über die enttäuschenden Ergebnisse der bisherigen Entwicklungspolitik vor allem in Afrika beraten, sondern auch über die Fortsetzung einer weithin falschen Politik. Es wurde folgender Beschluss gefasst (der im Übrigen nicht für die Tätigkeit der Nichtregierungsorganisationen gilt): „Die fortdauernde Aufrechterhaltung der Entwicklungshilfe-Industrie missachtet die Würde und Eigenverantwortung der Menschen in Afrika und bedeutet eine ständige Verletzung des Subsidiaritätsprinzips. Angesichts der Erfahrungen der letzten Jahrzehnte und aus Respekt vor der Leistungsfähigkeit der afrikanischen Gesellschaften ist es geboten, auf ein Ende der bisherigen Entwicklungshilfe hinzuarbeiten und sie durch eine wirtschaftliche Zusammenarbeit auf der Grundlage beiderseitiger Interessen zu ersetzen.“

Zu den Teilnehmern gehörten neben den entwicklungspolitischen Wissenschaftlern Prof. Dr. Hans-Ferdinand Illy, Prof. Dr. Peter Molt, Prof. Dr. Franz Nuscheler und Prof. Dr. Rainer Tetzlaff unter anderen auch: Dr. Karl Addicks, ehemaliger Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Entwicklungspolitik, Mark Chantelauze, ehemaliger Projektmanager der KfW-Entwicklungsbank, Wim Dohrenbusch, ehemaliger Afrika-Korrespondent für Zeitungen und die ARD, Volker Franzen, ehemaliger Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Dr. Wilfried Hoffer, viele Jahre in Afrika, davon neun Jahre Leitung des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und der GTZ in Mali, Dr. Leo Kreuz, 30 Jahre Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Dieter Mönnich, 14 Jahre DED und GTZ, Dr. Wolfgang Runge, ehemaliger deutscher Botschafter in Niger, Volker Seitz, 17 Jahre Diplomat in Afrika, Autor von „Afrika wird armregiert“, Klaus Thüsing, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, 15 Jahre für den DED in Afrika, Dr. Eduard Westreicher, 32 Jahre BMZ, Elke Zarth, seit 25 Jahren Unternehmerin in Mali.

Die Erklärung wird außerdem unterstützt von: Dr. Hans Christoph Buch, Berlin, Schriftsteller, Reporter aus Krisengebieten der Dritten Welt, Dr. Guido Herz, ehemaliger Botschafter in Tansania, Prof. Dr. Robert Kappel, entwicklungspolitischer Wissenschaftler und Afrika-Experte.

Kontakt: Kurt Gerhardt, ehemaliger Landesbeauftragter des DED in Niger, Koordinator des Bonner Aufrufs. Telefon: 0221/9434503, mobil: 0173/2135216. Email: post@bonner-aufruf.eu.


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