14. August 2020

Die Auswirkungen der angeblichen Covid-19-Pandemie auf die Gesellschaft Das tägliche Geschäft mit der Angst

Bitte ausreichend Abstand halten – zu toxischen Menschen!

von Udo Geißler

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Bildquelle: Sidorova Vera / Shutterstock.com Corona als Trauma: Schwere Belastung für kindliche Psyche

Fotos sind Momentaufnahmen unseres Lebens, die manchmal Bände sprechen. Bei der Wahrnehmung von Gesichtern, die Spiegelbilder der Seele sind, werden die Spuren des Lebens besonders sichtbar. Es gibt einige Bilder von Annegret Kramp-Karrenbauer, die, wenn sie tatsächlich einen Einblick in die Seele dieser Frau geben, Zweifel daran aufkommen lassen, ob sie bei der Berufswahl wirklich ihre Augen geöffnet hatte oder nicht lieber Zahnarzthelferin geworden wäre. An ihrem jetzigen Arbeitsplatz befindet sie sich jedenfalls in einer Umgebung mit toxischen Menschen, die anscheinend kräftig auf sie abfärben. Andererseits muss es auch bei ihr eine gewisse Veranlagung zur Skrupellosigkeit geben. So verkündete die dreifache Mutter beispielsweise bei einem Besuch des US-Außenministers Pompeo im Herbst letzten Jahres, dass sie noch mehr Bundeswehreinsätze im Ausland will und somit noch mehr Opfer unter den Bundeswehrsoldaten in Kauf nimmt. Solche Entscheidungen sowie die ganzen Ränkespiele in Partei und Regierung scheinen allerdings nicht spurlos an ihr vorbeizugehen. Im Gegensatz zu den ganz Hartgesottenen aus ihrem Umfeld, die ihre Masken nie verlieren, sehen wir auf den angesprochenen Fotos nämlich ein Häufchen Elend voller Hoffnungslosigkeit, Leere und kompletter Verlorenheit, dem vielleicht bewusst geworden ist, wie weit sich das politische Berlin, dessen Teil es ist, inzwischen vom eigenen Volk entfremdet hat und größtenteils nur noch auf Verachtung trifft.

Leider ist die Verfassung der Mehrheit der Deutschen abseits der Berliner Schlangengrube wohl um keinen Deut besser. Das macht die Sache umso trauriger. Die meisten haben sich eingerichtet und sind an grundlegenden Veränderungen hin zu mehr Freiheit, Eigenverantwortung oder einer Erweiterung des eigenen Bewusstseins überhaupt nicht interessiert. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind und überdies Menschen in unserer Umgebung fragen, wie sie die gesellschaftliche Zukunft außerhalb des Familienkreises sehen, dann sind dort keine großen Pläne oder Optimismus mehr zu finden. Eine Hoffnung auf Besserung gibt es ebenfalls nicht. Im Gegenteil erwartet beinahe jeder einen wie auch immer gearteten Zusammenbruch, weswegen selten noch etwas mit Zuversicht und Verve überhaupt erst begonnen wird. Wie konnte es so weit kommen?

Albert Schweizer sagte einmal: „Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.“ In der Tat gibt es viele Gründe (Medien; Bürokratie; ständig neue Steuern, Abgaben, und Vorschriften; Belegsammelei; Befristungen von Leistungen usw.), warum Menschen kaum mehr zur Besinnung kommen. Ständig werden neue Probleme extra für sie geschaffen. Viel entscheidender für den bestehenden Pessimismus ist jedoch die „Kultur der Angst“, die von den Interessenvertretern aus den Parteien zur eigenen Machtsicherung etabliert worden ist!

Dabei werden verschiedene Ängste erzeugt, um den Menschen ein glückliches Leben und die Konzentration aufs Wesentliche so schwer wie möglich zu machen: Angst vor Krieg, Angst vor Altersarmut, Angst vor Arbeitsplatzverlust und Hartz IV, Angst vor hohen Mieten, Angst vor Klimawandel und natürlich Angst vor einer Corona-Ansteckung, was mit der Angst vor Kindern, vor Nähe, vor der „zweiten Welle“ usw. einhergeht. Willfährige Medien, die einerseits ihre Schlagzeilen bekommen und sich andererseits über Anzeigenschaltungen der Bundesregierung in Millionenhöhe freuen dürfen, ziehen selbstverständlich voll mit. Sie alle machen sich schuldig. Sie alle verbreiten Angst, Angst, Angst – und das in einer Tour.

Eine besonders unrühmliche Rolle, um lediglich ein Beispiel aus der Vergangenheit herauszugreifen, spielte hierbei Horst Seehofer und sein Innenministerium. Während er von „Millionen Corona-Toten“ fabulierte, war seinen Mitarbeitern die Angsterzeugung schon lange nicht mehr genug. In einem 17-seitigen Strategiepapier arbeiteten sie im März 2020 heraus, wie „gewünschte Schockwirkungen in der Bevölkerung“ erzielt werden können. Dabei wurde besonders empfohlen, Kinder in Angst und Schrecken zu versetzen: „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z. B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“ Weiterhin zielten die Autoren auf die Urängste der Menschen – wie das Ersticken – ab. Sie wollten die Möglichkeit von Langzeitschäden „wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben lassen, die einmal infiziert waren“ und schlugen eine „1919 + 1929“-Formel vor, „die jedem einleuchten wird“: „Die Corona-Pandemie wird so schlimm wie Spanische Grippe und Weltwirtschaftskrise zusammen.“

Wie begegnen wir nun diesem perfiden Treiben, das hauptsächlich daraus besteht, Probleme zu schaffen, Sorgen zu bereiten und die Ängste bei den Menschen kontinuierlich zu steigern? Die Beantwortung dieser Frage ist zugegebenermaßen gar nicht so einfach, weil die dafür verantwortlichen Akteure an den Wahlabenden meist mit einem blauen Auge davonkommen und zur reinen Herrschaftssicherung Koalitionen bilden, die bis vor Kurzem noch undenkbar waren. Es fängt wahrscheinlich damit an, noch einmal – über das Selbsterlebte hinaus – alle Fakten zu relevanten Themen aus unterschiedlichen Quellen zu eruieren, um Gewissheit zu haben, wer sich eigentlich in Wirklichkeit vom gesellschaftlichen Grundkonsens in der freiheitlich-demokratischen Ordnung weit entfernt hat. Erst nach dieser Erkenntnis muss ein jeder entscheiden, ob er sich, egal auf welcher Hierarchieebene, als nützlicher Idiot für den Machterhalt einer kleinen Funktionselite, die sich mittlerweile allein aus ihrem eigenen Parteienklüngel heraus reproduziert und keinerlei Befruchtung von außen mehr annimmt, einspannen lässt. Wer diese Mithilfe ablehnt, wer also standhält und zu seinen Überzeugungen steht, der wird sich spätestens jetzt mit ganzer Kraft gegen Attacken aller Art wehren müssen. Wer sich hier behauptet, geht gestählt daraus hervor. Die Abgrenzung gegenüber toxischen Menschen und ihren negativen Einflüssen funktioniert in der Praxis danach häufig einfacher, als man denkt, denn der Weg zu einem glücklichen Leben führt eben manchmal nur über ein Wort. Und das heißt:  „Nein!“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf politkarikatur.de.


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