18. Juni 2013

ef 134 Edle Wilde

Der „gute“ Rassismus dubioser Spendenorganisationen

Im Mai 2012 bricht eine Gruppe von Schülern und Betreuern aus Leipzig mit ihren Gästen, einer Gruppe gleichaltriger Cowichan-Indianer aus Kanada, zu einer gemeinsamen Paddeltour auf. Ihr Begleiter: „Hwiemtun, gerade 53 geworden, trägt den Titel ‚Ältester seines Volkes’. Nicht wegen der Zahl an Lebensjahren, sondern wegen seiner Erfahrung. Die Cowichan verehren den studierten Anthropologen als ‚Jäger der Weisheit und Bewahrer des traditionellen Wissens’.“ Man schaut, hört und staunt: Wissen diese Leute nicht, dass die Rede des „weisen“ Häuptlings Seattle in Wirklichkeit 1972 vom amerikanischen Literaturhistoriker und Regisseur Ted Perry für ein Filmskript verfasst wurde? Und Hwiemtun, der weise Indianer und Älteste? Wie die kanadische Journalistin Donna Laframboise recherchierte, heißt der im wirklichen Leben Fred Roland. Eine öffentliche Kurzbiographie stellt ihn als Buddhisten mit „Verbindung zur Geisterwelt“ und Anbieter esoterischer Schwitzhütten-Sitzungen vor, bei denen menstruierende Frauen ausgeschlossen sind. Außerdem engagiert er sich für eine Organisation namens „Wilderness International“.

In der brandneuen ef-Ausgabe 134 deckt Holger Thuß die Machenschaften dieser NGO auf und offenbart, wie indianische Völker als romantische Projektionsfläche und Werbemittel missbraucht werden. PDF-Abonnenten erhielten schon gestern die neue Ausgabe. Print-Abonnenten müssen sich noch bis zum kommenden Samstag gedulden und am Kiosk wird das neue Heft am 24. Juni erhältlich sein. Ab sofort kann es allerdings online bestellt werden.

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