17. September 2019

Tina Velo zu Gast bei „Maybrit Illner“ Die Klimagöttin

Um sie zu verstehen, sollte man Drogen nehmen

von Burkhard Voß

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Bildquelle: shutterstock Klimagöttin: Tina Velo (Abbildung ähnlich)

Wenn Klimagöttinnen die Erdatmosphäre durchdringen, landen sie manchmal bei Maybrit Illner. Die Klimaaktivistin Tina Velo schien ihre göttlichen Eigenschaften durch zu viel Kohlendioxid aus der Atmosphäre gänzlich abgelegt zu haben. Was dann auf dem Sessel hin- und herdrehte und auf- und abwippte, imponierte als Hybridwesen aus Bella Hysterica und Madonna Complicata. Zumindest verhaltensauffällig und völlig losgelöst vom real Machbaren. Dass die Reduktion deutscher Kohlendioxidmoleküle das Weltklima rettet, war für sie genauso eine Tatsache wie das Erlebnis, bei Maybrit Illner als einzige Frau zu sitzen, ohne diese mitzählen zu können. Wer die Grundrechenarten nicht beherrscht, kommt bei Fridays for Future ganz nach oben. Dann darf er oder vielmehr sie sich in Talkshows ausleben und mit Stakkatorhetorik das emissionsfreie Auto fordern. Und zwar sofort. Andere gehen ins Kino, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der VW-Chef Herbert Diess und der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gehen zu Maybrit Illner. Mit genüsslich grinsendem Gesicht haben sie sich wohl gefragt, ob die Dame zu viele oder zu wenige Drogen nimmt, zu früh oder zu spät aus dem Strampelanzug genommen wurde. Dass sie nicht so gut argumentieren konnte, lag natürlich nur daran, dass sie zwischen zwei bösen weißen Männern positioniert war. Wer so im Spannungsfeld des Bösen sitzt, der darf auch schon mal die Contenance verlieren und seinem Diskussionspartner, der ja ohnehin nur ein Vertreter des männlich-kapitalistischen Systems ist, ordentlich ins Ohr brüllen.

Um Klimaaktivistinnen zu verstehen, sollte man Drogen nehmen. Danach werden die Lösungen für die Zukunft einfach und verführerisch zugleich sein: Kohlendioxid abschaffen, Autos abschaffen, Männer abschaffen. Und ab geht‘s durchgegendert zum Paradies.


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Dossier: Klima

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