16. Februar 2019

Wie man „Faktenfinder“-Manipulation leicht erkennt Der Schlüssel zur ARD-Propaganda

Selektivität, Dogmatismus, Penetranz

von Michael Klein

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Bildquelle: shutterstock Leicht zu erkennen: Manipulation und Propaganda

„Menschen verstehen und lenken“. „Manipulation und Manipulationstechniken: Wie Sie Menschen beeinflussen und manipulieren zum eigenen Vorteil. Körpersprache lesen, Manipulation abwehren und Lügen erkennen im Alltag“. „Die Macht der Manipulation. Wie man sich durchsetzt, wie man sich schützt“. „Manipulieren, aber richtig?“. „Wie manipuliere ich meinen Partner, aber richtig?“

Das sind nur einige Titel aus dem Trash-Regal bei Amazon, die an niedere Instinkte appellieren und Kröten-Elixiere gegen alle Varianten der Manipulation verkaufen, die sie so kennen, angeblich. Tatsächlich kann man sich jedes einzelne dieser Bücher sparen, wenn man die Grundregeln der korrekten Argumentation kennt und zum Beispiel die drei folgenden, einfachen Faustregeln anwendet, um Manipulationsversuche oder die Propaganda der ARD als solche zu erkennen: Selektivität, Dogmatismus, Penetranz. Klingt komplizierter, als es ist.

Selektivität

Manipulation und Propaganda, die ARD-Propaganda im Besonderen, versuchen durch Auslassung von Fakten die Schlussfolgerungen, Überzeugungen oder Handlungsanweisungen, die vermittelt werden sollen, als einzige Möglichkeiten darzustellen. Wenn Sie einen Text zum Brexit lesen, einen Text zu Donald Trump, einen Text des ARD-„Faktenfinders“, der Propagandaschmiede der ARD, dann schauen sie einfach, ob die Gegenseite dessen, was der Autor als richtig verkaufen will, mit ihren Argumenten zu Wort kommt. Tut sie das nicht, dann wissen Sie, es handelt sich um Propaganda.

Dogmatismus

Manipulation und Propaganda basieren auf der Einteilung der Welt in Gute und Böse. Die Manipulation der Leser oder Zuschauer soll dadurch gelingen, dass ein einfaches Bild gezeichnet wird, von Feinden der Demokratie: AfD, und Freunden der Demokratie: Antifa und Linke; von Kämpfern für die Zivilgesellschaft: Amadeu-Antonio-Stiftung, und Gefahren für die Zivilgesellschaft: rechte Eltern, die Mädchen mit Zöpfen in die Kindertagesstätte schicken. Das, was ein Propagandist als schlecht darstellen will, ist eine ausschließlich der Gegenseite anhaftende Eigenschaft. Folglich erkennt man Propaganda leicht daran, dass ihr Verbreiter nicht auf die Idee zu kommen scheint, das Problem, das er geortet hat, könne auch auf seiner Seite vorhanden sein.

Junk-Studien zu Social Bots zum Beispiel oder die neuerliche Auflage der Artikelserien gegen Social Bots beim ARD-„Faktenfinder“, die das Problem, das diese Bots angeblich darstellen, ausschließlich für diejenigen beschreibt, die die imaginierte Gegenseite bilden, für die Rechten, die AfD, und nicht einmal in Erwägung ziehen, dass die eigene ideologische Seite auch Bots betreiben könnte, Soros-Bots, Amadeu-Antonio-Bots, BMBF-Bots, Reverse-Bots, sind ein eindeutiger Indikator für Dogmatismus und den Versuch, andere manipulieren zu wollen.

Penetranz

Manipulateure und Propagandisten haben von Marketing-Fachleuten die unbegründete Meinung übernommen, dass steter Tropfen den Stein höhlen soll: Wenn man Leser, Kunden, Zuschauer nur lange genug mit der „Message“ penetriere, dann komme die „Message“ bei den Lesern, Kunden, Zuschauern auch in der beabsichtigten Weise an. Dieser Unsinn, der die grundlegendsten Erkenntnisse der Sozialpsychologie, von selektiver Wahrnehmung über kognitive Dissonanz bis zur Renitenz, nicht zur Kenntnis nimmt, führt dazu, dass man im Nachhinein Linksausleger wie den Journalisten und „Faktenfinder“-Chef Patrick Gensing, die ihren von Gebührenzahlern finanzierten Job dazu benutzen, Propaganda zu betreiben, und dabei offenkundig gewisse Vorlieben für bestimmte Institute entwickelt haben, die unter anderem von George Soros‘ Open Society Foundations, der Robert-Bosch-Stiftung oder der Vodafone-Stiftung wie das Institute for Strategic Dialogue mit unterhalten werden, aus welchen persönlichen oder sonstigen unprofessionellen Gründen auch immer, als ebensolche Propagandisten identifizieren kann.

Ich habe die Propaganda des ARD-„Faktenfinders“ analysiert. Dessen neuestes Bemühen geht dahin, Social Bots als ausschließlich rechtes Problem darzustellen, denn die guten Menschen von links würden – so will Gensing suggerieren – nie auf die Idee kommen, anderer Meinung beeinflussen zu wollen. Zu diesem Zweck basieren alle Beiträge auf der Prämisse, dass die Feinde dessen, was er für Demokratie hält, ausschließlich rechts zu finden seien, in keinem Fall links, und dies obwohl der Bundesverfassungsschutz Teile der Partei Die Linke beobachtet, weil sie die freiheitlich-demokratische Grundordnung beseitigen wollen. Diese beiden Mythen sollen mit Penetranz in die Köpfe derer gehämmert werden, die die Texte vom ARD-„Faktenfinder“ immer noch nicht als Propagatainment ansehen.

Zu diesem Zweck habe ich die Texte zusammengestellt, in denen Patrick Gensing zu zeigen versucht, dass Hasskommentare, Trolle, organisierte „Wir sind mehr“- oder „Wir sind hier“-Stalker und Social Bots ausschließlich rechts zu finden sind und dass deshalb bei der herannahenden Europawahl damit gerechnet werden muss, dass Fake News und Meinungsbeeinflussung ausschließlich von rechts betrieben werden. Ich habe die Auswahl der Texte auf diejenigen begrenzt, bei denen sich Gensing Rückendeckung aus dem Institute for Strategic Dialogue geholt hat, mit dem ihn eine nicht nachvollziehbare Affektion zu verbinden scheint.

Los geht’s: Februar 2018: „Analyse von Hasskommentaren: Lautstarke Minderheit“; März 2018: „Studien zur Wahl in Italien: Hass als Strategie“; März 2018: „Wie Trolle im Wahlkampf manipulierten“ (kein Text über den „Faktenfinder“ der ARD!); April 2018: „Islamisten und Rechtspopulisten: In der Propaganda vereint“; Juli 2018: „Koordinierter Hass nimmt zu“; Oktober 2018: „Gerüchte über Grüne: Im Fokus der Fakes“; Februar 2019: „Wer die Gelbwesten für seine Ziele nutzt“; Februar 2019: „Kampagnen im Wahlkampf: Der Kampf um Bayern“.

In allen Texten greift Gensing auf das Institute for Strategic Dialogue zurück, um seine Propaganda zu verbreiten, die darin besteht, Angriffe auf „Demokratie“ als ausschließlich von rechts, als organisiert, als Gefahr für Wahlen, wahlbeeinflussend und durch Social Bots durchgeführt darzustellen, woraus man schließen muss, dass nicht die Bots ein Problem für Gensing sind, sondern bloß die aus seiner Sicht falschen Inhalte – ein weiteres Merkmal für Propaganda.

Um es noch einmal zu wiederholen: Dass es sich dabei um Propaganda handelt, erkennt man einfach daran, dass Gensing nicht einmal entfernt auf die Idee kommt, zwei Seiten einer Medaille zu betrachten, nach linken Trollen, linken Hassern, organisierten Hetzern zu suchen oder auch nur einen Moment innezuhalten, um sich zu fragen, ob seine Mission nicht langsam seinen Lesern den Eindruck vermittelt, Gensing befinde sich in einem Fieberwahn und müsse, schon um seiner selbst willen, schleunigst zur Erholung in ein Krankenhaus überwiesen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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