14. November 2019

Dating-Show für Homosexuelle Küssen ist schwul

Um sich in Toleranz zu üben, sollte der Christopher Street Day durch Moscheen ziehen

von Burkhard Voß

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Bildquelle: Ewa Draze / Shutterstock.com Homosexuellen-Hype: Christopher Street Day

„Der Mensch ist dann recht, wenn er auf die Natur achtet, sie hört und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre Menschlichkeit.“ (Rede von Papst Benedikt XVI. am 22.09.2011 im Deutschen Bundestag.)

Menschen, die träumen, weiter zu sein, werden zu Gespenstern. War es im 19. Jahrhundert das Gespenst des Kommunismus, das in Europa umging, ist es im 21. Jahrhundert das Gespenst der normativen Homosexualität in der westlichen Welt. Judith Butler, die Begründerin der Gender-Theorie, prägte einst den Begriff der „normativen Heterosexualität“, natürlich negativ konnotiert. Wobei das Natürliche immer schon der Feind der postmodernen Strömungen war, deren Hauptfluss zur Zeit die Gendertheorie ist. In diesem Hauptfluss ist die Homosexualität, bei maximaler medialer Orchestrierung, so reingewaschen worden, dass sie ausschließlich positiv konnotiert werden muss. Wer etwas anderes sagt, landet nach dem Prozess des Volksgerichtshofes der öffentlichen Meinung im Orkus der Bedeutungsarmut. Eva Herman lässt grüßen.

Nur in einer Atmosphäre der Achtsamkeitskultur um jeden Preis trauen sich Minderheiten zu, sich im öffentlichen Raum nicht nur zu outen, sondern auch ihre spezielle Sexualität als den höchsten Genuss der Evolution verfilmen zu lassen. In fast schon Goebbelsscher Permanentpropaganda läuft dies zurzeit auf den Litfaßsäulen ab, Titel „Küssen ist schwul“, die erste deutsche Dating-Show für Homosexuelle, die demnächst auf den Bildschirmen flimmern darf. Auch wenn es sich so anhört, der Verfasser dieser Zeilen hat grundsätzlich nichts gegen Homosexuelle. Doch nicht nur ihm gehen sie zusehends auf die Nerven. Wahrscheinlich ist es auch gar nicht die Mehrheit, sondern, wie so oft, eine schrille und lautstarke Minderheit, dem ein von Toleranz und Relativismus paralysiertes Selbst des Westens nichts mehr entgegenzusetzen hat. So machen Homosexuelle circa ein Prozent der Bevölkerung aus, ihre sogenannten Outings nehmen jedoch in Presse und Fernsehen einen breiteren Raum ein als Forschungsergebnisse von Nobelpreisträgern.

Homosexuellen ist es gelungen, ihre Interessen zur Agenda in der Politik zu machen, schon längst nicht mehr nur in der grün-karierten Politik. Auch die grüngesprenkelte CDU machte schon vor Jahren eine artige Verbeugung vor der sexuellen Diversität, und der Weg war frei für die Ehe für alle. Jetzt kann auch Henry, der autistische Dackelrüde, mit Greta vor den Traualtar ziehen. Das bescherte der CDU einen Stimmenzuwachs von 0,5 Prozent für zweieinhalb Wochen. Hat aber alles nichts genutzt. Auch die SPD konnte weder den Hunde- noch den Homosexuellenhype so richtig für sich nutzen.

Ob die Grünen von Homosexuellen profitieren, ist nicht so ganz klar. Klar ist aber, dass die Grünen sowohl den Bau von Moscheen als auch den Christopher Street Day begrüßen. Das sollte verbunden werden. Um sich in Toleranz zu üben, sollte der Christopher Street Day durch Moscheen ziehen. Nur wenn der Imam den rosa BH überstreift, kann Toleranz nachhaltig optimiert werden.


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