09. November 2010

Bundestag Die Grünen und die Grenzen der Allmacht

Kleine Anfrage offenbart Vernichtungswahn

Grüne „Bücherverbrennung“ in Form von Ausschaltung unangepasster Wissenschaftler haben wir bereits hinter uns. Wir haben flächendeckende Umerziehungsinstitutionen von der Krippe bis zum Altersheim. In Schulbüchern und Universitätslehrplänen wuchert es grün. Das grüne „Blockwartsystem“ von kommunalen Runden Tischen über Agenda- und Klimabeauftragte bis Energie- und Klimaagenturen steht.

Kein Schritt soll mehr möglich sein, der nicht an „Klimaverträglichkeit“ gemessen wird. Das Überwachungs- und Verleumdungssystem funktioniert, jede minimale Abweichung vom Klimaziel landet am medialen Pranger oder wird vor den Kadi gezerrt.

Das Programm „Kauft nicht bei Klimakillern“ ist angelaufen. Die „grüne Hausnummer“ als Vorbereitung auf eine „Reichskristallnacht“ kommt, damit unsere verblendeten Kinder erkennen, bei welchen Häusern sie dann die Scheiben einzuschlagen haben. Die Wirtschaft überschlägt sich in vorauseilender Selbstgleichschaltung. Der Einfallsreichtum der Unterwerfung kennt keine Grenzen. Aus Kernkraftwerken werden „ungeliebte Klimaschützer“, Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie schwärmen von „Metalle pro Klima“ und nennen sich „unsichtbare Klimaschützer“. Die Kirchen überschlagen sich in grüner Servilität.

Die Umfragen bescheinigen den Grünen täglich neue Erfolgszahlen. Sie könnten zufrieden sein, die Macht ist grün, auch ohne Ermächtigungsgesetz. Aber die Grünen sind nicht zufrieden. Es geht Ihnen wie Faust, den Mephisto auf die Höhen der Allmacht getragen hatte. Zwei Menschen widersetzten sich dem Zwang des Weltenherrschers Faust, Philemon und Baucis, ein greises Ehepaar, das sich seine Welt nicht nehmen lassen wollte. Sie waren Faust ein Dorn im Auge, er vernichtete sie.

Ähnlicher Vernichtungswahn spricht aus der „Kleinen Anfrage“ der Grünen an die Bundesregierung vom 3. November, die die Regierung nach der „Bewertung von sogenannten Klimawandelskeptikern oder Klimawandelleugnern“ fragt. Ihr Zielobjekt ist Fred Singer, einer der renommiertesten Wissenschaftler dieser Welt.

Die Grünen schreiben im Vorwort zu ihren Fragen: „In den vergangen Wochen gab es unterschiedliche Presseberichte, u.a. in der ‚Financial Times Deutschland’ und dem Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel’, dass bekannten Leugnern des Klimawandels in den Bundestagsfraktionen von CDU und FDP ein Diskussionsforum gegeben wird und einige Abgeordnete der CDU- und FDP-Fraktion offen mit den Thesen des Klimawandelleugners Fred Singer sympathisieren.“

Die Grünen fragen in der ersten von elf Fragen:

„Sind der Bundesregierung wissenschaftlich publizierte und einem Peer Review unterzogene Arbeiten bekannt, die den vom Menschen verursachten Klimawandel in Frage stellen und dies entsprechend mit wissenschaftlichen Daten untermauern?“

Hätten wir nicht das oben geschilderte Desinformations- und Überwachungssystem, dann würde hier in unserem Lande längst darüber diskutiert werden, was Wissenschaftler bisher zu den Klimazusammenhängen herausgefunden haben, so wie in anderen Ländern auch.

Unterzeichnet wurde die Kleine Anfrage der Grünen von Renate Künast und Jürgen Trittin. Das erstaunt, denn Jürgen Trittin weiß genau, dass die Wirkung des anthropogenen CO2 auf das Klima eine vernachlässigbare Größe ist, sonst hätte er in seiner Amtszeit als Umweltminister nicht bekundet, selbst wenn man alles Geld in den Bau von Kernkraftwerken stecken würde, wäre die Wirkung auf das Klima marginal.

Die Grünen warben in früheren Wahlkämpfen mit dem Slogan „Klimaschutz kann man wählen“, bestätigen also, dass Klimaschutz ein politisches Ziel ist, keine höhere Notwendigkeit. Und Trittins Staatssekretär Baake sagte in seiner Rede zum Thema „Normen und Zertifikate“ am 8.6.2004 in der Uni Gießen: „Überall dort, wo die Emission von Schadstoffen die Schädlichkeitsschwelle für die geschützten Rechtsgüter Dritter überschreiten kann, kommt die Zulassung dieser Emissionen über Zertifikat-Lösungen nicht in Betracht. Um es deutlich zu sagen: Kein Staat darf zulassen, dass sich ein Emittent die Berechtigung erkaufen kann, die Gesundheit anderer Bürger zu schädigen. Die Gefahrenabwehr ist und bleibt also die originäre und unverzichtbare Aufgabe des Ordnungsrechts.“

Regierung und Deutsche Bundestag werden nicht umhinkommen, die Frage zu prüfen: Schadet CO2 oder nicht? Erst wenn das klar ist, kann man weiterdenken. Schadet CO2 nicht, dann muss transparent und politisch diskutiert werden, warum und mit welchen Folgen man überhaupt damit handeln sollte. Schadet CO2, dann müsste man es nach Recht und Ordnung verbieten. Auch da käme man nicht umhin, zu prüfen, was das in der Praxis bedeutet.

Um die Klärung dieser Fragen kann sich unser Land nicht herumdrücken.

Internet:

Metalle pro Klima

evangelisch.de: Klimaskeptiker machen mobil

800 Peer Reviewed Papers Supporting Scepticism of ”Man-Made” Global Warming (AGW) Alarm


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Hanna Thiele

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