26. Januar 2018

Alternative Presseschau Islam. Links. Medien. Technik.

Genetisch modifizierte Tiere werden kommen

von Redaktion Presseschau

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Bildquelle: Jeff Whyte / Shutterstock.com War das erste geklonte Säugetier: Schaf Dolly

Die alternativen Blätter berichten vor allem über den Islam. In linken Organen steht man vor einem „vaterlandslosen“ Richtungswechsel, und die Technik treibt unser aller Leben voran.

Islam: Frauen, Symbole und Gottes Hilfe

Auf „Achgut“ berichtet Felix Perrefort über die Facebook-Gruppe „Before sharia spoiled everything“ („Bevor die Scharia alles ruinierte“) und die darin kursierenden Fotos freier und unverschleierter Frauen zwischen 1920 und 1980. Perrefort spricht vor allem von einem Kampf zwischen Feminismus und Islam. Gerade heute wagen immer mehr Frauen im Nahen Osten einen „Tigersprung ins Vergangene“, wohingegen die deutschen Feministinnen lieber „das Mullah-Regime hofieren“.

Im Angesicht des Islam verzichten immer mehr Deutsche auf Symbole ihres Glaubens. Auf dem evangelischen Portal „idea“ schreibt man über einen kürzlich geschehenen Vorfall, bei dem ein deutscher Richter das Kreuz abhängen ließ, um einem Asylbewerber zu zeigen, dass die juristische Entscheidung nichts mit der Religion zu tun habe. Journalist Peter Hahne kritisierte die „falsche Toleranz“ heftig und gab bekannt, das Kreuz gehöre zu Deutschland „wie die Löcher zum Schweizer Käse“. Der verurteilte Asylbewerber ging derweil in Berufung und gab bekannt: „Ob das Kreuz hängt oder nicht, ist mir egal.“

Laut „Spiegel Online“ hatten türkische Moscheen für den Sieg Erdoğans gebetet, wie die „Junge Freiheit“ aus Berlin berichtet. Die türkischen Truppen kämpfen momentan im Norden Syriens vor allem gegen die Kurden. Einen Aufruf zu bestimmten Gebeten habe es nicht gegeben, widersprach ein Sprecher des Islamverbandes. Die Moscheen könnten frei entscheiden, welche Gebete gesprochen werden. Die Religionsbehörde Diyanet sowie der Islamverband DİTİB hatten nach Angaben des „Spiegel“ ihre Imame aufgefordert, die 48. Sure mit dem Namen „Der Sieg“ zu rezitieren.

Links: Wagenknecht pfui, Wagenknecht hui

In der „Jungle World“ steht die Linke vor einem essentiellen Richtungsproblem. Sahra Wagenknecht und ihr Mann Oskar Lafontaine hatten gefordert, eine linke Volkspartei zu etablieren. Autorin Svenna Triebler kritisiert das „Duo Infernale“ der „Rassistenversteher“. Sie analysiert messerscharf: „Die meisten Menschen, mit denen ich Umgang pflege, ordnen sich politisch irgendwo links ein.“ Alle Nichtwähler ihres Bekanntenkreises seien Nichtwähler, weil alle Parteien einen „Wettlauf im Übernehmen von AfD-Positionen hinlegen“. Auf die Idee, dass Linke Politik einfach scheiße finden oder zu faul sind, zu den Wahlurnen zu gehen, kommt sie allerdings nicht. Dennoch bleibt Triebler hart: Die Fans einer Wagenknechtschen Volkspartei können gerne verschwinden. In der Restpartei „könne man sich endlich auf soli­darische, aufklärerische und ‚vaterlandslose‘ linke Grundsätze besinnen.“

Claudia Wangerin, Autorin in der „Jungen Welt“, sieht die letzten Jahre der Großen Koalition als „Beihilfe zum Angriffskrieg“. In den vergangenen vier Jahren hatte die Große Koalition mehr Rüstungsexporte genehmigt als die schwarz-gelbe Vorgängerregierung. Als Wirtschaftsminister gab Sigmar Gabriel dafür grünes Licht, so Wangerin. Die gesamten Waffenexporte stiegen um 21 Prozent an. Sahra Wagenknecht sprach von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Sevim Dağdelen (Die Linke) forderte, dass die Bundesregierung alle Soldaten abziehen und die Waffenlieferungen stoppen möge, so berichtet die „Junge Welt“.

Medien: Nazitexte und BH-Öffnungs-Techniken

„Jouwatch“ kritisiert den Vorstoß der Bremer Grünen-Abgeordneten Kai (sic) Vargalla. Diese möchte die öffentlichen Auftritte von „Bands mit rechtspopulistischen Texten“ verbieten. In einer aktuellen Fragestunde der Bremer Grünen adressierte sie ein Schreiben hinsichtlich der Auftrittskriterien der „umstrittenen Band Frei.Wild“ an den Bremer Senat. Bezüglich linksextremistischer Bands echauffiert sich Vargalla nicht. Stattdessen, so kritisiert „Jouwatch“, bekämen diese ganze 13 Minuten Zwangssendezeit bei der „Tagesschau“. „Feine Sahne Fischfilet“ schaffte es mehrfach in die 20-Uhr-Nachrichten. Die Mecklenburger Punkband war mit Texten wie „Die Bullenhelme – sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein“ aufgefallen.

Der Skandal um den Kinderkanal reißt nicht ab. Mehrere Onlineportale, darunter auch „Philosophia Perennis“, hatten über das neue Programm des Senders berichtet. In einem Gastbeitrag geht A.R. Göhring auf die letzten drei Skandale im Kinderprogramm ein. Neben dem erdrosselwütigen Moderater David Friedrich zeigte Kika seiner Zielgruppe (3- bis 13-jährig), wie „Hamburger Jungs“, drei Kinder afrikanischer und arabischer Herkunft, Schaufensterpuppen den BH richtig öffnen. Zusätzlich berichten sie von ihren Erfahrungen mit Brüsten. In einem weiteren Streifen zeigte Kika eine norwegische Kinderserie, in der eine blonde junge Frau „mit dem Asylanten Achmed anbandelt“. Göhring fasst zusammen: „Wer nicht naiv sein will, kann dahinter eine gewisse Volkspädagogik vermuten.“

Auf „Sezession“ beschreibt Ellen Kositza in ihrer Kolumne „Das war‘s“ die Tücken der Kindererziehung und des Medienkonsums in der heutigen Zeit. Wichtig sei vor allem, als Vorbildfunktion voranzugehen. „Unsere Kinder haben uns nie fernsehend erlebt und nie eine Smartphonescheibe betrachtend“, so Kositza. Trotzdem gebe es „gewisse Ertappungen“, in denen die Kinder auch mal das Dschungelcamp schauen möchten.

Technik: Dollys Fleisch

Abseits der Tagespolitik befragt das Portal „Novo“ die Biotechnologin Angelika Schnieke zu den neuesten Entwicklungen in der Gentechnik. Schnieke war bereits vor 21 Jahren stellvertretende Forschungsleiterin bei der Geburt des ersten Klonschafs Dolly. In dem ausführlichen Interview berichtet Schnieke über europäische Sorgen und die Gefahren des Klonens. „In der Forschung werden bereits jetzt genetisch modifizierte Tiere entwickelt, die werden über kurz oder lang auch auf den Markt kommen“, so der Ausblick der Wissenschaftlerin.

„Achse des Guten“: „Der Sieg über den Islam wird weiblich sein“

„idea“: „‚Das Kreuz gehört zu Deutschland wie Löcher zum Schweizer Käse‘“

„Junge Freiheit“: „Gebete für türkischen Sieg: Islamverband streitet Vorwürfe ab“

„Jungle World“: „Das andere Links“

„Junge Welt“: „Beihilfe zum Angriffskrieg“

„Jouwatch“: „Grüne will Konzerte zensieren“

„Philosophia Perennis“: „Kinderkanal ‚KiKA‘ produziert Sex- und Gewalt-Skandale in Serie“

„Sezession“: „Das war‘s“

„Novo“: „‚Wir sind nicht mehr angewiesen auf das, was zufällig passiert‘“

Zusammenstellung: Florian Müller


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