22. Juni 2018

Begründeter Diebstahl von Deutschlandfähnchen an Autos „Sag nein zu Deutschland“

Aber was ist, wenn es keine Migranten mehr gibt?

von Michael Klein

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Bildquelle: shutterstock Von Linken nicht tolerierbar: Deutschlandfähnchen am Auto

Ein Flyer wird derzeit unter anderem in Halle als Ersatz dafür angeboten, dass ein intoleranter Mitmensch, dem ein Deutschlandfähnchen am Auto eines anderen, also dem das Eigentum eines anderen nicht gefallen hat, dieses Fähnchen entfernt, also gestohlen hat. Wie immer, wenn Intolerante am Werk sind und Übergriffe auf normale Menschen ausführen, haben sie einen gaaanz tollen Grund dafür. Die Deutschlandfahne, so lesen wir, sie produziere Nationalismus, sie stehe für deutsche Identität, beides, so muss man wohl schließen, ist den intoleranten Fähnchenentfernern ein Dorn im Auge. Denn, so erklären sie, Nationalismus grenze aus, Nationalismus verblende, Nationalismus beherrsche und töte.

Das kommt dabei heraus, wenn Minderbemittelte sich zu Missionaren aufschwingen, und es beweist: Linke sind dümmer als der Durchschnitt der Bundesbürger. Zunächst einmal tun Ismen überhaupt nichts. Auch Nationalismus tut nichts. Handeln können immer nur Individuen. So wie die intoleranten Linken handeln, wenn sie ein Deutschlandfähnchen stehlen. Sie stehlen, nicht die Idiotie oder der Aberwitz, die sie im Griff zu haben scheinen, stiehlt.

Sodann sind Gegenstände keine Akteure. Ein Fähnchen tut nichts und steht für nichts. Die Bedeutung, die ein Fähnchen annimmt, die muss ihm zugeschrieben werden, zum Beispiel von linken Spinnern, die denken, ein harmloses Fähnchen, das drei Farben vorzuweisen hat, stehe für Nationalismus. Dafür steht es – soweit wir feststellen können – ausschließlich im Hirn der linken Intoleranten, die es, quasi als Form der Läuterung für ihre schlimmen nationalistischen Gedanken, bei anderen entfernen müssen.

Schließlich ist die Gegenüberstellung von Nationalismus, der für „viele Menschen fatale Konsequenzen“ (fett gesetzt) haben soll, und der deutschen Identität, die diese „fatalen Konsequenzen“ erst möglich macht, einerseits und den guten Migranten, nein MigrantInnen natürlich, andererseits der Gipfel der Dummheit. Wenn man Nationalismus beseitigt, der durch Grenzen ausgrenzt und über die deutsche Identität und die daraus angeblich folgenden nationalen Interessen wirken soll, dann beseitigt man damit auch die lieben Migranten, nein „MigrantInnen“, derer sich die Linken so gerne annehmen, die sie hätscheln und drücken wollen, die für sie dieselbe Rolle spielen, wie sie der Orientalismus für die Verklemmten an der Wende zum 20. Jahrhundert gespielt hat: Sie ermöglichen Dominanz- und Überlegenheitsgefühle, und das braucht der linke Mensch. Er muss sich überlegen fühlen, so überlegen, dass er andere zu belehren können glaubt, deren Eigentum zu stehlen können glaubt, denn er, der linke Mensch, er ist im Vollbesitz alles Guten und Richtigen und bar jeden Zweifels, er ist der wahre Narr, der seine eigene Dummheit für Überlegenheit hält.

Denn: Wenn man Nationalismus und nationale Identität beseitigt, dann gibt es natürlich auch keine Migranten mehr. Von wo nach wo sollten die Identitätslosen denn wandern, wenn es keine nationalen Grenzen mehr gibt, die den Nationalismus erst möglich machen? Und wenn es keine Migranten mehr gibt, wen umsorgen dann Linke, für wen setzen sie sich ein, auf wen schauen sie herunter, wem gegenüber sehen sie sich als überlegen an und wer gibt ihnen dann einen Lebenssinn im Dämmer ihrer geistigen Umnachtung?

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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