Arne Hoffmann

Jg. 1969, Medienwissenschaftler und Journalist. Regelmäßiger Kolumnist der Zeitschrift eigentümlich frei.

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Frauenhäuser: Zweifelhafte Staatsfinanzierung

von Arne Hoffmann

Eine sexistische Perspektive führt zu Täter- statt Opferschutz

Als ich es zum ersten Mal sah, glaubte ich einen Moment lang, ein Vorzeichen der Apokalypse vor mir zu haben. Auch wenn sich diese Befürchtung bald legte, ein kaum fassbares Wunder blieb es doch: Die normalerweise stramm feministisch ausgerichtete Nachrichten-Plattform Spiegel-Online hatte sich mit dem Thema "Häusliche Gewalt gegen Männer" beschäftigt.

"Sie werden geschlagen und wehren sich nicht" hieß es in dem Anreißer des Artikels. "Sie werden gedemütigt und reden nicht darüber: Für Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, gibt es in Deutschland kaum Zufluchtsorte. Ein gemeinnütziger Verein aus Oldenburg bietet ihnen Unterschlupf." Vorgestellt wurde sodann das derzeit einzige in Deutschland existierende "Männernhaus" (ein anderes befand sich für ein paar Jahre in Berlin).

Und noch eine absolute Ausnahmeerscheinung fiel in dem Artikel auf: Die Journalistin von Spiegel-Online, Sonja Vucovic, kritisierte in ihrem Beitrag zwar nicht direkt, aber immerhin implizit sogar die einseitige Politik unseres Frauenministeriums: "1976 eröffnete das erste Frauenhaus - inzwischen sind es mehr als 400 bundesweit. Sie alle werden staatlich gefördert und für die Gesellschaft ist der Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt durch die Solidargemeinschaft längst selbstverständlich. Aber ein 'Männerhaus' fördern? So etwas sei 'angesichts endlicher Haushaltsmittel nicht gerechtfertigt', erklärt Andreas Aumann, Pressereferent im Bundesfamilienministerium."

Vermutlich hat Sonja Vucovic lediglich ausgenutzt, dass sich sämtliche Zensur-Instanzen von Spiegel-Online gerade im Sommerurlaub befinden, und wird für ihren Tabubruch bald in hohem Bogen auf die Straße befördert werden. Wer weiß schon, mit was man andernfalls als nächstes rechnen müsste – am Ende sogar mit freundlichen Artikeln über die Männerrechtsbewegung und anderen Entsetzlichkeiten mehr. Aber dieser Artikel erlaubt mir, den Ball aufzunehmen. Denn natürlich ist die Aussage von Andreas Aumann ein Skandal. Wir wissen seit den achtziger Jahren, und spätere Studien haben es wieder und wieder bestätigt, dass Gewalt in heterosexuellen Partnerschaften zu mindestens demselben Ausmaß von Frauen ausgeht wie von Männern. Dass für 400 Frauenhäuser Geld da ist, aber sobald die andere Hälfte der Opfer ihren Bedarf anmeldet, jegliche finanzielle Aufwendung als "nicht gerechtfertigt" gilt, das ist nun mal die Folge davon, dass es in Deutschland ein Frauenministerium gibt und kein "Männerministerium" oder "Ministerium für Geschlechter und Generationen". Jegliche Behauptung, das Ministerium verstünde sich ja auch als Familienministerium und sei insofern gleichermaßen auch für die Angehörigen des männlichen Geschlechtes da, entpuppt sich vor diesem Hintergrund einmal mehr als dreiste Lüge.

Nun bin ich kein libertärer Autor, sondern ein liberaler, und mein Anliegen ist eine Verbesserung der Situation für Männer und nicht eine Verschlechterung der Lage von Frauen. Vor diesem Hintergrund bin ich eigentlich dafür, dass mit staatlicher Hilfe wenigstens vier oder fünf Männerhäuser errichtet werden, um zu sehen, ob dafür überhaupt ein Bedarf vorhanden ist. Im US-Bundesstaat Ohio und in der Türkei gibt es solche Einrichtungen bereits, in Dänemark sind die drei bestehenden Männerhäuser sogar dermaßen überfüllt, dass ... nun ja ... die Männer sich fast um den Zutritt prügeln. Dem deutschen Männerrat zufolge hat die Polizei der Stadt Bamberg Bedarf für ein Männerhaus geäußert, da auch viele Männer von häuslicher Gewalt betroffen seien. Im Südtiroler Bozen gibt es ein Männerhaus für verarmte männliche Scheidungsopfer. Es ist durchaus möglich, dass sich die Nachfrage von Männern nach einer entsprechenden Notunterkunft als weit geringer herausstellt als bei den Frauen (nicht jedes Konzept der Opferhilfe passt für jede Gruppe), aber das käme auf einen Versuch an. So weit zu meiner bisherigen Position. Nun aber ist die Stellungnahme von Andreas Aumann dermaßen unverschämt, dass es mich schon reizt, aus reiner Daffke zu diesem Anlass einmal libertäre Kleidung anzuprobieren.

Dem Spiegel-Online-Artikel zufolge ist das Männerhaus in Berlin zwar aufgrund ausbleibender Zuschüsse vom Senat vor die Hunde gegangen und steht jetzt kurz vor der Zwangsversteigerung. Immerhin aber hat es volle 13 Jahre durchgehalten. In Oldenburg hingegen sei – ebenfalls ganz ohne staatliche Bezuschussung – die wirtschaftliche Situation entspannt und die Bilanz erfreulich: Zwei Drittel der Betroffenen, die das Angebot nutzten, waren nach durchschnittlich drei Monaten Aufenthalt in der Lage, eine eigene Wohnung zu beziehen und die Beziehungskonflikte zu klären. Die Vereinskassen sind sogar so gut gefüllt, dass die Betreiber des Männerhauses planen, bald eine zweite Wohnung zu eröffnen. Für ein absolutes Pilotprojekt, wie es ein Männerhaus darstellt, das sich hierzulande auf keinerlei zurückliegende Erfahrungswerte berufen kann, ist ein voller Erfolg bei zwei Versuchen alles andere als schlecht. Das Konzept das staatsfreien Selbstverwaltung scheint funktioniert zu haben und man kann sich für spätere Anläufe an den Erfolgsrezepten der Betreiber bedienen.

Wie sieht es hingegen mit den Frauenhäusern aus? Wer das wissen möchte, wendet sich am besten an Erin Pizzey, die 1971 das erste moderne Frauenhaus der Welt im Londoner Stadtteil Chiswick begründete. (In früheren Jahrhunderten gab es kirchliche Frauenhäuser für sogenannte "gefallene Mädchen" und mittellose Frauen.) Von Pizzey stammt mit "Scream Quietly Or The Neighbours Will Hear" (1974) auch das erste Buch über häusliche Gewalt. Allerdings fand Pizzey schnell heraus, dass von den ersten 100 Frauen, die ihr Frauenhaus aufsuchten, 62 ebenso gewalttätig oder noch gewalttätiger als ihre Männer waren. Diese Frauen kehrten auch wieder und wieder zu ihren Partnern zurück.

In der britischen "Daily Mail" schilderte Pizzey am 22. Januar 2007 ihre Erfahrungen: "Ich war entschlossen, die Kette der Gewalt zu durchbrechen. Aber als die örtliche Zeitung die Geschichte über unser Haus aufgriff, begann ich mir über eine ganz andere Bedrohung Gedanken zu machen. Ich wusste, dass die radikalfeministische Bewegung massiv an Zulauf verlor, weil vernünftigere Frauen ihre männer- und familienfeindliche Ausrichtung ablehnten. Also suchten die Feministinnen jetzt nicht nur nach einem Thema, sondern sie wollten auch Geld. 1974 organisierten die Frauen, die in meiner Zuflucht lebten, ein Treffen in unserem örtlichen Gemeindesaal, um andere Gruppen zu ermuntern, im ganzen Land Zufluchtsstätten zu eröffnen. Wir waren verblüfft und verängstigt über die radikalen lesbischen und feministischen Aktivistinnen, die ich dort teilnehmen sah. Diese wählten sich selbst in eine landesweite Bewegung. Nach einem hitzigen Streit verließ ich mit meinen misshandelten Müttern den Saal – und was ich am meisten befürchtet hatte, geschah. Innerhalb weniger Monate kaperten die Feministinnen die Bewegung zur Bekämpfung häuslicher Gewalt, nicht nur in Großbritannien, sondern international. (...) Sie profilierten sich mit vereinfachenden Äußerungen, die genauso dumm wie parteiisch waren: 'Alle Frauen sind unschuldige Opfer der Gewalt der Männer', erklärten sie. Sie eröffneten die meisten Zufluchtsstätten des Landes und verboten Männern, darin zu arbeiten oder in ihrer Verwaltung zu sitzen. (...) Mit der ersten Spende, die wir 1972 erhielten, hatten wir auch einen männlichen Spielgruppenleiter eingestellt, denn wir spürten, dass unsere Kinder die Erfahrung guter, sanfter Männer brauchten. Wir entwarfen ein Behandlungsprogramm für Frauen, die erkannten, dass auch sie gewalttätig und dysfunktional waren. Und wir konzentrierten uns auf Kinder, die durch Gewalt und sexuellen Missbrauch verletzt waren. Die feministischen Flüchtlinge allerdings fuhren damit fort, Trainingsprogramme zu entwerfen, die ausschließlich männliche Gewalt gegen Frauen beschrieben. Langsam wurde der Polizei und anderen Organisationen das Gehirn dahin gehend gewaschen, dass sie die Forschungsergebnisse ignorierten, die bewiesen, dass auch Männer Opfer sein konnten. Trotz Attacken in der Presse durch feministische Journalistinnen und trotz anonymer Drohanrufe fuhr ich damit fort zu argumentieren, dass Gewalt ein erlerntes Verhaltensmuster aus der frühen Kindheit sei. Als ich Mitte der achtziger Jahre mein Buch 'Prone to Violence' über gewaltbereite Frauen und ihre Kinder veröffentlichte, wurde ich von Hunderten feministischer Frauen belagert, die Schilder schwenkten wie 'Alle Männer sind Schweine' und 'Alle Männer sind Vergewaltiger'. Wegen Drohungen, mir Gewalt anzutun, konnte ich mich nur unter Polizeischutz im Land bewegen."

Das war nicht Pizzeys erste Wortmeldung zu diesem Thema. In ihrem Artikel "How the Women's Movement Taught Women to Hate Men" (Wie die Frauenbewegung Frauen beibrachte, Männer zu hassen), der auf einer ganzen Reihe von Websites veröffentlicht wurde, berichtet Pizzey mehr: "Im Jahr 1977 luden mich die Kongressabgeordnete Lindy Boggs und der Kongressabgeordnete Newton-Steer zu einem Festessen auf dem Kapitolshügel ein. Ich merkte dabei, dass ich mich mit meinen Meinungsäußerungen unpopulär machte. Nach dem Ende meiner Rede mied mich jeder am Tisch. Auch beim Presseclub in Washington ging es mir nicht anders. Der Ausdruck auf den Gesichtern der verbissenen Journalistinnen amüsierte mich sehr. Ein großer Teil meiner Reden wurden abgesagt, besonders in New York und Boston. (...) Die Erfahrungen bei meinem Aufenthalt in Deutschland auf Einladung des Ministers für Soziales, Gesundheit und Sport waren nicht grundsätzlich anders. Ich hinterließ einige sehr grimmig dreinschauende deutsche Sozialarbeiter am Tisch, weil ich nicht länger ertragen konnte, was aus den Frauenhäusern werden sollte. Ich sah, wie die Frauenbewegung dort Bastionen des Männerhasses aufbaute. Es sind Festungen, in denen Frauen unterrichtet werden, dass Männer 'Vergewaltiger und Bastarde' seien, und wo Kindern großer Schaden zugefügt wird, indem ihnen beigebracht wird, dass man Männern nicht trauen kann."

"Es gibt so viele gewalttätige Frauen wie Männer", erklärte Pizzey schließlich in Philip Cooks Buch "Abused Men: the Hidden Side of Domestic Violence" (Westport 1997). "Aber es steckt viel mehr Geld darin, Männer zu hassen, vor allem in den Vereinigten Staaten – Millionen von Dollar. Es ist politisch gesehen keine gute Idee, das hohe Budget für Frauenhäuser zu bedrohen, indem man sagt, dass nicht alle Frauen dort ausschließlich Opfer sind. So oder so, die Aktivistinnen dort sind nicht da, um Frauen dabei zu helfen, mit dem fertig zu werden, was ihnen widerfahren ist. Sie sind da, um ihre Budgets zu begründen, ihre Konferenzen, ihre Reisen ins Ausland und ihre Stellungnahmen gegen Männer."

Bald schon konnte Pizzey keine öffentlichen Reden mehr halten, ohne von Frauenrechtlerinnen niedergeschrien zu werden. Sie wurde das Opfer von Telefonterror, Morddrohungen an sie und Mitglieder ihrer Familie, jemand schoss auf ihr Haus und brachte ihren Hund um. Schließlich flüchtete sie aus England nach New Mexico. Sie war nicht die einzige, die Frauen mit Gewalt bedrohten, weil für diese die Behauptung, auch Frauen seien gewaltbereit, so unanehmbar erschien. Ähnlich ging es Suzanne Steinmetz, einer Wissenschaftlerin, die ebenfalls stark im Bereich häuslicher Gewalt gegen Frauen engagiert war. Um 1980 stieß sie gemeinsam mit ihren Forscherkollegen Richard Gelles und Murray Straus als erste darauf, dass die Rate der Opfer und Täter zwischen Männern und Frauen im etwa gleichen Ausmaß verteilt war. Als sie ihre Forschungen publik machte, wurden Steinmetz und ihre Kinder mit dem Tode bedroht, und bei dem Treffen einer Bürgerrechtsbewegung, bei dem sie sprechen sollte, ging eine Bombendrohung ein.

Dieser Terror war bis heute in höchstem Maße wirkungsvoll. "Die Politik ignoriert häusliche Gewalt von Frauen weitgehend" hieß es am 17. Februar 2008 in einem Artikel des "Kölner Express". "Ein vom Bundestag 2001 in Auftrag gegebenes Gutachten verschwand schnell in den Berliner Schubladen – weil es enthüllte, dass Frauen mindestens ebenso brutal vorgehen wie Männer." Zitiert wird in diesem Artikel auch Professor Gerhard Amendt, Leiter des Instituts für Geschlechter- und Generationenforschung an der Universität Bremen. Er befindet: "Die Fakten erschüttern die schöne Ideologie, wonach Frauen nur friedfertig und zur Gewalttätigkeit nicht fähig sind. Doch dieses Bild muss bestehen bleiben – zu viele bequeme und öffentlich bezahlte Jobs in Frauenhäusern, Gleichstellungsstellen usw. hängen daran." Deutlicher formuliert: Das Frauenhaus ist entgegen seiner öffentlichen Wahrnehmung inzwischen zu einer Einrichtung verkommen, von der ein Schutz der Täter und ein Vertuschen der Opfer ausgeht – solange nur die Täter weiblich und die Opfer männlich sind.

Dementsprechend sind die Ergebnisse. Im Dezember 2006 berichtete der ORF über einen Wiener, der nach Vergewaltigungsvorwürfen fünf Monate lang in Untersuchungshaft verbracht hatte. Schließlich gab das vermeintliche Opfer im Zeugenstand zu, die Vorwürfe aus Wut erhoben zu haben. Sie habe ihre Angaben schon viel früher richtig stellen wollen, sei jedoch vom betreffenden Frauenhaus daran gehindert worden. Kurz zuvor schon war dem Dachverband-Verein der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser vorgeworfen worden, Zahlen in der Anruf-Statistik der "Frauenhelpline gegen Männergewalt" verfälscht zu haben, um sich auf diese Weise öffentliche Gelder zu ergaunern. Und in Schweden sind im April 2007 die Frauenhäuser der Organisation ROKS (Reichsverband der Frauen- und Mädchenhilfe in Schweden) ins Kreuzfeuer geraten, nachdem sie einem Vater seine Kinder entzogen hatten (für die er das alleinige Sorgerecht hatte).

Die deutschen Frauenhäuser blieben bislang von solchen Affären verschont. Aber auch hier besteht offenbar Anlass zur Kritik. Unter der Überschrift "Die Frauenhauslüge" betreibt Max Erdinger eine Website, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Vätern zu helfen, deren Partnerinnen ins Frauenhaus "geflüchtet" seien, um sich auf diese Weise des Kindesentzugs schuldig zu machen. Unter derselben Überschrift existiert auch ein umfangreicher Ratgeber für Betroffene im Web, und Faltblätter informieren darüber, dass Frauenhäuser instrumentalisiert würden, um eine Frau vor einer Scheidung in eine günstige "Opferposition" zu bringen. Intensiv diskutiert wird auch, ob der bekannte "Drehtüreffekt" nicht die Betroffenenzahlen künstlich in die Höhe schraube: Viele Frauen kehren in die alte Beziehung zurück, erleben erneute Gewalt, tauchen erneut beim nächsten Frauenhaus auf und werden so ein weiteres Mal von der Statistik erfasst. Das Ergebnis wären unrealistisch hohe Betroffenenzahlen, die zur Begründung immer weiterer staatlicher Zuschüsse verwendet werden. Eine offene, kontroverse Diskussion gibt es über dieses Thema nicht, denn solche Verdachtsäußerungen sind nicht politisch korrekt.

Selbst in der internationalen Männerrechtsbewegung nehmen ausgesprochene Kritiker der Frauenhäuser eine Minderheitsposition ein. In der Regel ist die Sorge zu groß, dass tatsächlichen Opfern eine Zufluchtstätte verwehrt wird, man möchte lieber konstruktiv statt destruktiv sein und nicht zuletzt erinnert man sich daran, dass die Gewaltausbrüche gegen Erin Pizzey und Suzanne Steinmetz mit der Angst begründet wurden, die konservativen Regierungen der frühen achtziger Jahre (Reagan in den USA, Thatcher in England) könnten die ermittelte Gleichverteilung bei den Opfern häuslicher Gewalt dazu verwenden, solchen Zufluchtstellen Gelder zu streichen. Sobald die Feministinnen einmal begreifen würden, so dachte man, dass es uns um Hilfe für die männlichen Opfern statt um ein Herunterspielen der weiblichen ging, würden sie auch die vorliegenden Forschungsergebnisse akzeptieren, ohne gegen die betreffenden Wissenschaftler Terror auszuüben.

Die aktuelle Stellungnahme Andreas Aumanns belehrt uns eines besseren. Wenn staatliche Gelder für 400 Frauenhäuser sprudeln, aber für die betroffenen Männer schon vor dem ersten Versuch die Mittel erschöpft sind, dann zeigt das klar, wohin die Reise geht. Das Motto des Feminismus, ob innerhalb oder außerhalb eines staatlichen Ministeriums, bleibt dasselbe: ALLES für die Frauen und NICHTS für die Männer. Und mit der Ausnahme einer einzigen Spiegel-Online-Reporterin hüllt sich fast die gesamte Medienwelt über diese Perfidie in demütiges Schweigen. Auch hier fehlt einer freien Gesellschaft die offene Debatte. So wie es jetzt aussieht, finanzieren wir Männer mit unseren Steuergeldern Ideologinnen, die uns hassen, während wir gleichzeitig als selbstverständlich hinnehmen, dass für unser eigenes Geschlecht kein Cent übrig bleibt. Das ist Gutmütigkeit bis zur Selbstzerstörung. Die staatliche Finanzierung von Frauenhäusern gehört endlich auf den Prüfstand.


Linkliste:

Spiegel-Online-Artikel über das deutsche Männerhaus

Website "Die Frauenhauslüge"

Bibliographie mit knapp 300 Untersuchungen, die mindestens eine Gleichverteilung der häuslichen Gewalt belegen

Die aktuellste internationale Studie zur Gewalt in der Partnerschaft

Informativer Eintrag "Männerhaus" des Berliner Männerrats

Artikel über ein Männerhaus in den USA

Artikel über die Männerhäuser in Dänemark

Erin Pizzeys Artikel "How feminists tried to destroy the family" in der "Daily Mail"

Erin Pizzeys Artikel "How the Women's Movement Taught Women to Hate Men"

Männerbüro Trier (Anlaufstelle für männliche Opfer häuslicher Gewalt)

Zentrale Informationsstelle autonomer Frauenhäuser

26. Juli 2008

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Kommentare

Menelaos, am 26. Juli 2008 um 19:20 ( Link )

Ich kenne mich mit dem Thema (Frauengewalt) kaum aus, und das was ich gerade gelesen habe ist....naja, unangenehm.

Als Jurist muss ich dabei aber anmerken, das die Chancen einer Verfassungsbeschwerde gut wären, soweit diese Studien seriös genug sind.

Allerdings könnte eine solche nur ein "Betroffener", in diesem Fall ein Betreiber eines Männerhauses einreichen..... und wer macht sich schon die Mühe...... traurig eigentlich.

chrisv, am 26. Juli 2008 um 21:17 ( Link )

Aus dem verlinkten Material, insbesondere der Webseite "frauenhausluege.com", wird in keinster Weise ersichtlich, inwieweit tatsächlich ein Bedarf an 400(!) Frauenhäusern in .de besteht, jedenfalls solange man nicht das Schaffen von Posten und Einnahmequellen für feministische Seilschaften als eigenständigen förderungswürdigen Zweck annimmt. Insofern erscheint es nicht ganz nachvollziehbar, wenn sich der Autor trotz einem Bekenntnis zum Liberalismus nicht für den Abbau dieser schädlichen Subventioniererei einsetzt. Dem Vernehmen nach stiften solche Einrichtungen mehr Schaden als Nutzen; als Steuerzahler auch noch zu deren Finanzierung gezwungen zu werden ist eine Zumutung und nicht akzeptabel.

Tanja Krienen, am 27. Juli 2008 um 9:10 ( Link )

Es gibt bereits zuhauf "Männerhäuser", nämlich die vielen Obdachlosenheime überall. Allerdings sind sämtliche Differenzierungen abzulehnen, so auch eine Selektion nach Geschlechtern oder "Besonderheiten". Es gibt schon jetzt genügend Einrichtungen, in denen Menschen verschiedenster Art zusammenleben und DAS ZUSAMMENLEBEN LERNEN!

Nun gibt es sogar sogar skandalösesweise eine vom Kinderschutzbund eingerichetete "Gender" - und "Transgender" (was immer das auch sein mag) - Gruppe. Demnächst wohl auch eine für schwarze Zwerge, weiße Riese und großnasige Krainer, die aber wiederum von den Ukrainern getrennt leben möchten.

Jedem sein Haus!

albino, am 28. Juli 2008 um 13:21 ( Link )

Bedauerlich, dass man solche informativen Artikel wie den von Arne Hoffmann nur in den "systemkritischen" Medien findet. Die Mainstream-Medien sind (bis auf gelegentliche Ausrutscher wie diesen "Spiegel"-Beitrag) fester Bestandteil der "Keine Gewalt gegen Frauen"-Koalition, zu der auch Feministinnen ("Frauen helfen Frauen"), Polizeidienststellen, Justiz und natürlich die Politiker gehören. Wenn dann doch einmal - sicherlich ein Versehen des Zensors - irgenwo eine freie, tabulose Diskussion über den Sinn und Zweck von Frauenhäusern losbricht wie seinerzeit auf dem Forum der Kasseler Zeitung HNA, tun sich interessante Erkenntnisse auf:

Die Befürworter der Frauenhäuser haben sich aus dieser Diskussion schnell zurück gezogen, nachdem ihnen die Argumente ausgingen. Lediglich eine Teilnehmerin aus Bayern, die fundiertes Wissen zeigt, vertrat während der ersten Woche ihre Meinung. Der Versuch einer Frau, das Thema der Lächerlichkeit Preis zu geben, scheiterte. Verschiedene Beleidigungen werteten sicher nicht das Ansehen der Urheber auf. Besonders bedauerlich finde ich, daß ausgerechnet lokale Vertreter der Politik aus Mangel an Argumenten sehr schnell verstummten. Gerade diese waren angesprochen.
In der zweiten Woche wurde der Umgangston schärfer. Z. B. hat sich oben erwähnte Teilnehmerin aus Bayern zuerst aus dem Thread verabschiedet, sich dann aber unter anderem Namen weiter beteiligt. Dabei hatte sie sich jedoch auch von ihrer sachlichen Art verabschiedet, der sie Anfangs auszeichnete. Als Hörensagen - Geschichten als Argumente herhalten sollten, entlarvten sich die Urheber selbst. Dem hessischen Juso-Vorsitzenden Enrico Schäfer, der sich an dieser Diskussion beteiligt, gingen schnell die Argumente Pro-Frauenhaus aus und er ersetzte sie z.B. durch Urlaubsbeobachtungen. Ich hatte im Beitrag # 273 eine erste Zusammenfassung dieser Diskussion geschrieben. Herr Schäfer ist mit dieser nicht einverstanden. Auf meine Bitte, doch einmal die Argumente der Frauenhausbefürworter zusammenzufassen, reagiert er nicht. Er weiß, daß er gegen die Bedenken der Frauenhauskritiker keine stichhaltigen Argumente hat.

Dies und mehr ist nachzulesen hier: http://www.binnen-i.de/Frauenhaus.htm.

Zu den absurden Ritualen im "Kampf gegen Männergewalt" zählt vor allem der "Gewalt-Feiertag" jedes Jahr am 25. November. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Wieviel mal mehr Männer kamen unter dieser Diktatur wohl ums Leben: fünfmal mehr, zehnmal mehr? Ach richtig, das interessiert ja nicht. Genauso wenig wie die rund 8.000 Jungen und Männer in Srebrenica, die 1991 im Jugoslawien-Bürgerkrieg allein auf Grund ihres Geschlechtes gefoltert und hingerichtet wurden, während Frauen und Mädchen zwar die Stadt verlassen mussten, aber wenigstens am Leben blieben.

Einen internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Männern gibt es übrigens - natürlich - nicht.

towokuk, am 22. August 2008 um 12:44 ( Link )

Als Betroffener sind mir die Ausführungen des Autors leider durchaus bekannt.
Meine eigenen Erfahrungen lassen auch keine anderen Schlüsse zu, als die, die der Autor auch zieht.
Andererseits habe ich auch die Erfahrungen als selbstständiger Berufbetreuer gemacht, daß Frauenhäuser eine durchaus sinnvolle Einrichtung sein können, wie im übrigen auch Männerhäuser, die es ja leider so gut wie garnicht gibt.
Ich beschäfte mich nun mehr schon seit längerem mit dieser Problematik (habe auch den vergeblichen Kampf des Männerhauses Berlin um Fördermittel verfolgt).
Durch meine langjährige Tätigkeit als Berufbetreuer bin ich mittlerweile sehr gut vernetzt so daß ich mich schon vor längerem dazu entschlossen habe dieses Netzwerke zu nutzen, um eine Männerberatungsstelle wie auch im Endresultat eine Männerhaus zu gründen.
Ich bin dabei noch ziemlich am Anfang, ein erstes Konzept wurde, auch unter Berücksichtigung verschiedener Frauenhauskonzepte, erstellt und Kontakt zu verschiedenen sozialen Institution (Diakonie, SKM) zu Unterstütziung aufgenommen.
Zur Zeit bin ich dabei einen gemeinnützigen Verein zu gründen um auch Fördermittel beantragen zu können, wobei ich davon ausgehe diese nicht zu bekommen. In diesem Zusammenhang bitte ich den Kommentator Menelaos, der erklärte, daß es durchaus berechtiget Gründe für eine ggf. Verfassungbeschwerde bei Ablehnung gibt,Kontakt zu mir aufzunehmen.
Ich wäre durchaus bereit diesen Weg zu gehen.
Es gäbe bestimmt noch vieles zu diesem Thema zu sagen.
Schön wäre es wenn interessierte Mitmenschen(Männer UND Frauen) sich melden würden. Ich bin für jede Unterstützung dankbar.

strackwitz, am 07. September 2008 um 5:24 ( Link )

Bei allem Respekt für Hoffmanns Arbeit, würde ich doch sagen das das eingehen auf die Kommunikationsschiene "Männer brauchen auch Frauen/Männerhäuser" der g.mainstreamern mehr in die Hände spielt, als es nützt.
Weiber brauchen Schutz in "Frauenhäusern" und Männer die sich von ihren Frauen schlagen lassen, sind keine Männer. Brutale Machologik.
Oder einfach die Behauptung der männlichen Eigenverantwortung.
Wie auch die Behauptung sich als Mann zu bezeichnen,nicht als Hetero-Mann, in meinen Augen von Selbstrespekt zeugt.
Denn meiner Meinung nach sind die Herausfoderungen denen wir als Männer gegenüberstehen nicht realer (Alltag) sondern mehr semantischer Natur.(Politik/Presse).
Also im Alltag der freundliche Gentleman, in der Politik der Kämpfer gegen dumpfbacken Ideologie ala Gender Mainstream.
Und lieber Arne; Frage eines interessierten Lesers: Ist die Gender M. von Feministinnen oder Schwulen - und Lesbenorganisationen erfunden worden?
Da die Genese des GM außerhalb des öffentlichen Diskurses entstanden und durchgesetzt (Rot/Grün)
wurde, würde mich interessieren wer sie; transportiert ?
Als (seit einem Jahr) Neuleser von ef kann ich eure Grenzen noch nicht einschätzen, aber ich weiss, um sich evtl. mit schwul/lesbischen Verbänden an zulegen, muß mann Mut haben.
Also weiter so gegen hirnrissigen Schwachsinn, den auch 80-90% der Frauen als solchen bezeichnen würden.
Denn der "Mitbewerber" sind nicht die Frauen sondern (Arne sag mir welche?) Ideologen, die sich auserkoren sehen den neuen Menschen zu schaffen. (Mein Idiologiedetektor blinkt und heult.)
MfG
Strackwitz

Kevin, am 30. September 2008 um 14:21 ( Link )

der staat sollte keine familienpolitik treiben.
stattdessen sollte es betriebskindergärten und gemeinnützige nachbarschaftshilfen geben.
nicht der staat, sondern die eltern müssen die verantwortung für ihrer kinder übernehmen.


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