15. März 2016

Berichterstattung über Flüchtlingsheime Was ist das Gegenteil von rechtsextrem?

Gute Nachrichten nicht erwünscht

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Bildquelle: shutterstock Nicht immer aus Fremdenfeindlichkeit: Brennende Asylunterkunft

In Helldeutschland ist wieder einmal die Hölle los. AfD fälscht Überschrift! Die betroffene Zeitung kündigt juristische Konsequenzen an! „Wir sind empört über die Verfälschung unserer Überschrift“, zitiert Focus online den stellvertretenden „AZ“-Chefredakteur Timo Lokoschat. „Wir sehen eine Urheberrechtsverletzung und prüfen außerdem, ob die AfD die Unternehmenspersönlichkeitsrechte der ‚Abendzeitung‘ verletzt hat.“

Worum geht es? Die AfD hatte auf Facebook einen Artikel der „Abendzeitung“ gepostet unter der Überschrift: „Polizei erwischt Linksextreme bei Brandstiftung im Asylbewerberheim!“.

Das Blatt hatte darüber berichtet, dass drei Jugendliche mehrfach versucht haben, eine im Bau befindliche Asylbewerberunterkunft anzuzünden. Beim zweiten Versuch wurden sie erwischt. Sie hatten unter anderem Molotowcocktails, ein üblicherweise von Linksextremisten eingesetztes Kampfmittel, dabei. Weiter erfährt man, dass die Jugendlichen keinen rechtsextremen Hintergrund haben. „Im Gegenteil“, schreibt die „Abendzeitung“ München.

Was ist aber das Gegenteil von rechtsextrem? Linksextrem? Nein, „bürgerliches Milieu“! Darauf muss man erst mal kommen! Wird doch der Öffentlichkeit von interessierter Seite pausenlos eingehämmert, dass der Rechtsextremismus längst in der Mitte der Gesellschaft, also im Bürgertum, angekommen sei.

Einer der „Burschen“ hätte sogar einen Verwandten, der in der Flüchtlingshilfe engagiert sei, erfährt der Leser noch. Außerdem setzte der Ermittlungsrichter das Tätertrio wieder auf freien Fuß.

Man hat beim Lesen des Artikels schon den Eindruck, dass die „Abendzeitung“ um den heißen Brei herumredet, das Kind nicht beim Namen nennen will. Sie scheint vor allem Angst vor der eigenen Courage bekommen zu haben. Obwohl die sich in engen Grenzen hielt.

Seit Monaten werden Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte als Beweis für die angebliche Fremdenfeindlichkeit der Biodeutschen gewertet. Justizminister Maas, der es qua Amt besser wissen müsste, gibt ganz vorn den Ton an. Dabei sind die meisten „Brandanschläge“ gar keine, sondern wurden von Bewohnern aus Leichtsinn oder Unkenntnis, in Einzelfällen auch absichtlich, verursacht. An zweiter Stelle stehen die ungeklärten Fälle. Weit danach kommen die Brände, die aus fremdenfeindlichen Motiven gelegt wurden.

Das ist eigentlich eine gute Nachricht, aber offensichtlich eine, die Maas und Co nicht in den Kram passt. Warum wohl? Weil die Öffentlichkeit mit dem Verweis auf den angeblich grassierenden Ausländerhass eingeschüchtert werden soll, damit niemand wagt, die immer irrationaler und gefährlicher werdende „Flüchtlingspolitik“ der Regierung zu kritisieren?

Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode!

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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