01. März 2018

Alternative Nachrichten am Abend Murmeltier. NRA. Arbeitsverbote. Österreich.

Was uns am Abend des 1. März bewegt

von Redaktion eigentümlich frei

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Bildquelle: shutterstock In unterdrückenden Regimen stets Opportunisten: Beamte

Der Wochenpreis für das tägliche Murmeltier geht nach Bochum

Körperverletzungen und Vergewaltigungen aller Schwerheitsgrade durch sogenannte Flüchtlinge gehören seit zweieinhalb Jahren zur deutschen Lebensroutine wie die alltäglichen staatlichen Schutzgelderpressungen. Das ist der nicht zu unterschätzenden Minderheit von Bürgern, die noch bis drei zählen können, sattsam bekannt. Trotzdem schaffen es die von finanziellen Marktmechanismen komplett unabhängigen GEZ-Medien schon genauso lange, eine Mauer des Schweigens um dieses Thema zu errichten. Gegen dieses ausbruchssichere Informationsgefängnis nimmt sich sogar der Berliner Vorgänger wie ein Kindermodell aus Bauklötzen aus. Allerdings rennt zugleich tagtäglich eine nicht enden wollende Flut aus Horrormeldungen gegen die Mauer an. Dank mutiger medialer Fluchthelfer schaffen es doch ein paar Informationen immer wieder auf die andere Seite der Realität. So auch jetzt wieder in Bochum geschehen. Wie die Polizei jetzt eingestehen musste, hatte bereits am 18. Februar ein „33-jähriger Mann“ eine Frau zuerst brutal von hinten gepackt, ihr eine Tüte über den Kopf gezogen und sie dann mehrfach vergewaltigt. Brutale Vergewaltigung, Vertuschung seitens der Behörden sowie Establishment-Medien und schließlich Berichterstattung durch die „Junge Freiheit“. Das tägliche Murmeltier geht diese Woche einstimmig nach Bochum. Der Videoblogger und eigentümlich frei-Autor Miró Wolsfeld nahm das Ereignis zum Anlass, von seiner Überseereise aus einen eindringlichen Appell an das Gewissen deutscher Beamter zu richten. Er stellte ihnen die Frage, wie lange sie diesem Wahnsinn eigentlich noch tatenlos zusehen wollen (Link unten). Tja, lieber Miró, der Autor dieser Zeilen hat seine Abschlussprüfung in Geschichte über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Belgien, Luxemburg und Frankreich im Vergleich absolviert. Beamte gehörten unisono zur Kategorie der abwartenden Opportunisten. Scheinbar führen Obrigkeitshörigkeit und Ängste vor wahrgenommenen kleinsten materiellen Verlusten bei dieser Berufsgruppe immer wieder zum Ausschalten jedweder Empathie. Selbst wenn die tatsächlichen finanziellen Entbehrungen langfristig viel größer sein könnten. Ansonsten dürfte die wissenschaftliche Auflösung des Merkel-Wahnsinns nach der Entstehung des Universums zu den größten Rätseln der Menschheitsgeschichte aufsteigen.

Nach Meetoo – Alyssa Milano entdeckt Kampf gegen Privatwaffen als neue PR-Spielwiese

Apropos vergewaltigte Frauen: Im Herbst 2017 geisterte während Wochen die sogenannte „Metoo“-PR-Kampagne von vergessenen B- und C-Promis durch die Medien (wir berichteten). Viele Kritiker in den alternativen Medien hoben schon damals die für den gesunden Menschenverstand unfassbare Heuchelei in der Berichterstattung über beide Themen hervor. Um der Schizophrenie auch weiterhin zur Ehre zu verhelfen, wartet die Metoo-Initiatorin Alyssa Milano jetzt mit einer passenden neuen Kampagne auf. Nach tatsächlich vergewaltigten Frauen hat sie jetzt auch das Leid der Opfer des zwei Wochen zurückliegenden Amoklaufs an einer Schule in Florida für ihre Selbstinszenierung entdeckt. Zu ihrem persönlichen Feindbild hat sie jetzt Firmen wie Apple, Amazon und Fedex erkoren, bis diese sich auf Befehl aus Hollywood artig von der NRA distanzieren. Damit sie auch nachhaltig spuren, rief sie ihre Twitter-Follower für heute zum konsumtechnischen Boykott der genannten Unternehmen auf. Ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet bessere Waffengesetze unzählige Menschenleben in Deutschland retten könnten. Wir von eigentümlich frei empfehlen übrigens jedem Unternehmen auf der Suche nach neuen Marketingstrategien, sich schnell möglichst öffentlichkeitswirksam zur NRA (und möglichen Pendants) zu bekennen. Auch schlechte Werbung ist besser als keine Werbung. Im Gegensatz zur Heuchelei Milanos bewies der Prediger Hyung-jin Moon aus Pennsylvania aber echten Mut und intellektuellen Tiefgang. Er betrachtet das AR-15-Sturmgewehr, das auch von dem Angreifer in Florida benutzt wurde, nach wie vor als Gabe Gottes. Deshalb hat er die Mitglieder seiner Kirchengemeinde aufgefordert, mit der entladenen und gesicherten Waffe zum Gottesdienst zu erscheinen, damit er ihr seinen Segen erteilen konnte. Darauf ein Amen.

EU einigt sich auf neue Arbeitsverbote für Bürger aus östlichen Mitgliedsländern

Sehr viele Bürger aus den mittel- und osteuropäischen Staaten verdienen sich ihren Lebensunterhalt in westlichen EU-Mitgliedsländern. Sie verfügen auf dem Arbeitsmarkt über den klaren Wettbewerbsvorteil, dass sie in der Regel weitaus weniger Geld für ausgeführte Tätigkeiten verlangen als ihre westlichen Mitbewerber. Diese Menschen sind zum einen durch die lange Zeit unter kommunistischer Herrschaft stärker an Entbehrungen gewohnt. Zum anderen handelt es sich auch oft um alleingereiste Väter, die nur für sich selbst westliche Lebenshaltungskosten aufbringen müssen. Ihre Familien verbleiben im Osten und können dank der währungsbedingten Kaufkraftunterschiede viel mehr aus dem Lohn des Vaters rausziehen als eine vergleichbare Familie im Westen. Diese Transfers haben den östlichen Ländern einen weitaus stärkeren Aufschwung ermöglicht, als alle EU-Subventionen es je könnten. Bei politischer Erpressung wie aktuell in der Flüchtlingsfrage (wir berichteten) ein großes Hindernis. Dem will die EU mit einem Kampf gegen sogenanntes Lohndumping jetzt einen Riegel vorschieben. Über eine Reform der sogenannten „Entsenderichtlinie“ wird seit 2016 verhandelt. Vor allem der Hauptanführer der europäischen Sozialisten, Frankreichs Präsident Macron, pochte seit letztem Jahr auf eine schnelle Neuregelung. Die Osteuropäer wehrten sich dagegen und bestanden auf der Bewegungsfreiheit ihrer Bürger. Die nun beschlossene Gesetzgebung beschränkt die „Entsendungsfreiheit“ östlicher Arbeitnehmer auf ein Jahr. Zusätzlich zwingt sie ihnen vom ersten Tag an den gleichen Tariflohn wie ihren einheimischen Pendants auf. Unterbringungskosten dürfen ihnen „nicht mehr vom Lohn abgehalten werden“. Im Klartext: Sie dürfen nicht mehr selbst dafür Sorge tragen. Ihnen steht es nur noch frei, sich bei einer Sozialversicherung in ihrem Herkunftsland anzumelden, womit ein bisschen Luft zum Atmen bleibt. Die Reisekosten müssen aber natürlich noch einkalkuliert werden. Komisch, wird die Obrigkeit doch nicht müde, tagein, tagaus zu betonen, dass der freie Personenverkehr in der EU uneinschränkbar sei. Zumindest solange es die neu dazugekommenen Menschen betrifft. Aber keine Sorge, liebe Bürger, der allumfassende Wahnsinn der mit diesen wenigen Grundfreiheiten der EU gerechtfertigt wird, bleibt hiervon natürlich unberührt.

Österreichische Regierung serviert Vernunft in kleinen, aber realen Schritten

Die tägliche gute Nachricht zum Schluss. Die schwarz-blaue Regierung in Österreich geht dazu über, in kleinen Schritten zurück in die richtige Richtung zu marschieren. Im Koalitionsvertrag waren bereits bezüglich der Asylpolitik deutliche Kürzungen bei den Sozialleistungen vereinbart worden (Andreas Tögel berichtete für eigentümlich frei). Mit dieser vorsichtigen Rückkehr zur Vernunft setzt die Kurz-Regierung nun auch bei der Gängelei von Rauchern und den Staatsfinanzen an. Im österreichischen Nationalrat wurde jetzt eine Initiative eingebracht, die das von der Vorgängerregierung eingebrachte Rauchverbot in der Gastronomie aufheben soll, bevor es am 1. Mai dieses Jahres in Kraft tritt. Für dieses Jahr wurde ein sogenannter strukturell ausgeglichener Haushalt erreicht, das heißt, bestimmte Ausgabenposten wurden aus der Gesamtrechnung herausgenommen. Mit Kürzungen von 2,5 Milliarden Euro soll jedoch ab 2019 ein komplett ausgeglichener Haushalt vorliegen. Neue Steuern sollen dafür nicht erhoben werden. Auf dem Weg in die richtige Richtung ist manchmal weniger das Tempo als die Beständigkeit entscheidend. Eventuell bewahren sich Österreichs aktuelle Machthaber ja für einige Zeit ihr bescheidenes Rückgrat.

Video von Miró Wolsfeld

Zusammenstellung: Jean Modert


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