28. Februar 2017

Kostümverbote für Narren Carneval Correctness

Früher ging es darum, unkorrekt zu sein

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Bildquelle: shutterstock Karnevalskostüm: Beleidigung ethnischer Randgruppen?

Früher war alles schlechter. Da ging es beim Karneval noch darum, einmal so richtig unkorrekt zu sein und alles anders zu machen, als die Herrschenden sich das sonst einfordern. Respekt vor kirchlicher Doktrin und politischer Obrigkeit wich den Freuden des Fleisches und ätzendem Spott.

Vor der neuen Doktrin der Politischen Korrektheit und ihren Hohepriestern an den Universitäten knicken die Karnevalsgesellschaften heute aber glücklicherweise schnell ein. In Fulda zum Beispiel verzichtete ein Verein auf das traditionelle Kostüm des „Negers vom Südend“, weil „Mitglieder der Hochschule in Fulda“ Rassismusvorwürfe erhoben. Böses „Blackfacing“ soll ab jetzt nie wieder vorkommen in Fulda, man will in Zukunft schließlich wieder ohne Polizeischutz auftreten können.

Doch der „Neger“ war nur ein Anfang. Alle Verkleidungen als „Randgruppen“ müssen über kurz oder lang aus den Faschingsumzügen verschwinden. Die Kampagne „Ich bin kein Kostüm“ weist schon einmal in die richtige Richtung. Sie will die Leute dazu bringen, endlich auf Kostümierungen als Indianer, Geisha oder Mann in Frauenkleidern zu verzichten. Danke Amadeu-Antonio-Stiftung, Antidiskriminierungsverband Deutschland und Die Linke e.V.! Und danke, deutscher Steuerzahler für die Finanzierung der Kampagne.

Die Jecken goutieren diese absolut notwendigen Einschränkungen der Narrenfreiheit, indem sie die Anhänger von Oppositionsparteien fertigmachen und die außenpolitische Perspektive der Regierung propagieren. Sie zeichnen Trump als Vergewaltiger der Freiheit, während sie vor den Vergewaltigern der Silvesternächte durch besondere Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden. Was für Narren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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Dossier: Politische Korrektheit

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