25. April 2018

Kriminalitätsstatistik und mediale Berichterstattung Ein Vorgeschmack auf das Satansreich der Lüge

Eigene Überzeugung oder höherer Auftrag?

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: shutterstock Herr der Lüge: Satan

Unter der Zeile „Weniger Straftaten, mehr Unsicherheit“ stimmt RBB sein Publikum auf den Endkampf gegen den Rechtspopulismus ein. „Endlich mal gute Nachrichten, wenn es um Kriminalität geht! Die Zahl der in Deutschland registrierten Straftaten ist im vergangenen Jahr laut ‚Welt am Sonntag‘ deutlich gesunken: Der Rückgang um 9,6 Prozent wäre der stärkste seit 1993 – so soll es in der neuen polizeilichen Kriminalstatistik stehen, die demnächst auch offiziell vorgestellt wird. 5,76 Millionen Straftaten – so wenige wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr! Und trotzdem ist das alles eine Frage der Wahrnehmung, wie unsere Brandenburg-Reporterin Amelie Ernst festgestellt hat.“ Wer diese Wahrnehmungsdissonanzen anzettelt, ist klar: die AfD im Landtag, die mit „gefühlter“ Kriminalität gegen Geflohene hetzt und die Gesellschaft spaltet. „Insgesamt“, stellt die Reporterin klar, „lag der Anteil ausländischer Tatverdächtiger an der Gesamtzahl in Brandenburg bei rund vier Prozent und entspricht ziemlich genau dem Anteil von Ausländern an der Gesamtbevölkerung“.

Na ja, fast. In der offiziellen Kriminalstatistik steht es etwas anders: „2017 wurden insgesamt 16.313 nichtdeutsche TV in der PKS erfasst. Das sind 906 beziehungsweise 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der nichtdeutschen TV an allen ermittelten TV betrug im Berichtsjahr 24,5 Prozent.“ Hat die Gute halt die „2“ vor der „4“ vergessen, kann passieren. „Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 23,0 Prozent.“ Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung etwa stieg der Anteil noch nicht lange hier Lebender um 11,6 Prozent. Anno 2016 waren übrigens insgesamt 15.407 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt worden, 21,1 Prozent mehr als 2015. Bemerkenswert war damals der hohe Anstieg nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Körperverletzungen: 2.305 gegenüber 1.277 im Vorjahr.

Völlig falsch war es trotzdem nicht, was die Journalistin gemeldet hat, denn immerhin bezifferte sie den Ausländeranteil in Brandenburg mit vier Prozent ziemlich korrekt. In dem RBB-Beitrag geht es aber um die Zahlen für ganz Deutschland, denn „das ganze Deutschland soll es sein!“ (Ernst Moritz Arndt). Ich habe mir die PKS nicht anschauen können, weil sie noch nicht publiziert worden ist, und ich werde es auch nicht tun, denn Allah hat mich unmöglich aus Lehm geknetet und mit seinem heiligen Odem beseelt, damit ich regelmäßig unschöne Statistiken durchblättere, anstatt seine Werke zu preisen.

Ich kann Ihnen aber trotzdem erklären, sofern das überhaupt nötig sein sollte, warum die Straftaten insgesamt zurückgehen, während die Gewaltkriminalität blüht und gedeiht, namentlich durch importierte Heißblütler. Und -sporne. Zunächst einmal geht die Kriminalitätsbelastung der indigenen Bevölkerung Jahr für Jahr zurück, was natürlich auch mit dem steigenden Altersdurchschnitt derer, die schon länger hier leben, zusammenhängt. Junge Männer begehen nun mal mehr Straftaten, ächzen entzückt unsere Einwandererkriminalitätsrelativierer – aber warum lässt man sie dann ins Land? Davon abgesehen, dass junge Vietnamesen, Koreaner, Chinesen und andere und auch junge Deutsche ohne den bedeutenden Hintergrund deutlich weniger Straftaten begehen als zum Beispiel Nafris (dasselbe gilt für Deutsche im Ausland, die eigentlich statistisch relevante Vergleichsgruppe). Deshalb wiederhole ich den Merksatz: Wenn die Zahl der Straftaten insgesamt abnimmt, bedeutet das lediglich, dass die Zahl der von Deutschen verübten Straftaten schneller sinkt, als die Zahl der von Hereingeschneiten begangenen Straftaten steigt. Da hilft nur: Einbürgern, einbürgern, einbürgern!

Sodann: Nach wie vor ist der illegale Grenzübertritt eine Straftat, die in der Kriminalstatistik gelistet wird (obwohl einige intellektuell furchtbar fruchtbare Juristen der Kanzlerin Gefälligkeitsgutachten ausstellen, in denen das Gegenteil steht, aber in dieser Schizophrenie lebt ja der gesamte Apparat, seit die Führerin das Recht schützt). Wenn nun plötzlich nur noch monatlich ungefähr so viele illegale Grenzübertritte stattfinden wie weiland, zu den Hochzeiten der Völkervermählung auf deutschem Blut und Boden, nahezu täglich, sinkt selbstredend die Gesamtzahl der Straftaten.

Außerdem ist hier stets die Rede von ermittelten Tatverdächtigen; gerade bei Bagatelldelikten wie Diebstahl erstattet ohnehin kaum ein Mensch mehr Anzeige, weil das nur Zeit kostet und nichts bringt; ferner habe ich an dieser Stelle auf das Dilemma hingewiesen, in dem sich viele Gewaltopfer befinden, die in Gegenden leben, wo die Täter und ihre Familien beziehungsweise Brüder das Sagen haben; auch dort dürfte das Anzeigeverhalten in einem gewissen Widerspruch zum Anzeigewillen stehen.

Und nicht zuletzt steigt die wirklich harte Kriminalität, wie gesagt, munter an: „Die Fälle von Mord und Totschlag oder Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen haben messbar zugenommen. So wurden beispielsweise 2014 insgesamt 180.955 Gewalttaten registriert, voriges Jahr waren es 188.946“, notiert die „Welt“. „Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Straftaten insgesamt und gerade auch bei Gewaltdelikten ist unverhältnismäßig hoch. Bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen liegt die Zahl ausländischer Verdächtiger (1.140) nicht mehr weit unter der Zahl der Deutschen (1.558), obwohl den zehn Millionen Menschen in Deutschland ohne deutschen Pass rund 70 Millionen Deutsche gegenüberstehen.“ „Stehen“ wird hier eher als Metapher gebraucht.

Über Vorfälle mit Messern haben wir noch gar nicht gesprochen, und die Gesamtstatistik schweigt sich vornehm darüber aus. Aber einzelne Städte und Delikte kann man sich anschauen. Alexander Wendt zumindest hat es getan, um folgende Entwicklungen zu vermelden (jeweils von 2016 zu 2017): Berlin: Widerstand gegen Polizeibeamte: plus 5,9 Prozent; Gewalt auf Straßen und Plätzen: plus 16, 7 Prozent; Sexualdelikte: plus 32,2 Prozent. Hamburg: Straftaten gegen das Leben: plus 11, 7 Prozent; Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung: plus 13,5 Prozent; Vergewaltigungen: plus 44,2 Prozent; Mord: plus 100 Prozent. Frankfurt/Main: Straßenraub: plus 6,2 Prozent; Totschlag: plus 48,4 Prozent; Vergewaltigung/sexuelle Nötigung: plus 63,0 Prozent. Aber natürlich sind auch Messerangriffe von biodeutschen Handwerkern auf Bürgermeister um 100 Prozent gestiegen!

Bei Berichten wie dem hier nunmehr hinreichend gewürdigten sieht man sich beharrlich vor die Frage gestellt, ob die Genossin Journalistin aus eigener Überzeugung oder im höheren Auftrag ihren Hörern jenen Cocktail aus Halbwahrheiten und Feknjus verabfolgen mag, also ob sie niederträchtig ist oder bloß blöd – oder einfach schon so dressiert, dass solche Differenzierungen hinfällig werden.

Wie auch immer, dieser Bericht ist gleich zahllosen ähnlichen ein Vorgeschmack darauf, wie es sich anfühlen wird, wenn das Satansreich der Lüge endlich errichtet ist, wenn alle sehenden Auges in der Lüge leben müssen – der Teufel wird selbstverständlich nicht verkünden, er sei der Leibhaftige, sondern er wird erklären: Ich bin die Wahrheit, ich bin das Gute, ich bin das Licht – wenn Ihre Alltagserfahrungen nichts mehr bedeuten, wenn jeder indigene Selbstbehauptungszuck hierzulande unter Rassismus fällt.

Am Anfang steht die Ideologie des „Alle Menschen sind gleich“. Wenn das gilt, haben auch alle die gleichen Rechte. Also haben sie überall die gleichen Rechte. No borders! Was dir gehört, gehört allen, denn du hast es denen weggenommen, denen es noch nicht gehört. Vermischt euch in Buntheit und Gleichheit! – Doch dann wird man überall und immer wieder feststellen, dass Menschen eben doch nicht gleich sind, auch Menschenkollektive nicht, dass ethnisch-kulturell geprägte Unterschiede sich nicht wegwünschen lassen, dass nicht nur Individuen, sondern auch Gruppen verschiedene Bildungserfolge erzielen, dass die einen mehr, die anderen weniger zu Delinquenz, Betrug und Gewalt neigen, dass verschiedene Mentalitäten, Temperamente und Intelligenzen sich im sozialen Verhalten niederschlagen. Und dann muss – wie in Schweden bei den massenhaften und abartigen sexuellen Gewalttaten von Migranten an den Agnethas und Anni-Frids – mit allen Mitteln der Manipulation verhindert werden, dass dergleichen offen zur Sprache kommt. (Parallel dazu werden weltweit Kohorten von Politologen, Sozialwissenschaftlern, Journalisten, Gleichstellungspolitikern und Advokaten diejenigen Naturwissenschaftler zum Schweigen bringen, die genetische Unterschiede zwischen den Menschengruppen festzustellen wähnen.) Unter der Herrschaft des Teufels werden nicht mehr die Gewalttäter und Konfliktauslöser bekämpft, sondern diejenigen, die die Konflikte beim Namen nennen. Im Reich der Lüge werden alle Menschen des Kaisers neue Kleider tragen, und niemand wird wagen, auszusprechen, was er sieht. Das ist das Endziel, und in gewissem Sinne auch das Ende.

„Teuflisch ist, wer das Reich der Lüge aufrichtet und andere Menschen zwingt, in ihm zu leben.“ – „Der Teufel ist nicht der Töter, er ist Diabolos, der Verleumder, ist der Gott, in dem die Lüge nicht Feigheit ist, wie im Menschen, sondern Herrschaft. Er verschüttet den letzten Ausweg der Verzweiflung, die Erkenntnis, er stiftet das Reich der Verrücktheit, denn es ist Wahnsinn, sich in der Lüge einzurichten.“ (Arnold Gehlen, „Moral und Hypermoral“.)

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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