23. Oktober 2013

Claudia Roth Die 12.400-Euro-Sozialkritikerin

Eine Antideutsche wird Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags

Gestern wurde Claudia Roth zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags gewählt. Offen gestanden halte ich es für ein Armutszeugnis für die CDU, dass auch viele Unionsabgeordnete für eine Frau stimmten, die schon so häufig gezeigt hat, dass es ihr an jeglicher politischer Seriosität mangelt. Als Beispiel sei nur auf ihre hochpeinlichen Ergüsse über „die Konflikte in der Türkei“ verwiesen, die unter diesem Artikel verlinkt sind. Diese Frau ist definitiv nicht dazu geeignet, im Bundestag oder überhaupt irgendwo ein politisches Amt zu übernehmen. Vor allem aber ist es erstaunlich, dass die ach so alternative und „unbequeme“ Claudia Roth, die von Spiegel online als „letzte Rock’n’Rollerin“ bejubelt wird, plötzlich solch staatstragende Ambitionen zeigt. Wie kommt es bloß zu dieser Transformation von der schrillen Anti-Atom-Aktivistin und „Rock’n‘Rollerin“ zur honorigen Vizepräsidentin des Hohen Hauses? Und wieso kandidiert sie für ein Amt, von dem sie selbst wissen müsste, dass sie als aufbrausende Krawalltüte völlig ungeeignet dafür ist? Gibt es etwas, das diesen Widerspruch aufhebt? Hängt es damit zusammen, dass die insgesamt sechs Vizepräsidenten des Deutschen Bundestags jeweils rund 12.400 Euro monatlich verdienen, wozu sich dann noch Pensionsansprüche addieren?

Denn Reichtum und Profitgier sind aus gutmenschlich-grüner Sicht zwar Teufelszeug – aber nur dann, wenn die anderen davon betroffen sind, beispielsweise ein konservativer Limburger Bischof. Als sich kürzlich eine erregte Mediendiskussion über den rund 30 Millionen teuren Bischofssitz des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst entzündete, konnte sich die 12.400-Euro-Sozialkritikerin Roth nicht genug als besserer Mensch aufspielen. „Prunksucht in diesem Ausmaße“ wollte Roth nicht unkommentiert lassen, weshalb sie sogleich den mahnenden Zeigefinger hob. Der Bischof solle gefälligst „ganz andere Werte vertreten als Reichtum, Prunksucht und Eigeninteresse“, so die reiche Reichtums-Gegnerin Roth. So, so. „Reichtum, Prunksucht und Eigeninteresse“ findet die 12.400-Euro-Sozialkritikerin also ganz furchtbar. Wenn Sie so sehr gegen „Reichtum“ und „Prunksucht“ ist, dann könnte sie doch einmal lautstark die Tatsache anprangern, dass dieser Bundestag sich sechs Vizepräsidenten leistet und diese dann so fürstlich entlohnt.

Doch die grünlinke Bionade-Bourgeoisie will es auch nicht übertreiben mit der moralisierenden Sozialkritik; schließlich haben die Grünen ja nachweislich die reichsten Wähler von allen Parteien des Bundestags. Die Großverdienerin und 12.400-Euro-Sozialkritikerin Claudia Roth, die auf einer Leinwand des letzten Grünen-Parteitags mit einem Glas Rotwein gezeigt wurde, klagt gerne mal über die „forcierte Durchmarktung und Entsolidarisierung in der Lebenswelt“. Selbst ist sie natürlich die Solidarisierung in Person. Besonders solidarisch ist sie mit ihren „Rassismus“-Vorwürfen gegenüber jenen, die monatlich nur über einen Bruchteil von 12.400 Euro verfügen, und die die Konsequenzen der von ihr verzapften, bourgeoisen grünen Lebenslügen auszubaden haben. Wie solidarisch von ihr, dass sie nun aus egoistischen Gründen dafür sorgen wird, dass das Bundestagspräsidium sogar noch unter das geistige Niveau des restlichen Bundestags rutschen wird.

Kritiker hatten vor ihrer Wahl zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags darauf hingewiesen, dass die 12.400-Euro-Sozialkritikerin zudem ein gestörtes Verhältnis zu dem Land zu haben scheint, dessen Parlament sie präsidial vertreten soll. Dies hat bei ihr alte Tradition: Schon 1990 marschierte sie auf einer Demonstration gegen die Wiedervereinigung Deutschlands hinter einem Plakat mit der Aufschrift: „Nie wieder Deutschland! Gegen die Annexion der DDR! Gegen den deutschen Nationalismus!“ Doch man muss überhaupt nicht solche alten Kamellen auspacken, denn ihr Deutschlandbild hat sich offenbar kaum geändert. Wer von Nationalstolz „daherredet“, so Roth noch 2007 in einem Aufsatz für den „Freitag“, der spalte und mache „ausgrenzende Haltungen von rechtsaußen in der Mitte der Gesellschaft salonfähig“.

Außerdem erregte sich Roth in dem Aufsatz über Eva Herman, die geschrieben habe: „Wir sterben aus … Deutschland bekommt kaum noch Kinder“. Für Roth ist dies ein „Weckruf an die Germanen“, der eine „völkische Wendung in der Demographie-Debatte“ markiere. Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich es beim Namen nenne: Mit Claudia Roth ist eine Antideutsche zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags geworden. Aber wenn man zur grünlinken Bionade-Bourgeoisie gehört, dann sieht man natürlich keinerlei Anlass zur Rechtfertigung dafür, dass man das Land verachtet, nach dessen Trog man giert. Rein finanziell scheint die 12.400-Euro-Sozialkritikerin unser Land dann doch nicht so verächtlich zu finden. Da drückt sie dann offenbar auch ein Auge zu, wenn auch ein paar „Germanen“ für ihren bonzigen grünlinken Lebensstil blechen müssen.

Die 12.400-Euro-Sozialkritikerin dürfte ganz genau wissen, dass sie mit ihrer Mentalität völlig ungeeignet für ein solches Amt ist. Dies sah man offenbar auch beim „Bayerischen Rundfunk“ so, der nun besorgt fragte, ob Roth als „emotionale Wuchtbrumme“ denn wirklich den Bundestag „stilvoll repräsentieren“ könne; schließlich seien dort „schrille Auftritte nicht sehr gefragt“. Aber die 12.400-Euro-Sozialkritikerin weiß natürlich schon, wie sie derartige Bedenken entkräften kann: „Ich komm‘ aus ‘ner sehr bürgerlichen Familie“, hört man sie nun im „Bayerischen Rundfunk“ betonen. Na dann! Merkwürdig: Eben klagte sie noch über das „Daherreden“ von Nationalstolz und geißelte die „forcierte Durchmarktung und Entsolidarisierung in der Lebenswelt“ – und nun beruft sie sich ganz forciert auf ihre „bürgerliche“ Abstammung. Außerdem sei sie „preußische Schwäbin“, so die bisherige chronische Gegnerin preußischer Werte. Da freut sich Bischof Tebartz-van Elst bestimmt.

Das gesamte korrupte, grünlinke Moralapostel-Milieu ist eine einzige Ansammlung von steinreichen, geldgeilen, etablierten und snobistischen Sozialkritik-Bonzen, die bei Rotwein und Kaviar über den „Raubtierkapitalismus“ wettern, während sie ihre Kinder in schicke Privatschulen schicken. Claudia Roth ist ein Symbol für diese erbärmliche grünlinke Verlogenheit und Selbstgerechtigkeit. Was sagt dies über die gleichförmigen Medien und schwarzgelben Politiker aus, die diese Frau seit Jahrzehnten hofieren und als irgendwie sympathisch und authentisch weichzeichnen?

Links:

Claudia Roth über „die Konflikte in der Türkei“

Claudia Roth über die vermeintlich „völkische“ Eva Herman

Claudia Roth will „Preußische Schwäbin“ sein


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