07. August 2018

Propaganda der globalen Erwärmung Klimaleugner!

Der Beitrag zur Sommerhitze

von Felix Honekamp

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Bildquelle: shutterstock Sommer 2018: Vorbote des Klimawandels?

Gibt es eigentlich ein bescheuerteres Wort als das des „Klimaleugners“? Mir jedenfalls fallen nicht viele ein, schon gar nicht in dem damit gemeinten Zusammenhang. Als ob jemand das „Klima“ leugnen könnte. Ich kann auch nicht die Sonne, das Licht oder anderes Beobachtbares leugnen, und die so Bezichtigten können sich eigentlich ruhig zurücklehnen. Die meisten dieser Menschen leugnen auch nicht mal den Klimawandel… denn auch der ist ein wahrnehmbares Phänomen, das es auf der Erde bereits seit ihrem Entstehen gibt. Dass das damalige Klima irgendeine Ähnlichkeit mit dem unseren hatte, darf man getrost verneinen, war doch auch die Zusammensetzung der Atmosphäre eine ganz andere. Aufgrund unterschiedlichster Faktoren ändert sich also das Klima an jedem Punkt der Erde immer – unmerklich meist, erst in Abständen von Jahrzehnten wirklich mess- und wahrnehmbar.

Klimamodelle

Dabei sind die Zusammenhänge derart komplex, dass es bislang kein einziges Klimamodell gibt, das auf der Grundlage der Historie das heutige Klima abzuleiten in der Lage wäre. Und darum gibt es auch kein einziges, das aufgrund einer Parametrisierung in der Lage wäre, das Klima unter monokausalen Anpassungen (zum Beispiel dem Anstieg des CO2-Gehalts der Luft) sicher vorherzusagen: Alles nur Thesen, unbewiesen und darum auch zu Recht „umstritten“.

Ob menschliches Handeln also Einfluss auf die Klimaentwicklung hat? Davon darf man ausgehen, so wie auch der sprichwörtliche Flügelschlag eines Schmetterlings nicht nur einen Orkan auslösen, sondern auch Einfluss auf langfristige Entwicklungen nehmen kann. Die Frage ist eher die der Größenordnung. Dabei helfen übrigens die immer wieder von Kritikern der „Klimareligion“ (damit pauschaliere ich selbst, zugegeben) vorgebrachten geringen Prozentzahlen überhaupt nicht weiter. In einem erwiesenermaßen komplexen, eher chaotischen System können auch kleine Veränderungen große Wirkungen erzeugen. Wenn also ein deutsches Klimaschutzprogramm (was immer diese Wortschöpfung wiederum bedeuten mag) den CO2-Gehalt der Luft in – sagen wir mal – zehn Jahren um ein phantastilliardstel Prozent verringert, heißt das nicht, dass ein solches Bemühen – eine entsprechende Wirkung generell mal vorausgesetzt – folgenlos wäre.

Vorboten des Klimawandels?

Für ein solches phantastilliardstel Prozent allerdings Phantastilliarden an Steuergeldern auszugeben, erschließt sich daraus wiederum auch nicht. Denn so wenig wie die geringen Prozentzahlen beweisen, dass der Klimawandel nicht mindestens zu einem Teil menschlich beeinflusst ist, so wenig ist die Milchmädchenrechnung „CO2 gleich Treibhaus gleich wärmeres Klima“ damit nachgewiesen. Dabei haben „Klimajünger“ in diesem Sommer Hochkonjunktur. Haben sie in den vergangenen Jahren den Hinweis auf den Widerspruch zwischen „Klimaerwärmung“ und dauerhaft nasskalten Sommern mit dem Argument pariert, Wetter sei kein Klima und überhaupt sei nicht ausgemacht, dass eine globale Klimaerwärmung (auch so ein dehnbarer Begriff) in unseren Breiten mit erhöhten Temperaturen zu tun haben muss, so nutzen sie die aktuelle Hitze und Dürre (dazu gleich mehr), um sie als „Vorboten des Klimawandels“ (so „Bento“, eines meiner „Lieblingsmagazine“) zu vermarkten.

Was genau ein „Vorbote“ des Klimawandels sein soll, bleibt dabei ebenfalls unklar. Das Klima verändert sich laufend, aber es macht dabei keine besonderen Ankündigungen. Wenn überhaupt, dann wäre die jetzige Hitzewelle (einhergehend mit der Dürre) ein Ergebnis des Klimawandels oder eine Ausprägung seiner. Der Begriff des „Vorboten“ soll dabei wohl angsteinflößend sein: Das, was wir jetzt erleben, ist nur der Anfang, es wird alles noch viel schlimmer kommen. Das – wie gesagt – kann sein, ist aber weder belegt noch mit Klimamodellen nachvollziehbar.

Hitze und Dürre

Interessanterweise begeben sich die Beteiligten mit der Vermengung der Begriffe „Hitze“ und „Dürre“ noch mehr auf dünnes Eis als bisher schon. So wie die Klimamodelle keine eindeutige Ableitung aus menschenverursachtem CO2 und Temperaturanstieg nachweisen (Hitze), können diese Modelle noch viel weniger über zu erwartende Niederschläge und Luftfeuchtigkeit (Dürre) Aufschluss geben. Wer die Medien verfolgt, sieht dort aber eine muntere Vermischung der Begriffe. Würde es dabei nachts mal ordentlich regnen oder gewittern, hätten wir im Wesentlichen nur noch einen Traumsommer. Auch wer schon mal in den Tropen war (oder wenigstens in einem Treib- oder Gewächshaus) kann den Unterschied zwischen Dürre und Hitze sehr schnell erfassen.

Nicht so die Klimajünger, die – nachdem sie seit Jahren vor Hitze warnen – nun die Dürre zum Ausdruck des Klimawandels erkoren haben, ohne auch nur annähernd erklären zu können, wie das nun wieder zusammenhängt. Wir erleben also dieser Tage nicht den Nachweis eines Klimawandels, wir erleben ganz sicher nicht den Nachweis der Auswirkungen menschlicher CO2-Produktion. Wir erleben in erster Linie mal einen heißen Sommer mit sehr langer Trockenheit – nicht mehr und nicht weniger.

Christliche Verantwortung

Damit ich dabei aber nicht falsch verstanden werde: Als Christen befreit uns diese Einsicht nicht von der Sorge um die uns anvertraute Erde. Der Raubbau an Ressourcen und massive Eingriffe in das Ökosystem Erde, dessen Zusammenhänge sich uns überwiegend verschließen, sind nichts, was man mit dem „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen“ (Genesis 1, 28) begründen könnte. Gerade die Unsicherheit von Auswirkungen unseres menschlichen Handelns sollte es uns verbieten, sorglos mit der Schöpfung umzugehen.

Also nur eine Entwarnung zweiter Klasse: Ungehemmte Verschmutzung und Raubbau an der Natur sind so oder so nicht mit einem christlichen Leben vereinbar. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass ein Christ umweltbewusstes Handeln aus seiner eigenen gottgegebenen Würde ableitet, während Politik und Verbände dafür den Angstdruck von vermeintlichen Katastrophenmeldungen brauchen. Also: Weiter grillen – bitte nicht im Wald! –, aber zum Eismann um die Ecke trotzdem nicht das Auto anwerfen! Ist eh zu heiß in der Kiste.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem „Papsttreuen Blog“.


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