29. Oktober 2019

Untersuchung zu Einstellungen und Verhalten zu Umwelt und Klima Klimawandel-Hysteriker entlarvt!

Heuchelei ist alles in der Welt der Aktivisten

von Michael Klein

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Bildquelle: Alexandros Michailidis / Shutterstock.com Keine Zeit, sich umweltschonend zu verhalten: Klimaaktivisten

Demonstrieren für das Klima und gegen den Klimawandel. Reden schwingen für das Klima und gegen den Klimawandel. Andere beschimpfen für das Klima und gegen den Klimawandel. Steuern erhöhen für das Klima und gegen den Klimawandel. Um die Welt jetten, um sich mit anderen zu treffen und für das Klima und gegen den Klimawandel zu kämpfen. Sich auf die Straße legen für das Klima und gegen den Klimawandel. Andere stören, hindern, ihnen schaden für das Klima und gegen den Klimawandel.

Habe ich etwas vergessen? Ja: Heucheln für das Klima und gegen den Klimawandel. Mit Klima und Kampf gegen den Klimawandel den eigenen Wert signalisieren (virtue signalling).

Klimaaktivismus hat in erster Linie mit Aktivismus zu tun. Mit dem Klima hat Klimaaktivismus kaum etwas zu tun. Mit Tätigkeiten, die aktiv dem Klimaschutz beziehungsweise Umweltschutz gewidmet sind, (fast) gar nichts.

Die letzte Feststellung ist Ergebnis einer Langzeituntersuchung von 600 amerikanischen Erwachsenen. Das heißt, Forscher haben ihre Probanden über die Zeit verfolgt und im Hinblick auf ihre Einstellung zum Klimawandel und ihre klimafreundlichen Handlungen im täglichen Leben befragt, mehrfach, zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Auf Basis der dabei gewonnenen Daten konnten sie drei Gruppen von Befragten identifizieren: Skeptische, die nicht an einen von Menschen gemachten Klimawandel glauben; zurückhaltend Beunruhigte, die einen menschengemachten Klimawandel für möglich halten; stark Besorgte, die an einen menschengemachten Klimawandel glauben.

Die Unterstützung für Regierungsmaßnahmen, die den vermeintlich von Menschen gemachten Klimawandel bekämpfen sollen, ist unter den „stark Besorgten“ am größten, bei „zurückhaltend Beunruhigten“ und Skeptischen kaum bis gar nicht vorhanden.

Indes, wenn es darum geht, konkret etwas zu tun, sich so im täglichen Leben zu verhalten, dass möglichst wenig negative Wirkung auf das Klima und die Umwelt vom eigenen Verhalten ausgeht, dann zeigt sich das umgekehrte Bild: Die Skeptischen und die zurückhaltend Beunruhigten, die tun etwas. Sie verhalten sich im täglichen Leben nach Möglichkeit so, dass sie so wenig wie möglich Belastung für die Umwelt darstellen. Die stark Besorgten nicht. Sie sind zu besorgt um das Klima, als dass sie noch in der Lage wären, sich klima- und umweltschonend zu verhalten.

Wie sich einmal mehr zeigt, ist Heuchelei alles in der Welt der Aktivisten.

Michael P. Hall, Neil A. Lewis Jr., Phoebe C. Ellsworth: „Believing in climate change, but not behaving sustainably: Evidence from a one-year longitudinal study“, „Journal of Environmental Psychology“, vol. 56, April 2018, 55-62 (Englisch).

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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