18. Oktober 2019

Laut „Tagesschau“ war die Limburger „Unfallfahrt“ kein Terrorakt Ein fröhlicher isolierter Syrer beim Zusammenschieben

Auch Stephan Balliet und Anders Breivik hatten keinen Kontakt zu Terrorgruppen

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: shutterstock Ist kein Terrorist, wenn er keinen Kontakt zu terroristischen Gruppen hat: Terrorist

„Limburger Unfallfahrt war kein Terrorakt“, twittert die „Tagesschau“. Die Polizei sieht kein terroristisches Motiv, da dem Fahrer keine Verbindung zu einer terroristischen Vereinigung nachgewiesen werden konnte. Seine Motive lägen eher „im persönlichen Bereich“ solide versteckt.

Wenn ein fröhlicher Syrer einen Lkw in einen Pulk an der Ampel wartender Pkw lenkt, ist es also eine „Unfallfahrt“. Immerhin keine „Wallfahrt“! Die Fahrzeuge „wurden zusammengeschoben“, heißt es auf tagesschau.de. Beim Zusammenschieben wurden bedauerlicherweise acht Personen verletzt, denn wenn so ein Zwanzigtonner erst mal schiebt, dann drückt es auf der Gegenseite tüchtig. Dieses „Schieben“ ist wohl das Äquivalent zum „Schubsen“, das auf deutschen Bahnsteigen Einzug gehalten hat.

Die Aussage der Polizei, es könne nicht Terrorist sein, wer keine Verbindung zu terroristischen Gruppen unterhalte, ist von grotesker, wahrscheinlich gewollter Blödheit. Der IS hat bekanntlich jeden Muslim auf Erden aufgefordert, Ungläubige zu töten, egal auf welche Weise, unter anderem und explizit wurden Fahrzeuge als Waffe empfohlen. Wer die Menschheit in Gläubige und Ungläubige teilt und Letztere der Verachtung anheimstellt, ist schon mal bereit, ihnen ordentlich heimzuleuchten. Es gibt selbstverständlich auch isoliert handelnde muslimische Einzeltäter, aber die empfinden sich nicht als solche, da sie ja aus der Umma heraus zu agieren wähnen. Der Bub, der mit Messer und „Allahu akbar!“-Rufen in die Berliner Synagoge einzudringen versuchte und inzwischen, weil ihm mehr als Hausfriedensbruch nicht zur Last gelegt wird, wieder auf freiem Fuß ist, hatte offenbar auch keine Verbindung zur islamischen Terrorszene. Sein Motiv liegt folglich im Persönlichen.

Der Amokfahrer von Limburg mag kein terroristisches Motiv gehabt haben – einzig Allah blickt in sein Herz. Aber es ist eben Unsinn, zu behaupten: keine Verbindung zu Terroristen, kein Terror.

Im Übrigen soll man bei solchen Vorfällen nicht zuerst fragen, ob sie mit Terror zu tun haben, sondern: Haben sie mit Einwanderung zu tun?

PS: Stephan Balliet, der Attentäter von Halle, unterhielt Kontakte in die Gamerszene, aber zu keiner terroristischen Gruppe. Anders Breivik trieb sich zwar in rechtsextremen Internetforen herum, hatte aber keine Verbindungen zu irgendwelchen Terroristen. Ergo: ...

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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