02. Januar 2019

Ausblick 2019 Frohes Altes!

Zumindest in politmedialer Hinsicht

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: shutterstock Politmedial nicht ganz so neu: 2019

Das ist aber nicht nett. Muss es wirklich sein, ein „neues“ Jahr so zu beginnen? Da startet man doch normalerweise mit Glückwünschen, Segnungen, viel Jubel und Hoffnungen auf eine Art „Runderneuerung“, auf Wechsel und Wandel, einen Neustart sozusagen – all den Dingen, die mit einem Jahreswechsel nun mal verbunden sind und es wohl auch schon immer waren. Tut es not, gleich die ersten Tage des zarten Jahreskeimlings mit Defätismus zu gießen? Was für ein verkrüppeltes Bäumchen soll denn daraus erwachsen?

Keine Sorge. Erstens ist es keine zwangsläufige Entwicklung – schließlich kann man schlechte Zeitungen abbestellen –, zweitens geht es mir nicht um überzogene Untergangsszenarien. Ich habe lediglich anhand des verfügbaren Datenmaterials aus dem letzten Jahr extrapoliert und eine Prognose gewagt – vor allem bezüglich der weiteren dystopischen Entwicklung des Mainstreams, oder besser: der fortschreitenden Degeneration des politmedialen Mythenkomplexes. Und wie es dort aussieht, naja – in diesem schäbigen, unethischen, lästerlichen, verantwortungslosen, verkommenen Betrieb wird sich nichts ändern. Das steht leider fest.

Da wird sich mancher vielleicht wieder fragen, ob das nicht ein allzu hartes Urteil gewesen sei. Ich kann für mich nur sagen: Nö. Ganz und gar nicht. Was manche Presse-Organellen im Jahre 2018 mal wieder an Post‑, teils auch Präfaktischem, an Manipulationen und manchmal sogar Psychoterror – lassen Sie mich das wiederholen: Psychoterror – über ihren Lesern ausgekübelt haben, war teilweise so unterirdisch, dass ich mich ganz ernsthaft frage, warum der „Mainstream“ überhaupt noch existiert.

Ob es nun um die Aufrechterhaltung des Narrativs vom „menschengemachten Klimawandel“ geht, eine Erzählung, hinter der – in ganz einfachen Worten, es gibt keinen Grund für unnötige Verkomplizierung – ein planwirtschaftlich-technokratischer, sozialdemiurgischer Gottkomplex verhaltensorigineller Machteliten steht, deren Wunsch es ist, aus dem Planeten ihren persönlichen Sandkasten zu machen mit der Menschheit als Ameisenhaufen darin, oder die damit verbundene Lüge vom Kohlendioxid als Hauptverursacher – daran wird sich auch 2019 nicht das allergeringste ändern. Deindustrialisierung, ökonomische Prekarisierung, Freiheitsberaubung, Nötigung, moralische Erpressung, pseudowissenschaftlicher Lug und Betrug rund ums CO2, unablässige Manipulation der „öffentlichen Meinung“ unter einem hauchdünnen ökologistischen Tarnmäntelchen – es ist schon erstaunlich (ist es das wirklich?), wie treffsicher Fabianist Aldous Huxley bereits vor Jahrzehnten diese „wissenschaftliche Diktatur“ ankündigte.

Er sprach von einer Art „softer“ Diktatur, einem „humanitären“ Totalitarismus, der sich wohlklingender Begriffe nur zur Verschleierung seiner knallharten Herrschaftsinteressen bedient. So wie es beim angeblich qua CO2 „menschengemachten Klimawandel“ ja der Fall ist. Am vorletzten Tag des Jahres, am 30. Dezember 2018, erschien denn auch ein Artikel in der „Zeit“, demjenigen Blättchen, das seine Leser ohnehin fast schon täglich damit bombardiert, in dem ganz offen ein radikales „exekutives“ Vorgehen gefordert wurde: „Mehr Druck, mehr Verbote“. Die „Ökodiktatur“ ist eigentlich schon hier. Aber wirklich überraschend kommt das ja nun nicht. Das bereits vor Jahrzehnten im Club of Rome erdachte „Post-Industrial Zero Growth Theorem“, die „postindustrielle Nullwachstumsagenda“, wird jetzt eben mit allen verfügbaren propagandistischen Methoden in die Köpfe gehämmert, und das ja nicht erst seit gestern.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle klarstellen, dass ich nicht das Geringste gegen Umweltschutz habe, kein blindwütiger Verteidiger einer rücksichtslosen „Ausbeutung der Natur“ bin; dass mir die von manchen Industriezweigen zweifellos gezeitigten Umweltschäden beileibe nicht egal sind. Ich unterstütze „Öko-Aktivismus“ gerne dort, wo er Sinn macht. Was jedoch den „Sündenbock CO2“ betrifft, so handelt es sich um eine Irreführung, einen Vorwand, um mehr Kontrolle über die Energieversorgung und somit natürlich auch wirtschaftliche Dynamik von Industrienationen zu erlangen. Es ist eine Ausrede für steuerliche Mehrbelastungen, dafür, die „Humanressourcen“ auf der Steuerplantage noch mehr ausbeuten zu können als bisher. Es ist, in einem Wort, ein machtelitäres „Geschäftsmodell“. Es geht dabei vorrangig um Geld – und zwar sehr viel davon.

Wenn Angela Merkel ihre Neujahrsansprache also mit den erwartbaren Worten runterklabastert, „wir“ müssten „mehr Verantwortung übernehmen“, vor allem hinsichtlich „Klimawandel und Migration“, ist das eigentlich schon blanker Hohn und Zynismus, denn in Wahrheit geht es dabei nur um mehr „Globalismus“ – nämlich diejenige Marke Globalisierung, die, wie sie selber ja immer wieder betonte, auf eine „Global Governance“ hinauslaufen soll. Alternativlos ist diese Sorte Globalisierung allerdings nicht. Und das wäre auch schon die erste positive Meldung des Jahres: Es gibt durchaus Alternativen zu diesem globalzentralistischen, größenwahnsinnigen, völlig übergeschnappten Weltherrschaftsrummel.

Und was steht sonst zu erwarten, zum Beispiel im geopolitischen Bereich? Auch dort stehen keine großen Überraschungen an. Noch immer wird die Lüge verbreitet – und wird es auch 2019 –, Trump sei „unberechenbar“. Ist er nicht. Er handelt nicht „irrational“. Und wenn die Relotiuspresse es noch so oft wiederholt: Es bleibt falsch.

Oder siehe Syrien. Kaum hatte das gerade im Sinne der „Neuen Weltordnung“ äußerst nützliche Trumpeltier angekündigt, Truppen aus Afghanistan und Syrien abzuziehen, regnete es – aber auch das ist ja altbekannt und war erwartbar – zum einen vorschnelle Jubelarien von Seiten derjenigen, die leider noch immer nicht begriffen haben, wie Geopolitik gespielt wird, zum anderen die übliche ödblöde Kritik von den einschlägig bekannten Weltgenesungs-Armhebern, Schreibtisch-Überzeugungstätern und Komplizen der „Krieg ist Frieden, Ignoranz ist Stärke“-Presse.

Was letztere Fraktion betrifft, habe ich aus meiner Meinung ja nie einen Hehl gemacht: Sie kann von mir aus mit Pauken und Trompeten zur Hölle fahren (möglichst bald, wenn ich bitten darf), was die erste, sicher wohlmeinende Gruppe anbelangt: Ich bitte um Vorsicht.

Denn es könnte sich durchaus um einen klassischen „Köder“ handeln, eine taktische Falle. Mal ganz zu schweigen von der Tatsache – die mittlerweile eigentlich hinlänglich bekannt sein sollte, das setze ich hiermit einfach stillschweigend voraus –, dass beide Kriege vollständig auf Lügen beruhten und vor allem geostrategischen Langfristzielen dienten und dienen (der Irak, Libyen, Syrien, Libanon, Sudan, Somalia, zum Schluss der Iran – dieser Rap wurde oft genug vorgetragen), hatte die „Weltordnungsmacht“ USA für das Chaos in Syrien ja gleich selber tatkräftig gesorgt. Durch Finanzierung und Bewaffnung von Terror (sehr lukrativ für den Rüstungs- und Kriegskorporatismus des vom Ökonomen Murray Rothbard zu Recht so genannten „warfare state“ („Kriegsführungsstaat“, in Anlehnung an „welfare state“, „Wohlfahrtsstaat“) bestehende Machtverhältnisse einer Region ordentlich auf den Kopf stellen – check; die eigenen Bürger dann schamlos belügen, nun müsse man wegen des (selbst mit angefachten und verstärkten) Leidens „humanitär intervenieren“ – check; ein heilloses Tohuwabohu aufrühren, um sich dann netterweise „zurückziehen“ in der Hoffnung, das dadurch entstehende „Machtvakuum“ würde von anderen, regionalen Mächten schon gefüllt – das ist noch offen. Angekündigt wurde es allerdings schon, beispielsweise in der „Welt“, als es in einem Artikel hieß, nun – nach diesem Rückzug – stehe einem iranischen (was sonst?) Vordringen bis zu den Golanhöhen nichts mehr im Wege; begleitet vom üblichen Katzenjammer, oh mein Gott, nun gäben die USA wohl ihre Führerrolle auf, Himmel hilf, wer soll denn jetzt die Welt bitte dadurch ordnen, Krieg und Terror zu einem seiner Hauptgeschäftszweige zu machen, einem seiner lukrativsten korporatistischen Exportmodelle?

Es wird auch 2019 weiter munter gelogen werden bezüglich einer „Russland-Affäre“, die nie wirklich existierte. Als hätte Putin einen Maulwurf namens Trump ins weiße Puppenhaus gesetzt. Grotesk. Lächerlich. Kindisch. Dümmlich. Da die Relotiuspresse aber trotzdem nicht von diesem Quatsch lassen kann, wird wohl leider damit zu rechnen sein, dass dieser grobe Unfug eben auch weiter kolportiert werden wird. Es wird so schnell kein Ende nehmen mit solchen – und genau darum handelt es sich – Fake News.

Man wird auch 2019 genug „Feinstaub“ in jeder erfreulich politikfreien Ritze finden (jetzt neu: überall Feinstaub!), in jedem Winkel des Lebens, vor allem des privaten der Knechte, um sie gründlich auszufegen und mit dem Züchtigungszement der heraufziehenden pseudowissenschaftlichen Diktatur zu füllen, das alles unter dem Vorwand der „Umwelthilfe“; vielleicht wird es auch 2019 die eine oder andere „Medienaffäre“ ähnlich der „Causa Relotius“ geben, mit vereinter Medienmacht aufgebauscht, bewusst hochgeschwätzt und überdramatisiert zur Suggestion eines „Einzelfalls“, wo in Wahrheit schon seit vielen Jahren flächendeckend zensiert, desinformiert und, ja, nicht selten auch gelogen wird, wo mit stupender Beharrlichkeit bestimmte politisch unliebsame Informationen geflissentlich ignoriert und verschwiegen werden.

Ebenfalls abzusehen für das „neue“ Jahr ist die Kultivierung und Pflege eines dezenten Extremrassismus gegen abgehängte, enttäuschte, toxische Altweiße, vor allem altweiße Köter‑, Kack- und Kotzmänner, die tun und lassen können, was immer sie wollen: Weiße Scheiße bleibt nun mal weiße Scheiße, eine Verirrung der Weltgeschichte, ein biologischer Betriebsunfall, pfui Deibel, schämt euch, als Weiße geboren worden zu sein, ihr konterweltrevolutionären Menschenabfälle; ich könnte die Liste natürlich noch mit Dutzenden anderer Beispiele füllen, doch lasse ich es hiermit gut sein.

Eines vielleicht noch: Ja, die Fischröckchen der Republik werden es sich auch 2019 gewiss nicht nehmen lassen, ständig dort von „Europa“ zu reden, wo es in Wahrheit um die E-UdSSR geht; nicht um den Kontinent, sondern um ein politisches Konstrukt.

Falls Sie sich also darauf gefreut haben sollten, solcher und ähnlicher Psychoterror ließe im neuen Jahr eventuell nach: Vergessen Sie‘s. Tut mir leid, aber es wird so schnell nicht aufhören.

Freuen Sie sich also mit mir auch 2019 auf ödblödes Geschwätz über allerlei russische Bedrohungen, die man regelmäßig dazu hernehmen wird, mehr Freiheitsbeschneidungen „legitimieren“ zu können, schließlich wolle man doch nur die eigenen Bürgen vor Putin schützen, vor allem im Putinet, diesem russischen Hackertool zur digitalen Zersetzung des besten Westens aller Zeiten.

Freuen Sie sich außerdem bitte auf weitere schlicht sprachlos machende, bodenlos unverschämte Ausfälle unfassbar arroganter, selbstherrlicher Vampirfunk-Intendanten, die allen Ernstes drohen, sollte die Zwangsgebühr für den Regimefunk nicht erhöht werden, könne – kein Scherz – die hochkommissarische Qualität der Gesinnungsgenossen, Volkspädagogen und Wahrheitssystemlinge nicht mehr gewährleistet werden. Tragisch. Man stelle sich vor: kein Reißbrett-Polit-Agitprop mehr für pi mal Daumen 8.000 Millionen Euro pro Jahr, und das sogar schon auf dem Kinderkanal zur Erlangung der Lufthoheit über den Betten der Nachwuchs-Steuerlöhner. Keine vor Beginn der Sendung gebrieften, schön auf Linie des veröffentlichten Meinensollens getrimmten Talk-Gäste mehr. Machen wir das jetzt so, wie es abgesprochen war, oder was? Ja meine Güte, ist der denn vorher nicht gebrieft worden? Welch ein Verlust für Deutschland.

Doch das sind, und darin liegt die große Chance des neuen Jahres, strenggenommen nur Ausdünstungen der Vergangenheit. Kein Mensch kann und will immer nur zurückschauen. Wäre auch ungesund.

Zugegeben, sehr viel leichter wird es vorerst nicht. Es wäre ziemlich naiv, zu glauben oder zu empfehlen, ein paar „gute Vorsätze“ fürs neue Jahr genügten schon, die alten, obsoleten Paradigmen zum Abdanken zu bringen, sie träten dann schon still und leise von den Schalthebeln ihrer Macht zurück. Sie werden sich daran klammern, so wie sie es immer getan haben, da mit ihren Pöstchen zu viele vor allem materielle Vorteile verbunden sind, sowohl in der Politik als auch den Hofmedien. Nicht zu vergessen, dass die „digitale Evolution“ ihr Übriges tun wird, und das ganz zwangsläufig, um den zunehmend in Schnappatmung verfallenden, eben erwähnten Paradigmen des Zentralismus, des technokratischen und sozialkybernetischen Steuerungs- und Allmachbarkeitswahns die Omnipotenzflausen auszutreiben. Allerdings braucht es dafür auch Wachsamkeit, denn die modernen elektronischen Kommunikationsmittel lassen sich prima zu Manipulations‑, Kontroll- und Überwachungszwecken missbrauchen. Die Entwicklung hin zu mehr Dezentralismus, mehr individueller Freiheit ist kein Selbstläufer – sie braucht proaktive Menschen, die durch ihre Erfindungs- und Tatkraft diesem technologischen Befreiungsschlag zu mehr Wucht verhelfen.

Entscheidend dafür, wie glücklich, erfolgreich und gut das neue Jahr wird, sind nicht die Geisteskrankheiten irgendwelcher selbsternannten Weltherrscher, dieser Menschenquäler und ‑schinder, ‑ausverkäufer und ‑zertreter, sondern Ihre eigenen Wünsche und Hoffnungen. Entscheidend ist, wie Sie Ihr Leben und die Welt der Zukunft für Ihre Kinder und Enkel gestalten wollen – und nicht die totalitären Anwandlungen einer Bande von Berufslügnern, ‑manipulateuren und ‑kontrolleuren, die Ihnen das Leben zur überpolitisierten Hölle machen wollen. Zur selbigen mit denen. Entscheidend ist Ihr individueller Antrieb, Ihre Neugier, Ihr Wissensdurst, Ihre Bereitschaft, auch mal eine „Rote Linie“ zu ziehen: Bis hierher und nicht weiter. Oder wie eine berühmte Persönlichkeit aus der Geschichte Amerikas einmal sagte: Wenn eine Regierung Angst vor dem Volk hat, nennt man das Freiheit. Hat das Volk Angst vor der Regierung, nennt man es Tyrannei. Oder so.

Deshalb von Herzen kommend und mit der Hoffnung auf wachsenden Widerstand seitens der zunehmend ausgebeuteten und betrogenen Bürgen: Frohes Neues!


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