03. Januar 2020

Katastrophale Lage in Venezuela Sozialismus für derzeit größte Flüchtlingswelle verantwortlich

Was Sie in Mainstreammedien nicht lesen werden

von Michael Klein

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Bildquelle: shutterstock Verheerungen des Sozialismus: Flucht aus Venezuela

Myanmar, Südsudan, Syrien: Wenn es um Flüchtlinge geht, dann sind die entsprechenden Länder im Fokus der westlichen Medien. Vollkommen außerhalb der öffentlich-rechtlichen Meldungen vollzieht sich derzeit die größte Flüchtlingsbewegung. Sie übersteigt bald die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien, als dort Bürgerkrieg geherrscht hat, sie ist um ein Vielfaches größer als die der Rohingya-Flüchtlinge, die die Medien so intensiv beschäftigt haben, sie ist die größte Flüchtlingswelle, die es ohne kriegerisches Zutun jemals gegeben hat, und sie ereignet sich unter fast vollständiger Ignoranz der Mainstreammedien: Allen Freunden des Sozialismus zeigt Venezuela, was im Sozialismus immer Realität wird: Die Bürger laufen dem Regime davon (deshalb musste das DDR-Regime seine Bürger einsperren). Bis Ende 2020, so schätzt die Brookings Institution auf Basis von Daten des UNHCR, der Flüchtlingsorganisation der UN, werden rund 6,5 Millionen Venezolaner, ein gutes Fünftel der Bevölkerung, das Land fluchtartig verlassen haben, weil sie durch die in Venezuela herrschenden Verhältnisse dazu gezwungen worden sind. Es sind fast so viele Venezolaner auf der Flucht, wie Syrer auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg waren (6,7 Millionen). Die Flucht aus Venezuela ist die größte Fluchtbewegung, die die letzten Jahrhunderte ohne den Einfluss von Krieg oder Naturkatastrophen jemals gesehen haben. Die Katastrophe, die die Venezolaner in die Flucht schlägt, ist eine soziale Katastrophe. Sie nennt sich Sozialismus.

Seit 2013 ist die Wirtschaft von Venezuela um 65 Prozent geschrumpft. Das hat bislang keine Wirtschaft ohne Krieg geschafft. Seit 2012 hat sich die Zahl der unterernährten Menschen in Venezuela vervierfacht.

Das also ist das System, das Linke für Deutschland akzeptabel finden und das Journalisten-Darstellern sympathisch ist, denn die meisten ordnen sich auf der linken Seite des politischen Spektrums ein, und das fast vollständige Fehlen jedes Hinweises darauf, dass die meisten Flüchtlinge nicht vor Krieg, sondern vor den Verheerungen fliehen, die der Sozialismus anrichtet, lässt sich kaum anders erklären.

Es gilt somit: Wer alternative Medien liest, weiß mehr.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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