30. August 2018

Angela Merkel und die Berichterstattung über Chemnitz Die totalitäre Brühe dringt noch durch die Poren

Aber dafür haben wir ja die Sachsen

von Michael Klonovsky

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Bildquelle: Boris Stroujko / Shutterstock.com Der Schoß ist fruchtbar noch: Karl-Marx-Monument in Chemnitz

Vergleicht man das softe mediale Begleitgeschwafel zu den Gewaltexzessen beim Hamburger G20-Treffen – 476 verletzte Polizisten, 186 Festnahmen, zwölf Millionen Euro Schaden – mit der hochaggressiven Berichterstattung über die Demonstrationen in Chemnitz – null verletzte Polizisten, null Festnahmen, bislang kein bekannter Schaden, angeblich zehn Hitlergrüße (sofern es nicht der Gruß der Hamas gewesen ist); dazu mehrere Leichtverletzte bei Auseinandersetzungen mit sogenannten „Gegen“‑Demonstranten („Wir haben Personen beobachtet, die im Bereich des Stadthallenparks Steine aufnehmen. Mehr als 100 Personen haben sich vermummt“, twitterte die Polizei am 27. um 20:20 Uhr) –, dann erscheint einem der Terminus „linksversifft“ als Attribut für die deutsche Gesinnungspresse doch womöglich etwas verniedlichend.

Hadmut Danisch weist darauf hin, dass die Niedermetzelung eines Deutschen halbkubanischer Abstammung und zweier anderer Passanten zu Chemnitz womöglich „ein ordinärer Straßenraub“ gewesen ist, also die blutrünstigen Gäste unserer Fremdenführerin noch gar nicht nach Frauen, sondern nach der anderen Beute Ausschau gehalten haben. Eins nach dem anderen! In beiden Fällen gilt: Komme nie zwischen den Nazgûl und seine Beute! Halte still, gib Geld und Frau her, oder bissu Rassist? Bezeichnend ist, dass man in Chemnitz am Rande eines Volksfestes vor hinreichend vielen Zeugen abgestochen werden kann, und zwar von einem Iraker, der, wie aus dem Haftbefehl hervorgeht, nicht nur erheblich vorbestraft ist, sondern sich nur geduldet in Deutschland aufhält, das heißt, sein Asylantrag ist bereits rechtskräftig abgelehnt worden. Zwei Tage später aber hetzt die gesamte Wahrheits- und Qualitätspresse mit der Kanzlerin vorneweg gegen Sachsen im Allgemeinen und die Chemnitzer Demonstranten im Speziellen – eine Kanzlerin, an deren Händen das Blut auch dieser Opfer klebt, weil sie die politische und, so Gott will, irgendwann auch die juristische Verantwortung für Abertausende von ihr amtseidsbrüchig geförderte Verbrechen gegen Leib und Leben deutscher Staatsbürger trägt. Nicht Sachsen, sondern diese Frau ist eine Schande für Deutschland. Gott schenke ihr ein langes Leben!

Am Rande: Mich würde interessieren, ob nicht einige beziehungsweise wie viele der zehn angezeigten Hitlergrüße vorher mit den Behörden abgesprochen waren, Dunkeldeutschland wimmelt schließlich von V-Leuten.

Entlarvenderweise bezeichnete Merkel, deren Masseneinwanderungsgutheißung dazu geführt hat, dass man in deutschen Städten am Rande von Volksfesten mal eben abgestochen werden kann, sei‘s nun beim Frauenbeschützen oder beim Geldabheben, die spontanen Proteste gegen ihre menschenverachtende und bürgerkriegsvorbereitende Politik im DDR-Funktionärssprech als „Zusammenrottungen“; außerdem sprach sie von „Hetzjagden“. Wahrscheinlich bezieht sie ihre Informationen von der Antifa; Torsten Kleditzsch, der Chefredakteur der „Freien Presse“ in Chemnitz, gibt zu Protokoll: „Hetzjagden haben wir hier nicht beobachtet.“ Die Brühe, in der Merkel als junger Apparatschik gegart wurde, dringt ihr noch heute durch die inzwischen welken Poren. Es gab den Straftatbestand „Zusammenrottung“ im DDR-Strafgesetzbuch; jenes der Bundesrepublik kennt ihn nicht. „Vielleicht“, kommentiert Hadmut Danisch, „hätten wir unser Regierungspersonal doch nicht auf dem Gebraucht- und Insolvenzmarkt von der DDR aufkaufen sollen“. Aber als Kompensation haben wir ja die Sachsen. Ich bin ein Chemnitzer!

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Acta diurna“.


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