10. April 2010

Aktuelle Nachricht – Initiative UNO soll Menschen rechtlich, geistig und materiell auf den Status von Insekten herabsetzen

Straftatbestand „Ökozid“ gefordert

von Redaktion eigentümlich frei

(ef-RG) Wie der britische „Guardian“ gestern auf seiner Website berichtete, wird derzeit eine Kampagne gestartet, die zum Ziel hat, dass „umfangreiche Zerstörungen des Ökosystems“ von den Vereinten Nationen zu internationalen „Verbrechen gegen den Frieden“ erklärt und damit Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichgesetzt werden.

Die Initiatorin, die ehemalige Londoner Anwältin Polly Higgins, meint dem Blatt zufolge, dass Ökozid auch Schaden an jeder Spezies umfassen würde, nicht nur an Menschen. Damit würde verhindert, dass Gerichtsverhandlungen an der Frage ins Stocken geraten, ob Menschen geschädigt worden sind oder nicht. Dies sei gegenwärtig bei vielen Umweltklagen der Fall.

Ökozid-Rechtsprechung würde sich gegen Individuen wie Vorstandsvorsitzende richten, nicht gegen Unternehmen als Körperschaft. Der „Guardian“ weiter: „Traditionelle Energieunternehmen müssten möglicherweise größtenteils saubere Energieunternehmen werden, ein Großteil des Bergbaus müsste zurückgefahren oder eingestellt werden; Boden und Wasser kontaminierende Chemikalien, die tödlich für die Tierwelt sind, müssten aufgegeben werden und großräumige Abholzungen würden nicht möglich sein.“ 

Ein solches Gesetz könnte auch dazu verwendet werden, wie es heißt, „Klimaleugner“ zu verurteilen, die wissenschaftliche Tatsachen „verzerrt“ darstellen und Wähler und Politiker davon abhalten, Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung und den Klimawandel zu ergreifen.

Higgins, die schon einmal mit einer Kampagne bei der UN Erfolg hatte – damals ging es um eine „universelle Deklaration der planetaren Rechte“ – hofft auf eine notwendige Zweidrittelmehrheit in der UN-Vollversammlung für ihre neue Initiative.

Welches Strafmaß sich die Initiatorin vorstellt und wer die Bestrafung durchführen soll war aus dem Bericht nicht zu entnehmen.


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