10. März 2020

Rezession und Virenhysterie Alte Finanzkrise mit Coronabeschleuniger

Erwartbare Folgen jahrelanger Fiatflatulenzen

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: shutterstock Bargeld als Träger von Corona: Vorwand für ein Verbot?

Ich hatte sie schon erwartet, die Schlagzeile. Es war nur eine Frage der Zeit und wurde in den letzten Jahren auch mehrfach „angekündigt“, sozusagen. Jedenfalls hat es mich nicht überrascht, als ich am 7. März in der „Welt“ auf einen Artikel stoßen durfte, dessen Titel erwartbarerweise natürlich lautete: „Die neue Finanzkrise“.

Es gibt keine „neue“. Es ist die ganz alte, die 2008 (beziehungsweise im Vorfeld) mittels „Subprime“- und Derivateschwindels losgetreten und seitdem lediglich mit atemberaubenden Mengen an Kreditbetrugs-Popopapier kaschiert, „hübschgeschminkt“, parfümiert und in der „eisernen Fiatlunge“ notbeatmet wurde. Mit ebenso erwartbaren Folgen, denn eine historisch beispiellose Geldmengenexpansion, wie sie von den Zentralbanken hüben wie drüben (vor allem Fed und EZB, aber auch denen anderer Länder) betrieben wurde, wird für genau die Art künstlicher „Booms“, sprich Scheinblüten sorgen, die offiziellerseits – also von Politrickbetrug und Pinocchiopresse – stets als „Erfolg“ gefeiert wurden, als „Wohltat“ seitens geldmonopolistischer Gönner, die – welch ein Quatsch – „stabilisierend“ wirken oder die Wirtschaft „stimulieren“.

Nun, ganz falsch ist es ja nicht: Man kann Ökonomien tatsächlich durch Infusion ungedeckten Monopoly-Spielgeldes „stimulieren“, doch um welchen Preis? Ein Blick in die Geschichte des letzten Jahrhunderts genügt völlig, um sich die regelmäßigen Folgen solcher Gottspielerei noch einmal vor Augen führen zu lassen. Dasselbe gilt für die technokratischen „Quantitativen Schraubenlockerungen“ in den Köpfen der Herrschaften Finanzdemiurgen des frühen 21. Jahrhunderts, nicht weniger für die „Staatsanleihenkäufe“ im Euro-Raum, also die Rettung leckgeschlagener Kähne mit ungedecktem Papier – es mag eine Zeit halten, aber irgendwann weicht es auf –‍, und schon steigt der Wasserstand der Konsequenzen wieder. Nicht zufällig häuften sich die Negativmeldungen über drohende Rezessionen auch in der Eurubel-Zone – und auch die Aussichten für die Volksrepublik Merkelkorea trübten sich sichtlich ein.

Doch dann kam Corona. Puh. „Glück“ gehabt. Nun ist der gemeine Knecht politmedial so alarmisiert, hysterisiert, eingeschüchtert, verschreckt und verängstigt, dass er zum Glück keine brennenden Fragen mehr nach den wahren Ursachen derjenigen wirtschaftlichen Unpässlichkeiten stellt, die es – eine Tatsache – auch ohne das Coronavirus gegeben hätte – halt nur etwas später, vermutlich. Nun kann man ihm (wie ich bereits erwartet hatte) einreden, alles, wirklich alles, was derzeit an den Finanzmärkten und Börsen sowie in der Weltwirtschaft geschieht, sei allein dem Virus geschuldet. Typische Failstream-Fake-News.

Auffällig ist natürlich auch, wie die Krankheit politmedial verzweckt wird, nämlich zur schlicht durchgeknallten Hysterisierung der Leute. Schaut man sich die bislang veröffentlichten Zahlen zu Infektions- und Todesfällen einmal ganz emotionsfrei, nüchtern und sachlich an, vermag man nämlich keine gar schröckliche Epidemie zu entdecken, die uns alle dahinraffen wird. Das mag manche sicher irritieren, einige werden es wohl als „pietätlos“ empfinden, aber in kopflose Panik zu verfallen (oder diese zu schüren...) ist in solchen Fällen das denkbar Schlechteste, was man tun kann.

Zumal sich bereits einige Fachleute, darunter auch Virologen, zu Wort meldeten und verblüfft fragten, wo dieser doch eher realitätsenthobene Alarmmodus denn auf einmal herkomme – auch sie verwiesen dabei auf das vorhandene Zahlenmaterial. Ein paar Hundert Infizierte in einem Land wie Italien mit 60 Millionen Einwohnern sind fürwahr kein Grund, gleich den Weltuntergang auszurufen; obendrein, da, wie bereits berichtet wurde, die meisten der Infizierten auch schon wieder genasen.

Also? Einerseits wäre es natürlich verfrüht, Entwarnung zu geben; andererseits besteht kein Grund für die Art von – vor allem politischer – „Panik“, die gar keine ist, sondern der (wie auch schon bei terroristischen Anschlägen) gewohnt schamlose Versuch, die Situation totalitär auszuschlachten: Es war bereits die Rede von möglichen Grundrechtebeschränkungen, bis hin zur Aufhebung der Unverletzlichkeit der Wohnung oder des Rechts auf körperliche Unversehrtheit (sic!), Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, Zwangseinweisungen schon bei bloßem Infektionsverdacht (!) und anderes („Wenn das Coronavirus die Grundrechte angreift“, „FAZ“, 27. Februar 2020).

Wie gesagt: Das alles vor dem Hintergrund auch ohne Corona ohnehin drohender wirtschaftlicher Einbrüche...

Doch es wird noch interessanter: Es scheint bis dato keine wirklich zuverlässigen Tests zu geben, um eine Corona-Infektion beziehungsweise ‑erkrankung sicher zu diagnostizieren. Mit anderen Worten: Da die Testergebnisse in vielen Fällen wackelig sind, lassen sich die Zahlen natürlich auch ganz prima manipulieren. Handelte es sich wirklich um Corona, oder leidet ein Patient womöglich unter den Symptomen einer ganz anderen Krankheit? Zumal eine große Ähnlichkeit zwischen den Corona-Symptomen und solchen zum Beispiel der Grippe sowie anderer Krankheiten besteht, die auch die Atemwege betreffen.

Admiral Brett Giroir, stellvertretender US-Gesundheitsminister, sagte auf einer Pressekonferenz vor wenigen Tagen, die besten derzeit verfügbaren Schätzungen zur Tödlichkeit des Coronavirus (Covid-19) lägen bei circa 0,1 bis 1,0 Prozent. Das will so gar nicht ins massenmedial tagtäglich überjazzte Bild vom Super-Erreger passen.

Ich könnte jetzt offen schreiben, welchen Verdacht ich mit Blick auf die Corona-Angstkulisse wirklich habe, werde es mir aber aus zwei Gründen verkneifen: Erstens ist es in einem Land wie Deutschland, in dem eine erschreckende Informations- und Bildungsschieflage herrscht, was – das muss hier genügen – gewisse überaus reale Machtverhältnisse und ‑strukturen sowie ihre geopolitischen Ambitionen betrifft, völlig vergeblich, auf diese hinzuweisen, ohne von systemtreudoofen Schäferhunden der Wadenbeißerpresse unverzüglich nazifiziert zu werden (erst recht nach Hanau), geschweige denn, dass man selbst bei gründlichster Recherche und Vorlage hieb- und stichfesten Quellenmaterials diesbezüglich ernst genommen würde, und zweitens ist die „Corona-Krise“ ohnehin nicht die letzte ihrer Art. Weitere werden folgen – davon bin ich überzeugt. Meiner Einschätzung nach könnte es sich hier auch um einen „Testlauf“ handeln – nämlich (vor allem) zur Durchsetzung totalitärer Maßnahmen, die ohne eine solche Krise den „Massen“ alles andere als leicht anzudrehen wären.

Und ich könnte natürlich auch schreiben – aber was brächte das noch –‍, warum nun ausgerechnet der Iran ins Visier von US-Außenminister Mike Pompeo geriet; na, welch ein Zufall, dass ein Land, das ohnehin seit langer Zeit auf der Wunschliste der „Falken“ steht, nun von diesem angeblich „neuartigen“ Erreger (auch darüber übrigens besteht noch Dissens) besonders stark heimgesucht worden zu sein scheint...

Oder wie wär‘s, wenn ich meinen Verdacht äußerte, dass nicht zufällig ausgerechnet Italien – eines der mit Abstand schwächsten Euro-Länder – nun beinahe zum Erliegen kommt, was das öffentliche Leben und somit natürlich auch das Wirtschaftsleben betrifft. Aber zugegeben: Das wären nur Spekulationen. Ich finde es einfach nur interessant, dass ausgerechnet einer der größten Wackelkandidaten der Zone so stark davon betroffen ist wie kein anderes Euro-Land. Auf diesem Wege könnte man natürlich auch die „eine, große Krise“ einleiten, und alles war ein Virus schuld...

Was auch immer nun der Fall sein mag: Lassen Sie sich jedenfalls nicht hinters Licht führen. Es gibt keinen „Corona-Crash“ (Holger Zschäpitz in der „Welt“), es gibt auch keine „Corona-Rezession“ (Thomas Fricke im „Spiegel“).

Es gibt aber definitiv eine Fiat-Rezession oder – schlimmstenfalls – einen Fiat-Crash, der von der Geldpolitik der Zentralbanken ermöglicht wurde. Corona ist nicht der Auslöser, nicht die Ursache – sondern „nur“ der „Katalysator“, die zeitweilige Krisen-„Treibladung“, ein beschleunigendes Agens einer Reaktion, die lange vor dem Ausbruch dieser Krankheit geldalchemistisch zusammengerührt wurde.

Ach ja, und bevor ich es vergesse: Wie „praktisch“ – finden Sie etwa nicht? –‍, dass man diese Epidemie auch dazu nutzen könnte, Bargeld zu verbieten oder den Umgang damit zumindest stark einzuschränken – schließlich geht es täglich durch unzählige Hände und trägt somit zur Verbreitung bei. Die Pläne zur Bargeldabschaffung liegen übrigens auch schon länger in der Schublade...

Oder Zwangsimpfungen durchzusetzen. Und Reisebeschränkungen.

Professor Hans Jürgen Bocker hatte sämtliche eben erwähnten Maßnahmen schon vor Jahren vorausgesagt – wenn auch nicht im Zusammenhang mit einer Seuche.

Was ich mir außerdem vorstellen könnte – und ja, das meine ich absolut ernst: dass man diese Krise genau so lange auf der Herdplatte stehen lassen wird, wie man sie aus politischen Gründen benötigt. Könnte mir durchaus vorstellen, dass – sind die erwünschten Rechtebeschneidungen erst mal durch – die geschürte Hysterie wieder abebbt...

„Frankfurter Allgemeine“: „Wenn das Coronavirus die Grundrechte angreift“


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