28. Februar 2017

Zehn Jahre EIKE Ein Grund zum Feiern?

Rückblick, Erfolgskontrolle und Bestandsaufnahme

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Bildquelle: shutterstock Zehn Jahre EIKE: Herzlichen Glückwunsch!

Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) wurde zehn Jahre alt. Zeit für einen Rückblick, eine Erfolgskontrolle und eine Bestandsaufnahme.

Am 24. Februar 2007 wurde das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) gegründet. Gründungsort war das „Congreßhotel am Stadtpark“ in Hannover. Dort trafen sich 16 Herren und eine Dame, die die enorme Schädlichkeit der damaligen (und heutigen) Klima- und Energiepolitik und insbesondere den Missbrauch der Wissenschaft für die Untermauerung einer Ideologie vom menschgemachten Klimawandel nicht nur erkannt hatten, sondern dies auch nicht länger hinnehmen wollten. Ihr Ziel war, mittels Bereitstellung wissenschaftlich hieb- und stichfester Fakten, selber erarbeitet oder von seriösen Dritten übernommen, die Öffentlichkeit aufzuklären. Als Rechtsform dafür wurde der Verein gewählt, auch deswegen, weil dies bei den Befürwortern und Nutznießern des Klimaalarmismus, zum Beispiel dem „Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung“ (PIK) ebenso gehandhabt wurde. Auch der gewählte Name sollte zugleich Programm und Arbeitsauftrag symbolisieren.

Allen war von Anfang an klar, dass dieser Kampf lange dauern und sehr schwierig sein würde und sie nur über äußerst geringe Mittel würden verfügen können. Doch sie handelten frei nach dem Motto: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Und als gesetzestreue Bürger wollten sie dies mit legalen Mitteln tun, wohlwissend, dass ihre Gegner es damit nicht so genau nehmen würden.

Von diesen 17 Anwesenden – nicht alle entschlossen sich, als Gründungsmitglieder mitzumachen – sind heute noch zehn bei EIKE aktiv. Viele weitere kamen hinzu, einige wenige verließen EIKE auch wieder. Teilweise wegen Zeitmangels, teilweise weil ihnen das verfolgte Konzept nicht gefiel, teilweise aus biologischen Gründen, weil der Tod sie abberief.

So wurde unser Gründungsmitglied Ernst-Georg Beck – der mit seinem Elan und seiner unleugbaren Kompetenz zu den aktivsten gehörte – leider durch seinen viel zu frühen Tod an weiterer Mitarbeit an führender Stelle gehindert. Zum Glück betreibt seine Familie noch immer die wunderbare Wissensseite „Der Wasserplanet“, auf der Beck sein geballtes Wissen didaktisch aufbereitet hat, für jeden einsehbar und auch verstehbar.

EIKEs Mission – Erfolg oder Misserfolg?

Keiner der Aktiven konnte sich damals vorstellen, dass ein so offensichtlicher Missbrauch von Wissenschaft, wie es das Märchen von der drohenden Klimakatastrophe ist, mit dem alleinigen Ziel ersonnen, die Bürger nicht nur dieses Landes, sondern der ganzen Welt zu drangsalieren, zu kujonieren und last but not least beständig abzukassieren, indem man sie einem Weltsozialismus, diesmal unter UN-Diktat, unterwirft, nicht nur nicht irgendwann in überschaubarer Zeit zu Widerstand, zu einem Aufbegehren der direkt Betroffenen führen würde, sondern im Gegenteil – wie eine heimtückische Krankheit – sich fast widerstandslos jeden Tag weiter ausbreiten und immer mehr Bereiche unseres Lebens seiner Herrschaft unterwerfen würde.

Doch genau das ist passiert. Der „Klimaschutz“ als offizielle deutsche Regierungsdoktrin mit dem Klimaschutzplan 2050, dem dummen, jeder Naturwissenschaft spottenden Zwei-Grad-Ziel, seiner Energiewende und „Dekarbonisierung“ samt der schändlichen Gesetze, die zu ihrer Durchführung erlassen wurden, hat sich nicht nur auf breiter Front verfestigt, sondern wird von den Betroffenen – fast ohne Widerstand – erduldet, oft auch – insbesondere von den Medien befeuert – freudig begrüßt. Nun könnte man es mit dem weisen, alten jüdischen Sprichwort halten: „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann mach einen Plan!“ und sich abwartend zurücklehnen. Doch zum Lachen ist dieser Plan nun wirklich nicht, oder anders gesagt, bevor man über ihn lachen kann, ist die halbe deutsche Wirtschaft, und damit unser Wohlstand, unsere Art zu leben, den Bach runtergegangen.

Also, war nach dieser Sichtweise unser Kampf bisher vergebens? Eigentlich ja! Doch das nur aus einem einzigen Grund: Wir haben 2007 die lange Anpassungsdauer gesellschaftlicher Prozesse gröblich unterschätzt. Insbesondere den Widerstand von solchen, bei denen es nicht nur um gut oder böse, sondern auch um enorme Pfründen, sehr viel Geld und damit Macht geht.

EIKE ist lernfähig und zäh

Wir mussten also einsehen, dass dieser Gesellschaftsprozess durchaus einen Kippunkt haben könnte, aber bis dieser erreicht sein würde, sehr, sehr viel Zeit vergehen kann. Daraus folgt: Es lohnt sich, weiterzumachen, denn wenn der Weg auch lang und beschwerlich war und noch ist, Erfolge unterhalb dieses Kippunktes haben sich durchaus eingestellt. Einige davon will ich hier aufzählen:

EIKE international vernetzt

EIKE ist hochgradig international vernetzt. Insbesondere mit den Fachwissenschaftlern der angelsächsischen Welt, aber auch nach Polen, Italien, Frankreich, der iberischen Halbinsel und sogar Russland und China. Das zeigt allen Klimarealisten: Wir sind nicht allein! Wir sind keine Exoten und erst recht keine Spinner, zu denen uns insbesondere manche vom Staat bezahlten und bestellte Forschungsergebnisse abliefernden „Forschungsinstitute“ und ihre Verstärker bei den Medien abstempeln wollen.

Mit der Wahl Donald Trumps zeichnen sich für die USA große Umwälzungen ab, die insbesondere aus der dortigen Umweltbehörde EPA, bisher ein „Überministerium für Klimaschutz“, dem alles andere unterzuordnen wäre, eine der Natur und dem Menschen verpflichtete Behörde machen werden. Die Auswirkungen auch auf die deutsche Klima- und Energiepolitik sind kaum absehbar, werden aber unser Anliegen unterstützen.

EIKE ist heute die wichtigste deutschsprachige Stimme der Klimarealisten

EIKE ist die mit Abstand wichtigste, weil meistgelesene deutschsprachige Stimme der hiesigen Klimarealisten und Energiewende-Gegner. Und es werden täglich mehr. Das gelang durch einen hochaktiven, viel gelesenen Blog, auf dem in den acht Jahren seiner Online-Existenz bis heute etwa 6.000 Artikel und fast 130.000 Kommentare erschienen.

Alle Bundestagsabgeordneten, viele Landtags- und Europaabgeordnete kennen EIKE und unseren wöchentlichen Newsletter. Sehr viele Journalisten lesen bei EIKE mit, auch wenn nur wenige von diesem Nachrichtenangebot offiziell Gebrauch machen. Dafür sorgen besonders stark weltanschaulich geprägte, sich aber neutral gebende Informationsseiten wie Wikipedia, deren Berichterstattung über uns, unsere Finanzierung und unsere wissenschaftliche Arbeit direkt aus der Redaktion der legendären „Prawda“ stammen könnte.

EIKE steht daher im Alexa-Web-Ranking weit, weit vor allen anderen Blogs, die sich allein mit der Klima- und Energieproblematik befassen. Monatlich wird unsere Seite viele Hunderttausend Mal aufgerufen.

EIKE wirkt

EIKEs Wirkung und Einfluss auf die Politik nehmen zu. Unsere Darstellungen der realen Situation und daraus abgeleitete Forderungen finden sich weitgehend im Grundsatzprogramm wenigstens einer ernst zu nehmenden, demokratisch legitimierten politischen Partei wieder, der AfD. Sie sitzt bereits in vielen Landesparlamenten und hat sehr gute Aussichten, wenn sie sich nicht vorher aus anderen Gründen zerlegt, mit einer stattlichen Zahl von Abgeordneten in den nächsten Bundestag zu kommen. Und wie es sich heute schon beobachten lässt, treibt sie die anderen Parteien mit ihren vernünftigen Lösungsansätzen für brennende Probleme jetzt schon vor sich her. Das kann und wird auch bei diesen Themen so sein. Schließlich ist der Kaiser ja nackt, es fehlt nur noch das Kind, das sich traut, das auch öffentlich auszusprechen. Die AfD wird dieses Kind sein, und anderen wird das Mut machen. Auch bei vielen Anhängern wie Mitgliedern anderer liberaler oder konservativer Parteien wächst das Interesse, unsere Argumente zu übernehmen. Das macht Mut!

Denn auch Politiker anderer Parteien „bedienen“ sich heute schon gerne auf den EIKE-Seiten – wenn auch meist gegen den Wunsch der eigenen Parteiführung.

EIKE arbeitet wissenschaftlich

EIKE arbeitet wissenschaftlich auf hohem Niveau. Davon zeugen die begutachteten Publikationen von EIKE-Autoren, deren Ergebnisse zu einer realistischen Einschätzung des No-Problems Klima und des Riesenproblems Energiewende beitragen, und bisher zehn international hochkarätig besetzte Fachkongresse zur Klima- und Energiethematik.

Die davon erstellten bisher gut 180 Videos wurden circa 450.000 Mal aufgerufen oder heruntergeladen.

EIKE wurde daher im vergangenen Jahr auf die Position 62 der 100 besten Wissenschaftsseiten der Welt gewählt. Und das, obwohl wir nur auf Deutsch veröffentlichen.

Dazu kommt eine eigene wissenschaftliche Schriftenreihe mit bisher acht mehr oder weniger umfangreichen Bänden.

Seit 2012 ist EIKE auch offiziell eine steuerlich als gemeinnützig anerkannte Wissenschaftsorganisation.

EIKE-Vertreter halten viele öffentliche Vorträge, werden in letzter Zeit gern von Windkraftgegnern zu Vorträgen eingeladen oder bringen sich auf andere Weise in die öffentliche Diskussion ein.

EIKE wird von den öffentlichen Meinungsmachern entweder totgeschwiegen oder diffamiert

EIKE wird dennoch (fast) nie zu Talkshows eingeladen, nachdem EIKE-Mitstreiter dort selbst erklärte Klimaschützer öffentlich widerlegen konnten.

Gelegentlich wird unser Institut sogar von öffentlich-rechtlichen Fernsehmachern diffamiert, wie es jüngst Prof. Harald Lesch in der „SZ“ für richtig hielt. Von dem, was er der „Süddeutschen“ erzählte, war zwar kein Wort wahr, trotzdem verweigerte die „SZ“ eine Richtigstellung. Begründung: Sie habe nur zitiert.

Richtig ist aber auch, dass jeder Journalist oder jeder Verantwortliche für eine öffentliche Diskussionsrunde, der versucht, EIKEs Sachverstand einzubeziehen, sich einer bösartigen Phalanx von Verleumdern ausgesetzt sieht, die EIKE-Leute zu Schmuddelkindern erklären, mit denen keiner spielen darf. Dank des Internets und Youtube ist das aber sehr leicht zu verschmerzen. Die Welt erfährt auch so, was wir zu sagen haben.

Hingegen hat sich die Greenpeace-Propaganda wohl totgelaufen, nachdem seine Aktivisten zum Beispiel von Lord Christopher Monckton so schmerzlich als ahnungslose Gutmenschen vorgeführt wurden.

Die EIKE-Finanzmittel sind sehr bescheiden

Und das alles organisieren wir mit einem Budget eines mittleren Tennisclubs, durch Selbstausbeutung der aktiven Mitglieder, die sämtlich ehrenamtlich arbeiten, und durch die Spendenbereitschaft unser Leser, Unterstützer und Mitglieder. Ihnen möchten wir an dieser Stelle dafür nochmals herzlichst „Dankeschön!“ sagen.

Und es sei allen ausdrücklich versichert: Wir machen weiter!

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).


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