26. Januar 2015

Marktkommentar Fette Gewinne mit Goldminenaktien

Vom unbekannten Zentralbankbürokraten zum selbsternannten Imperator

von Claus Vogt

Dossierbild

Europa hat nach langer Zeit wieder einen selbsternannten Imperator, der über dem Gesetz steht: EZB-Präsident Mario Draghi. Er wird ab März dieses Jahres Monat für Monat aus dem Nichts 60 Milliarden Euro neues Geld erschaffen, mit dem die EZB vor allem Schuldscheine rettungslos überschuldeter EU-Mitgliedsstaaten kaufen wird. Dieses Vorhaben ist ohne Wenn und Aber Staatsfinanzierung mit der Notenpresse. Das ist so offensichtlich, dass wohl nur ein hochdotierter Jurist auf der Gehaltsliste der Europäischen Union zu einem anderen Ergebnis kommen kann.

Wie auch immer, Tatsache ist, dass Staatsfinanzierung mit der Notenpresse durch die Verträge zur Europäischen Währungsunion ebenso verboten ist wie die Rettung maroder Mitgliedsstaaten durch andere EU-Länder. Beide Regelungen sind inzwischen de facto auf dem Müll gelandet, weil sich einfach niemand daran hält. Dabei gab und gibt es einen guten Grund, den Einsatz der Gelddruckmaschine zu beschränken: Geld drucken schafft keinen Wohlstand und führt mittelfristig zu Staatsbankrotten sowie Wirtschafts- und Finanzkrisen. Das ist der Grund, warum einige prominente Kritiker der EZB-Politik, darunter zahlreiche Professoren der Wirtschaftswissenschaften, das Bundesverfassungsgericht angerufen haben. Ihre Hoffnung, den geldpolitischen Irrsinn doch noch aufzuhalten, hat sich nicht erfüllt.

Schützen Sie sich mit Gold vor den Draghis dieser Welt

Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass sich jeder vernünftige Mensch vor den absehbaren und historisch immer wieder überlieferten Folgen einer verantwortungslosen Gold- und Staatsschuldenpolitik schützen sollte. Die Geschichte beweist, dass der Staat einfach nicht mit Geld umgehen kann oder will. Er lebt immer über seine Verhältnisse, wenn und solange es die Bürger zulassen. Die Finanzgeschichte schließlich zeigt, dass Gold den besten Schutz vor dem immer wiederkehrenden staatlich verordneten Irrsinn geboten hat. Standardaktien boten diesen Schutz hingegen nicht. Sie sind in Krisenzeiten immer heftig unter die Räder gekommen. Sogar in Zeiten der Hyperinflation waren die Aktienmärkte am Ende der Krise fundamental extrem günstig bewertet. Das wird auch dieses Mal nicht anders sein.

Derzeit sind die Aktienmärkte fundamental drastisch überbewertet, und sie befinden sich in einer gewaltigen Spekulationsblase, die von Draghi gerade neu befeuert wurde. Entsprechend groß ist das Abwärtspotential.

Verheißungsvoller Beginn der neuen Goldhausse

In den vergangenen Wochen habe ich regelmäßig die Entwicklung am Goldmarkt thematisiert und analysiert, weil immer deutlichere Anzeichen für den Beginn einer neuen Goldhausse sichtbar geworden sind. Der von mir prognostizierte Ausbruch des Goldpreises in Euro aus einer mächtigen Bodenformation hat inzwischen stattgefunden. Er liefert die charttechnische Bestätigung der neuen Hausse. Dieser noch sehr junge Bullenmarkt hat einen dynamischen und vielversprechenden Auftakt erlebt: Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis in Euro von 978 Euro pro Unze auf 1.145 Euro gestiegen, ein Kursgewinn von 16,8 Prozent in gerade einmal drei Wochen.

Der Goldpreis hat aber auch in US-Dollar gemessen einen guten Start ins neue Jahr erwischt. Hier ging es von 1.183 Dollar pro Unze auf 1.302 Dollar nach oben, ein Plus von immerhin zehn Prozent. Im Unterschied zu Gold in Euro hat der Ausbruch aus der ebenfalls mächtigen Bodenformation, die klar erkennbar ist, hier noch nicht stattgefunden. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass dieser Ausbruch nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Unser mehrstufiger Preisbänder-Indikator, der uns während des ersten Teils der langfristigen Goldhausse von 2001 bis 2011 hervorragende Dienste beim Timing von Gold- und Goldminenaktienkäufen geleistet hat, hat inzwischen eine wichtige Hürde genommen. Damit hat er zwar noch kein Kaufsignal gegeben, aber er befindet sich jetzt wieder in einer Position, aus der heraus ein Kaufsignal prinzipiell möglich ist und wahrscheinlich bald erfolgen wird. Auch das ist eine wichtige Entwicklung, denn dieser Indikator hat seit Ende 2011 kein einziges Kaufsignal mehr gegeben. Im großen Bild lag er damit goldrichtig.

Sorgen Sie mit Goldminenaktien für spektakuläre Gewinne

Trotz der schönen Kursgewinne des Goldpreises sehen wir in unserer Empfehlung, einen strategischen Goldanteil von 25 bis 35 Prozent zu halten, in erster Linie eine Versicherung. Sie soll den Vermögenserhalt in den bevorstehenden chaotischen Zeiten sichern. Denn eigentlich haben wir es ja nicht mit einem Goldpreisanstieg zu tun, sondern mit einem Währungsverfall. Je mehr Geld die Draghis dieser Welt drucken, desto weniger ist dieses Papiergeld wert.

Um von der noch ganz jungen Goldhausse zusätzlich und richtig zu profitieren, empfehle ich den gezielten Kauf von Goldminenaktien.

Goldminenaktien sind wie alle Aktien spekulative Investments. In Hausse-Zeiten lassen sich aber gerade mit Goldminen sehr hohe Gewinne erzielen.

Weitere Analysen und Anlagehinweise finden Sie in Claus Vogts Börsenbrief Krisensicher Investieren.

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