13. August 2019

Die Antifa schmiert Kot ans Rathaus von Grimma Das sind deren „Argumente“

Die Vordenker schmieren den Dreck bloß in die Fernsehkameras

von Dushan Wegner

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Bildquelle: shutterstock Aggressive Affen: Vorbild für die Antifa?

Im Zoo von Krefeld, am Affengehege, wurde vor einiger Zeit ein Schild angebracht, das für gewisses Amüsement sorgte, aber hoffentlich auch für die notwendige Vorsicht – es war nicht ohne Vorgeschichte! Auf dem Schild stand: „Liebe Karnevalisten, das Betreten des Affenhauses mit geschminkten Gesichtern oder einem Kostüm ist nicht gestattet. Unsere Affen werden sonst aggressiv und werfen mit Kot. Vielen Dank!“

Es muss wohl ein häufigeres Problem sein mit den Affen und dem Kot. Dank mobilen Kameras und Youtube sind manche Fälle dokumentiert.

Solche Tage und auch solche

Jüngst haben sich in Deutschland Tausende anonyme und weniger anonyme Mitläufer dazu „bekannt“, Teil der „Antifa“ zu sein – in den USA erwägt man derweil, eben diese zur Terrororganisation zu erklären – aber gut, dass die auffallend gleich schaltende Linke im Land der Umlaute und Umfaller es nicht so mit der Demokratie und dem Rechtsstaat hat, das befürchten die Nüchternen unter uns schon länger.

Was meinen jene aber mit dem linkstypisch plumpen Slogan „Ich bin Antifa“? Da die Antifa sich der Methoden tatsächlicher Faschisten bedient, kann es nicht der Wortsinn sein – ähnlich wie der „antifaschistische Schutzwall“ dann doch andere Ziele als jenen des Wortsinns hatte – was aber bedeutet es dann? Es gibt neue Indizien, die uns der Deutung näherbringen können.

Grimma, Landkreis Leipzig, hat knapp 30.000 Einwohner und liegt im Tal der Mulde – nein, ich wiederhole mich nicht, der Fluss heißt eben „Mulde“, und er zieht durch ein fruchtbares Tal, und dort ist Grimma gebaut.

In Grimma steht ein Renaissance-Rathaus. Die Renaissance steht für die Wiederentdeckung antiker Weisheit, und sie bereitete der späteren Aufklärung den Weg. Das Rathaus steht heute für Demokratie, aber auch seit jeher für Ordnung und Gerechtigkeit. All diese Werte machen jedes Rathaus natürlich zu einem Hassobjekt der „Antifa“, und jetzt hatte sie in Grimma einen Anlass, ihrem Unmut über die Werte der Demokratie und die Rechte auch Rechter „antifamäßig“ Ausdruck zu verleihen.

Vor einem Auftritt eines gewissen Herrn Höcke beschmierten Antifa-Schergen das Rathaus mit tatsächlichem Kot und dazu mit verbalem Kot in Form von Graffiti – und sie bekannten sich stolz dazu im Internet (bei welt.de illustriert mit einem Bild, das sich lesen ließe als „Höcke die rrrechte Hand verdächtig hebend“).

Nun hat Höcke solche Tage und auch solche. Dass er nachweislich in der Lage ist, nicht-abgedreht zu klingen, wirft ein gewisses Licht auf andere Tage, an denen die politische Mitte nicht auf den ersten Blick in Sichtweite scheint – doch seine Auftritte sind legal (und gerade dort, wo man noch selbst für Demokratie stritt, besonders beliebt), und selbst wenn sie nicht legal wären, wäre es nicht die Aufgabe der Antifa, sie zu unterbinden.

Was sind also die Argumente der „Antifa“? Fäkalien. Wenn der Ekel es zulässt, darf man einige Sekunden lang darüber nachdenken: Die Leute, die sich Höcke in Grimma überlegen fühlen, sind offensichtlich Herrschaften, die sich untenrum entkleiden, in ihre eigene Hand koten und das Ergebnis dann als „politischen Protest“ auf das greifbare Symbol von Demokratie, Ordnung und Gerechtigkeit schmieren.

Den Dreck der Bessermenschen

Manche Kinder sollen, laut Freud und seiner Schule, eine „anale“ Phase durchlaufen, in der sie auch eine große Freude an ihrem eigenen Kot entwickeln, doch selbst die Kinder, die es betrifft, wechseln hoffentlich bald in andere Phasen – das ist nicht selbstverständlich! Affen und Antifas wachsen nie aus der analen Phase heraus! (Bei den Affen könnte ich mich irren, bei den Irren bin ich mir aber recht sicher.)

Im Osten stehen Wahlen an, und die neuen deutschen „Westmächte“ sind etwas unzufrieden über die zu erwartenden Ergebnisse – und man „gibt alles“. Buchstäblich. Der geistige Dreck aus dem Staatsfunk fand nun seinen Niederschlag an der Wand des Rathauses von Grimma. Den Linken wird es egal sein, dass ein einfacher Arbeiter den Dreck der Bessermenschen von der Rathausmauer kratzen muss. Für Arbeiter haben Linke schon seit Marx nicht viele Sympathien – heute weniger denn je. (Es ist eine symmetrische Sache: Was sollen Arbeiter auch mit einer Politik der offenen Grenzen und Gendersternchen anfangen?)

„AfD legt im Osten weiter zu“, titelt etwa welt.de am 11.08.2019 – aktuell liegt sie bei 24 Prozent. Ob es den etablierten Mächten passt oder nicht: Im Osten, da wo man „ein Volk“ sein wollte, als SPD, Grüne und einige CDUler im Westen noch dagegen waren, da ist die AfD die Volkspartei Nummer eins.

Ekliger und gewalttätiger als andere

Die Antifa-Schergen, die Dreck auf die Symbole von Ordnung und Rechtsstaat werfen wie die aufgedrehten Affen im Zoo, diese Propaganda-Opfer sind keine großen Denker – sie sind „Gehorsame“.

Der Dreck am Rathaus von Grimma ist die logische Fortsetzung des Drecks, den Staatsfunk und Propaganda ununterbrochen werfen, das ist wahr, doch beginnt es nicht früher? Wenn der Bundestag, der sich selbst „das Hohe Haus“ nennt, wie selbstverständlich die eigenen demokratischen Regeln bricht, um der neuen Partei keinen Vizepräsidenten-Posten zu geben – während Figuren wie Claudia Roth oder sogar Petra Pau den Posten bekleiden durften –‍, ist das nicht auch eine Form von „Dreck“ an der Wand der Demokratie? Wenn im Bundestag offensichtliche Unwahrheiten zur Wahrheit erklärt werden, um der AfD nicht zuzustimmen, ist das nicht auch Kot am Haus der Ordnung?

Die Antifa ist in ihren Methoden ekliger und gewalttätiger als andere, doch sie ist immerhin konsequent. Antifa kotet sich in die Hände und schmiert es an die Wände – ihre Vordenker schmieren den Dreck bloß in die Fernsehkameras.

In Polen gibt es ein Sprichwort, das ließe sich etwa so übersetzen: „Fasse Dreck nicht an, denn er stinkt.“

Ich will nicht gegen die Antifa kämpfen und habe doch großen Respekt vor den Menschen, die es tun. Wenn die Antifa ihre schwarzen Sturmhauben überstreifend und randalierend durch die Straßen zieht, braucht es Mutige und auch Starke, die sich diesen rotlackierten Faschisten in den Weg stellen.

Ich persönlich schließe mich der Überzeugung an, dass die Veränderung der Welt mit der eigenen Veränderung beginnen soll – ich definiere mich nicht darüber, was ich schlecht und doof finde, sondern darüber, was mir wichtig ist und wie ich an mir arbeite – Stichwort „Relevante Strukturen“ –‍, und an sich selbst zu arbeiten, das ist so viel schwieriger, als immerzu die Schwachstellen eines ausgemachten Gegners zu attackieren.

Es bringt wenig, mit der Antifa und ihren Sympathisanten zu argumentieren – man fühlt sich wie kotbeschmiert und kommt doch nicht voran, denn man stellt bald fest, dass es denen Spaß macht, dass sie nie aus dem Sumpf der Unvernunft heraus wollen.

Höchstens noch Schleichwege

Im vierten Kapitel des „Dhammapada“ – es wird „Die Blumen“ genannt – spricht der Buddha (Vers 58) vom Lotus, der „auf einer Müllkippe am Straßenrand“ „zu erblühen vermag“ „und mit seinem reinen Duft die Herzen erfreut“.

Es ist einfach, in einfachen Zeiten bei Sinnen zu bleiben. Wenn die Propagandisten und die Gehirngewaschenen den Dreck erst in übertragener Form und dann buchstäblich an die Wände der Republik schmieren, dann ist es weit schwieriger, nicht selbst zum Schmutzfink zu werden, nicht selbst wahnsinnig am Wahn zu werden.

Ich sehe wenig Schnittfläche und höchstens noch Schleichwege zwischen den beiden Denkwelten. Die wollen sich als „Sieger“ fühlen, sie schmieren Kot auf Wände und brüllen „Wir sind mehr“ – ich will mich nicht als „Sieger“ fühlen und „mächtig“ sowieso nicht, ich will einfach nur in Frieden leben.

Seid nicht wie Linke! Seid ehrlich, arbeitet, und habt den Mut, Demokratie und Ordnung gerade dann hochzuhalten, wenn man Dreck auf sie wirft.

Linke verachten euch, denn sie verachten jeden, der sich ihnen nicht unterwirft. Verachtet sie nicht, aber schützt euch vor ihnen. Oder, kürzer: Ordnet eure Kreise!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf dushanwegner.com.

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Mag. Philosophie 2008 in Köln) pendelt als Publizist zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht.


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