11. Februar 2016

Propaganda Bis zu welchem Punkt ist es Rassismus?

Und ab wann wird es idiotisch?

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Bildquelle: shutterstock Dümmste Form des Kollektivismus: Rassismus

In Thailand gibt es eine überaus interessante Regelung, die im politisch korrekten Westen für helle Empörung sorgen würde. Passiert dort nämlich zum Beispiel ein Unfall zwischen einem In- und einem Ausländer, dann ist – bis zum Beweis des Gegenteils – immer erst einmal der Ausländer schuld. Begründet wird das damit, dass, wenn der Ausländer nicht im Land wäre, der Unfall erst gar nicht passiert wäre.

Als ich das erste Mal davon hörte, musste ich schmunzeln bei der Vorstellung, wie hier dem gutmenschlichen Über-Deutschen – entrüstet und bis aufs Äußerste empört – der Mund schäumen würde.

Dabei ist Thailand – oder gar Asien – gar nicht in negativer Hinsicht für Rassismus bekannt. Warum auch? Ist Rassismus ja nun auch einmal nichts anderes als die dümmlichste Form des Kollektivismus.

Nun denn, reden wir über Rassismus.

Über den Rassismus, der – geht es nach der links-grünen Mehrheit in diesem Lande – gerade in den letzten Monaten zu einem Phänomen ganzer Landstriche geworden ist. Kaum ein Inländer ist derzeit noch nicht vom Rassismus-Virus betroffen. Nazis und Rassisten, wohin das Auge reicht. So oder so ähnlich wird es der breiten Masse unter die Nase gerieben, fällt ihr auch nur für eine Sekunde ein, vom Weg des unreflektierten Migranten-Willkommens-Hypes auch nur einen Millimeter abzuweichen. Die im Gutmenschenwahn rotierende Frontfrau des Zwangsbezahlfernsehens, Dunja Hayali, bekommt sogar einen Preis dafür. Gut, diese Preise sind zwar so überflüssig wie ein Kropf, aber dennoch: Die Botschaft ist klar und eindeutig, wie man dann auch daran ablesen kann, dass das Landgericht Hamburg „Hasskommentare“ auf der Facebook-Seite per Verfügung richterlich verbieten lässt.

So passt es denn auch gut in diese Zeit, dass in Rotherham (England) über Jahre hinweg mindestens 1.400 Kinder sexuell missbraucht und misshandelt werden durften. Die Täter, die im Gefängnis sitzen: fünf Pakistanis. Nun, die Tatsache, dass es Pakistanis gewesen sind, die nahezu unmenschliche Dinge an Hilflosen begangen haben, ist erst einmal irrelevant. Was viel entscheidender ist, ist die Tatsache, dass die unfassbar grausamen Taten jahrelang verschwiegen und verleumdet wurden. Weil die Täter Pakistanis sind.

So sind die Eltern der Kinder als Rassisten bezeichnet worden, weil sie die Taten bei der Polizei angezeigt haben.

Sie sind als Rassisten beschimpft worden, weil sie Unrecht angezeigt haben. Und was war die Folge? Die Dinge ruhten still wie der See – tun sie übrigens immer noch in weiten Teilen. Ganz offensichtlich hat man es in vielen Fällen vorgezogen, den Körper und die Seele der Kinder zu ruinieren, anstatt als Rassist tituliert zu werden.

Und das ist krank! Vollkommen krank!

Vor allem ist das krank aus der Richtung der Leute, die glauben, dass sie von diesen Dingen verschont werden, wenn sie nur im Kreise der Obrigkeitshörigen mitbrüllen und dabei vergessen, dass es nicht lange dauern wird, bis es sie selbst erwischt.

Wenn man die Täter nicht mehr beschreiben darf, wenn man die Täter nicht mehr bestrafen darf, wenn man die Täter nicht mehr zeigen darf, die so etwas Unaussprechliches tun, weil man dann als Rassist gilt, dann ist das der Beweis, dass wir als Gesellschaft absolut verloren sind. Wenn man bereit ist, auf dem Altar der politischen Korrektheit Unschuldige zu opfern und sich dabei auch noch erhaben über andere zu fühlen, die das ganz anders sehen, dann ist es wirklich besser, dass der „Westen“ verschwindet. Denn dann sind unsere „Werte“ nichts, aber auch gar nichts wert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Freiraum.


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