27. Januar 2017

Gutmenschen und Armut Alles darf die Armut, nur nicht aufhören

„Interessenvertreter“ brauchen sie

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Bildquelle: shutterstock Beliebt bei Gutmenschen: Armut

„Mitleid ist das angenehmste Gefühl bei solchen, welche wenig stolz sind und keine Aussicht auf große Eroberungen haben: für sie ist die leichte Beute – und das ist jeder Leidende – etwas Entzückendes. Man rühmt das Mitleid als die Tugend der Freudenmädchen.“ Friedrich Nietzsche

In regelmäßigen Abständen warnen „Interessenvertreter“ vor einer „Lawine der Altersarmut“. Regelmäßig mit an Bord ist der Paritätische Wohlfahrtsverband. Ulrich Schneider, der Chef des Vereins, weist immer wieder mit dramatisch klingenden Worten darauf hin, dass „die Armut in Deutschland noch nie so hoch wie heute und die Zerrissenheit in Deutschland so tief wie heute“ sei. Huch, denke ich mir, das ist ja wirklich erschreckend, und suche in veröffentlichten Artikeln nach genaueren Informationen, mit denen der gute Herr Schneider seine Feststellungen untermauert. Und was mich noch viel mehr interessiert: Wo finde ich einen entsprechenden Hinweis darauf, wie er diesen von ihm festgestellten bedauerlichen Zustand zu beseitigen gedenkt? Wie er ihn zu beseitigen gedenkt, ohne auf die bekannten Phrasen eines Vereins zurückgreifen zu müssen, der maßgeblich aus staatlichen Mitteln und Leistungen zur Sozialversicherung finanziert wird. Also von Ihrem Geld!

Ich suche vergebens. Das, was ich finde, ist der typische Einheitsbrei gutdo­tierter Gutmenschen, die von der Betonierung der Armut bestens leben. Nun ist es zweifellos so, dass es in Deutschland Menschen gibt, die „arm“ sind. Menschen also, die neben einer warmen, eingerichteten Wohnung, einem Fernseher, fließendem, sauberem Wasser und Lebensmitteln, die man ruhig auch einmal saisongebunden verzehren darf, kaum etwas für den Konsum haben. Menschen, denn so wird „Armut“ definiert, die – sofern sie Single sind – über 892 Euro im Monat verfügen können oder sich zu einer vierköpfigen Familie zählen dürfen, die sich mit 1.873 Euro im Monat begnügen muss. Nun, so resümiert Schneider angemessen betroffen, dies sei ein Resultat der „tief zerklüfteten Republik“ und umgehend zu beseitigen. Und ich gebe Schneider recht. Ja, von diesem Betrag den ganzen Monat über die Runden zu kommen, ist in der Tat eine Herausforderung. Und auch ich bin der Meinung, dass diesem bedauerlichen Zustand ein Ende bereitet werden muss. Nur eben ganz anders, als Schneider sich dies vorstellt. Soweit, so gut.

Kommen wir hier an dieser Stelle auch noch kurz zu einem Paradebeispiel der sich Dauer-Empörenden aus ganz gewissen Kreisen. Erst im letzten Jahr veröffentlichte „Oxfam“, eine britische NGO, die sich die „Beseitigung der Armut in der Welt“ auf die Fahne geschrieben hat, eine Studie, die angeblich belegt, dass die 85 reichsten Menschen so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Ein Skandal, möchte man meinen, wenn es denn wenigstens stimmen würde – was es aber nicht tut. Dies interessiert aber die Mehrzahl der selbsternannten „Gutmenschen“ nicht so sehr, denn das Wichtigste ist die Botschaft, die hinauszutragen so schnell wie möglich vonstattengehen muss, um größtmöglichen Nutzen für die eigenen Begehrlichkeiten daraus zu ziehen. Sogleich wurden vor allem von grün-lin­ker Seite umgehende Maßnahmen zur Bewältigung dieser „Ungerechtigkeit“ gefordert: höhere Besteuerung, deutlich mehr Umverteilung, hö­here Sozialausgaben, und so weiter und so fort. Alles Dinge, die beim modernen Sozialjunkie sofortige Glückshormone auslösen.

Nun, schon einige Tage später kamen erhebliche Zweifel an der Seriosität der Zahlen auf; ähnlich wie 2009, wo das Deutsche Institut für Wirtschaft behauptet hatte, dass 16,3 Prozent der Kinder in Armut leben, wo­rauf die damalige Koalition eine Erhöhung des Kindergeldes beschloss. Dumm nur, dass sich später herausstellte, dass die tatsächliche Zahl bei 8,3 Prozent lag. Da war aber die gewünschte Erhöhung und Umverteilung von Steuergeldern bereits beschlossene Sache.

Nun ist wieder ein Jahr rum, die selbsternannten Eliten der Welt treffen sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos – und et voilà. Da ist sie – die neue Oxfam-Studie. Zuverlässig dramatischer als die vorangegangene. Muss wohl auch so sein – sonst hört ja irgendwann keiner mehr zu.

Dass Horrorszenarien stetig steigender Ungleichheit und der immer weiter zunehmenden Armut in als typisch arm geltenden Ländern einer eingehenden Prüfung nicht standhalten, stört die Warner vor der „neoliberalen Hölle“ kein bisschen – ganz im Gegenteil. Je mehr sich zeigt, vor al­lem in ganz offiziellen Zahlen, dass die Armut seit Jahrzehnten beständig abnimmt, desto lauter werden die Stimmen der Ungleichheitspropheten. Denn laut der Weltbank lebten 1981 noch 44 Prozent der Weltbevölkerung (circa zwei Milliarden Menschen) unter der absoluten Armutsgrenze; eine Generation später zählten 1,1 Milliarden Menschen nicht mehr zu denjenigen, die unter dem Existenzminimum leben müssen; und das, obwohl die Grenze angehoben wurde und die Weltbevölkerung erheblich zu­genommen hat. Die internationale Arbeitsteilung hat Wirkung gezeigt, der Kapitalismus hat Menschen aus der Armut geführt. Dies ist also keinesfalls dadurch geschehen, dass mehr „umverteilt“ oder „die Reichen“ höher besteuert wurden; nein, dieses Phänomen ist dem zu ver­danken, was die „Propheten des Untergangs“ verteufeln; nämlich genau ihm – dem Kapitalismus und all den Dingen, die mit ihm verbunden sind … unter anderem eine marktwirtschaftliche Ordnung und Rechtssicherheit.

Trotz all dieser Tatsachen nutzen die grün-linken Umverteilungsträumer ihren Traum von der sozialen Gerechtigkeit, der in ihrer Welt nur darin besteht, anderen Menschen etwas wegzunehmen. Und dabei kommt Kurioses zutage. Würde man nämlich den Reichtum der 62 reichsten Menschen nehmen und ihn gleichmäßig auf alle verteilen, so hätte jeder einzelne Mensch auf einen Schlag ungefähr circa 500 Dollar mehr im Por­temonnaie. Ein Betrag, der einen Menschen in einem kolumbianischen Slum zwar wahrscheinlich zu Freudentänzen animiert, der aber keinesfalls garantiert, dass aus armen Menschen plötzlich wohlhabende Menschen und/oder erfolgreiche Unternehmer werden, die dieses Geld gewinnbringend einsetzen und nicht nur für den zwar absolut gegönnten, aber nicht sinnvoll verwendeten Konsum verbrauchen.

Aber das stört die gutmenschlichen Weltverbesserer auf ihrem Kreuzzug gegen „die Reichen“ nicht. Was interessieren auch Fakten, wenn man eine Meinung hat? Und so kommt es, dass solche „Studien“ finanziell üppig ausgestatteter NGOs mit Begeisterung verbreitet werden, um das Gutmenschentum und die damit verbundene Mega-Industrie namens „Armutsbekämpfung“ auch dauerhaft mit Arbeit versorgen zu können. Denn nun kommt der „Gutmensch“ à la Schneider zum Vorschein. Und wie es sich für Gutmenschen gehört, fordert er natürlich so dies und das. Zum Beispiel fordert er einen Mindestlohn von 11,50 Euro pro Stunde. Und die Anhebung der Hartz-IV-Sätze! Fein, und so ist Schneider ein Lehrstück der klassischen Spezies „Gutmensch“.

Und es ist stets amüsant, wenn man den Begriff „Gutmensch“ verwendet, um mit einer unverhohlenen Ironie eben diesen Kreis unserer Zeitgenossen in Frage zu stellen. Also nicht die Zeitgenossen an sich – sondern deren Absichten. Wenn man ihnen unverhohlen und „Aug in Aug“ mitteilt, dass sie – aus einem minder entwickelten Selbstwertgefühl heraus – ihre Gutmenschenparolen nur dann in den Ring werfen, wenn jemand anderes „Wichtiges“ es hört, sie von ihrer zur Schau gestellten Selbstlosigkeit ausschließlich Vorteile haben und – ganz wichtig – jegliche Verantwortung ihrer eingeforderten Ansprüche an die Allgemeinheit auch bei genau dieser Allgemeinheit liegt. Dann ist der Teufel los – Hauen und Stechen sind da zarte Streicheleinheiten, weit und breit keine Toleranz. Toleranz scheint nur dann „hip“ zu sein, wenn die eigene Meinung anstandslos wiedergekäut und niemals – niemals! – gar negativ kritisiert wird.

Im Moment ist es gerade (wieder einmal) besonders chic, wenn wir so tun, als wären wir ausschließlich am Wohl des anderen interessiert. Wir selbst sind nichts – in der Gemeinschaft liegt das Heil verborgen! Hatten wir alles schon – es ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir dieses Gebrabbel anscheinend immer wieder total erstrebenswert finden.

In der Politik und bei allen vom Staat abhängigen – und das werden jeden Tag mehr – Wohlfahrtsstaatsempfängern wächst die Begeisterung für die All­macht des Staates. Auch das hatten wir schon – es ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass wir es uns nicht verkneifen können, es immer wieder zu probieren. Denn ein Gutmensch ist jemand, der sich seine ideale Welt erträumt – in der er sich einredet, zu leben oder leben zu können. Egal, dass die Vergangenheit ihm vor Augen geführt hat, wie sehr er sich in seinen Ansichten irrt – er bleibt dabei. Denn dieses Mal könnte ja alles anders sein, obwohl die Ausgangsposition exakt die gleichen Merkmale aufweist. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt, zum Teufel in Menschengestalt erklären, und führen sich dabei wie die Gefolgsleute von Führern wie Hitler oder Stalin auf, nur dass sie nicht einer einzigen Person huldigen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind, in Frage zu stellen oder gar aufzugeben.

Erstaunlich ist, wie Gutmenschen mit zweierlei Maß messen – entspricht man ihren Wünschen und Wertvorstellungen, so gehört man zu den Säulen dieser Gesellschaft, tut man dies nicht, ist wahrlich der Teufel los. „Sozial ungerecht“, „egoistisch“, „rechts“. Suchen Sie sich bitte aus, was Sie sein möchten, wenn Sie dem Zeitgeist nicht entsprechen und wenn Sie nicht nach seinen Regeln leben wollen. Suchen Sie sich etwas aus, wo­mit sie am besten leben können – aber keine Sorge, der Rest kommt schon noch. Auf Dauer werden Sie mit allen „unfassbar schlechten“ Charaktereigenschaften in Verbindung gebracht.

Und so ist es auch im Falle von Ulrich Schneider, der sich absolut sicher sein kann, dass er mit seiner Armuts-Tirade den Nerv der Zeit trifft und kaum einer näher nachfragt, wie sich dieses feine Clübchen eigentlich finanziert und welch ein Wirtschaftsimperium inzwischen dort entstanden ist. Dieses Imperium wird es niemals zulassen, dass die Armut in diesem Land kleiner wird. Warum auch? Es lässt sich doch für viele enorm gut davon leben.

Der größte Posten im Bundeshaushalt ist der Sozialetat – mit enormem Abstand zu all den anderen Ausgaben. Nun könnte man meinen, dass dies gut investierte Gelder sind, die den Betroffenen zugutekommen. Aber nicht doch! Nein, weniger als die Hälfte kommt bei denen an, die es „nötig“ haben. Wenn sie es denn nötig haben. Die Frage ist – wollen sie alle es nötig haben? Wollen sie alle gern von „Papa Staat“ versorgt werden? Nein, natürlich nicht. Viele hassen ihren Zustand und tun alles, da­mit sie aus der Abhängigkeit entlassen werden. Aber! Vergessen Sie das, liebe Wohlfahrtsstaats-Beglückte. Vergessen Sie das! Sie sind in Ihrem bedauernswerten Zustand viel mehr wert für diese Herrschaften. Stünden Sie nämlich auf eigenen Füßen, würden Sie diesen geistigen Zwergen mit eben diesen ganz gehörig in den Allerwertesten treten.

Diese Gutmenschen brauchen Sie so dringend wie die Luft zum Atmen, denn ohne Sie wären sie ohne Aufgabe, ohne Einkommen, ohne ihren Hei­ligenschein. Der gutbezahlte Heiligenschein ist ihnen ungemein wichtig. Und mit dem zeigen sie jedem den langen Finger, der außerhalb unseres wohlmeinenden „Sozialstaates“ etwas für einen anderen Menschen tun will. Die außerhalb des „Systems“ Nächstenliebe praktizieren. Die jenseits der „Steuerehrlichkeit“ anderen Geschenke machen. Das, liebe Arme, das geht nun einmal gar nicht. Jeder Cent, der Euch zugutekommt, muss erst einmal durch die huldvollen Hände eines Gutmenschen fließen, der dann großzügig entscheidet, ob du, lieber Armer, oder du, lieber anderer Armer, davon einen Brotkrumen abkriegen soll.

Regulierungen, Strafen, Steuern und Abgaben sind alles Vehikel, womit Gutmenschen sich ein wundervolles Leben erschaffen. Existenzgründer, kleine und mittlere Betriebe werden von Gesetzen und Vorschriften ermordet und der zwangsweisen Armut zugeführt. Wer da raus will, muss sich erst einmal mit Behörden auseinandersetzen, wo dann Leute sitzen, die von Wirtschaft keinen blassen Schimmer haben, aber ihren Senf dazugeben.

Es wird sich niemals ändern: Arme Menschen brauchen kein Mitleid, arme Menschen brauchen Inspiration, Rückgrat und Biss. Mitleid spendet ihnen ein Laib Brot, der sie nicht verhungern lässt, oder man „gönnt“ ihnen Unterhaltung, so dass sie ihr Elend für einige Zeit vergessen können. Aber Inspiration kann sie dazu bringen, sich aus ihrer Not zu befreien. Wenn man den Armen helfen will, dann sollte man ihnen zeigen, wie man wohlhabend wird. Dann sollte man ihnen ein Vorbild sein. Ein Vorbild in Sachen Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Durchhaltevermögen. Dann sollte man ihnen zeigen, wie es möglich ist, aus seinem eigenen Leben etwas zu machen und unabhängig zu sein … unabhängig von Almosen, unabhängig von Brotkrumen, die „dem Armen“ hingeworfen werden – und für die er auch noch dankbar zu sein hat. Aber dies ist nicht das Ziel, das die „Armutsprediger“ verfolgen, denn die gesamte „Sozialdemokratie“ lebt von Rechtfertigungen, Umverteilung und moralischem Relativismus, und ständig wollen sie sich „um die Armen kümmern“. Und sie „kümmern“ sich ja so gern; sie finden es so erlösend für ihren Selbstwert, wenn sie andere unter ihre Fittiche nehmen können.

Und warum machen Sie, Herr Schneider, und Ihresgleichen das? Weil Sie alle besonders gute Menschen sind? Nein, keineswegs ist dies der Fall. Sie ziehen sich daran hoch, dass man Institutionen wie das Ihre „braucht“, dass Menschen wie Sie „Helden“ sein dürfen. Weil ein anderer von Ihresgleichen abhängig ist. Niemals wird unter dieser „Kümmerei“ die Armut aufhören, niemals. Denn dann wären Sie und Ihresgleichen überflüssig. Und so nimmt es kein Ende, dass, anstatt staatliche Wohltaten, Regulierungen und Energieverordnungen strikt einzugrenzen, eine Unmenge von Pseudo-Gefälligkeiten gießkannenmäßig verteilt wird, so dass auch nahezu jeder etwas von der Bestechung hat. Und die Rechnung geht auf! „Die Deutschen halten die Bundesrepublik für ein ungerechtes Land und wünschen sich mehr soziale Gerechtigkeit.“ Dass die Ungerechtigkeit in einem verbrecherischen Falschgeldsystem und einem darauf aufbauenden Steuermoloch zu suchen und zu finden ist – nicht ein klitzekleiner Gedankenblitzer! Bei diesem ganzen Plan muss man eben nur dafür sorgen, dass es noch ein paar arme Tröpfe gibt, die für den Wohlstand arbeiten gehen. Die werden mit salbungsvollen Worten so lange bei Laune gehalten, bis die Profiteure sich mit dem finanziellen Ertrag – für den andere gesorgt haben – vollgesaugt haben. Dann werden sie ihr wahres Gesicht zeigen – dann, wenn nichts mehr zu holen ist.

Fragen Sie mal die – in Feierlaune leicht angeschickerten – Chefs von „Wohlstandsvereinigungen“, die sich – bis auf einige sehr wenige Ausnahmen – keinen besseren Arbeitsplatz wünschen können als den, den sie haben. Gutmensch und reich! Gibt es ein schöneres Leben? Betrachten Sie nur einmal die Armutsindustrie – zu ihrem verdorbenen Magen kommt dann ein ganz schön dicker Kopf hinzu. Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man von Herzen lachen!

Und noch etwas für alle die, die den Begriff „Gutmensch“ immer in die nationalsozialistische Herkunftsecke schieben und damit automatisch jeden, der ihn benutzt, sofort aburteilen: Augen und Ohren auf bei der Herkunftsbeschreibung. 2006 behauptete der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), die Herkunft des Begriffes liege in der Zeit des Nationalsozialismus – eine Behauptung, die von unzähligen Zeitgenossen ungeprüft einfach übernommen wurde. Doch nicht nur das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung widerspricht der Behauptung, das Wort „Gutmensch“ sei im nationalsozialistischen Sprachgebrauch verwendet worden. Und zwar eindeutig. Entsprechende Behauptungen wurden geprüft und haben sich als haltlos erwiesen.

Viel eher kann man den Pädagogen Christian Oeser als Wortschöpfer von „Gutmensch“ identifizieren, denn in seinem 1859 veröffentlichten Buch „Briefe an eine Jungfrau über die Hauptgegenstände der Ästhetik“ heißt es über besonders naiv Gutmeinende: „Wird nicht ein solch unberatener Gutmensch für seine unbedingte Menschenliebe verlacht, für einen Toren von der ganzen Welt gehalten werden und ein Opfer seiner Schwäche sein?“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Juwelen – das Magazin“.


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