30. Oktober 2019

„Focus“ über die Mentalität der neuen Bundesländer Die Ossis sind nicht extrem

Sie wollen sich nur vor moralisierenden Amokläufern schützen

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: shutterstock Im Westen war auch die Gehirnwäsche besser: Geteiltes Deutschland

„In den neuen Ländern gibt es unverkennbar eine Vorliebe fürs ganz Extreme“, expliziert eine der glänzenden politischen Analystinnen, wie sie beim „Focus“ irgendwo vom Band gehen.

Ausnahmsweise liegt das führende deutsche Politikanalyse-Portal mal leicht daneben. Tatsächlich haben gerade die Ostdeutschen ein Faible fürs Moderate, Berechenbare, Solide, Nichtverrückte.

Was könnte es schließlich Extremeres geben, als binnen dreier Jahre anderthalb Millionen meist männliche, überwiegend analphabetische, wirtschaftlich und sozial schwer integrierbare, jährlich Alimentierungsmilliarden verschlingende Kulturfremde in ein Land zu schleusen und jede Kritik an deren höchst beachtlicher Mord‑, Totschlags‑, Vergewaltigungs‑, Raub‑, Gruppenschläger- und Messerstecherbilanz ebenso als Extremismus zu brandmarken wie jede Kritik an der Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Judenfeindlichkeit, Christenfeindlichkeit, Schwulenfeindlichkeit, Arbeitsfeindlichkeit und so weiter und so fort, die viele von ihnen mit ins Land bringen?

Was könnte es Extremeres geben als die – nach Auskunft von Peter Altmaier, weiland noch Umweltminister – bis zu eine Billion Euro teure sogenannte Energiewende, ein Experiment mit ungewissem Ausgang (außer für die Subventionsabgreifer und Lobbyisten), das die Energieversorgung eines demnächst unbedeutenden Industrielandes akut gefährdet, Landschaften schändet, Hekatomben von Vögeln das Leben kostet und pro Jahr allein 27 Milliarden Euro über die EEG-Umlage umverteilt? (Die Hälfte davon fließt aus privaten Haushalten, also aus der Tasche des Malochers und der Aldi-Kassiererin, in die Aktiendepots von Grundbesitzern und Investorengruppen.)

Was könnte es Extremeres geben als eine Bundeskanzlerin, die in ihrer quälend langen Amtszeit praktisch jede ihrer politischen Positionen geräumt und in das exakte Gegenteil verkehrt hat?

Was könnte es Extremeres geben als den deutschen Atomausstieg als Reaktion auf einen Unfall in 10.000 Kilometern Entfernung mit nach wie vor null Todesopfern, ausgelöst von Naturgewalten, wie sie hierzulande niemals drohen?

Was könnte es Extremeres geben als die Idee, Europa, den Kontinent der Vielfalt, die Wiege fast aller Lebenskunst, Lebensart, Technik, Musik, Dichtung, Hochkultur, Kulinarik und, dies alles umschließend, der individuellen Freiheit, dem wüstesten Zentralismus in seiner Geschichte, den Launen, Flausen, Idealen und Ideologemen einer Handvoll ungebildeter, verklemmter, „wahrscheinlich gehörnter“ (Don Nicolás) Bürokraten zu unterwerfen?

Was könnte es Extremeres geben als die Rede der Bundeskanzlerin auf den grundvergaunerten Eurokraten, Geld- und Sparguthabenentwerter Mario Draghi: „Du hast den Euro durch unruhige See navigiert. Kontroversen bist du nicht aus dem Weg gegangen und wir können nun wirklich auf eine stabile Währung blicken“? (Zumindest, für die Ossis, seit 1989.)

Was könnte es Extremeres geben als den „Global Compact for Migration“, dessen Fernziel nichts Geringeres ist als eine globale monoethnisch-monokulturelle Einheitsmenschheit? (Auch wenn die Lautsprecher des Zeitgeistes derzeit exakt das Gegenteil verkünden.)

Was könnte es Extremeres geben als die Freitagsgebete von hüpfenden Schulschwänzern, die von einem Phänomen namens Klima zwar null Ahnung haben, es aber „retten“ wollen? (Gut, vielleicht die anderen Freitagsgebete, sofern sie öffentlich in europäischen Städten stattfinden.)

Was könnte es Extremeres geben als die schrittweise Demontage einer Volkswirtschaft aufgrund der kollektiven Wahnidee, man „rette“ damit „das Klima“? Was könnte es Extremeres geben als die kern- und knalldeutsche Nazimentalität, Meutenbildungsmentalität, Petz- und Spitzelmentalität täglich auf der Pirsch nach Nazis?

Was könnte es Extremeres als die Ex-Stasi-Spitzelin Kahane an der Spitze einer staatlich alimentierten Spitzelstiftung zur Bekämpfung der Opposition, quasi als Plastikschild und Holzschwert des Kanzleramts?

Nein, lasst es mal gut sein, Brüder und Schwestern im Westen, bei euch war zwar alles besser, auch die Gehirnwäsche, aber die Ossis sind nicht extrem. Die haben bloß erkannt, dass man sich vor Amokläufern jeglicher Art schützen muss, gerade auch vor moralisierenden.

PS: Im „Focus“ wie überall, wo die medialen Qualitätsstandards noch etwas gelten, ist die Rede vom „Triumphzug eines Mannes, der gerichtlich verbrieft ‚Faschist‘ genannt werden darf: Björn Höcke“.

Zwei Aperçus. Erstens: „darf“, nicht „muss“. Zweitens: Wie „darf“ Frau Künast gleich „gerichtlich verbrieft“ genannt werden...?

„Focus Online“: „Deutschland nach Thüringen-Wahl gespaltener denn je: Die Mauer muss weg“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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